[Mmi] Schwimmen für mich und dich und warum es so wichtig ist

Schwimmen

Jedes Kind lernt schwimmen. Irgendwann. Sollte man denken, nicht wahr? Tatsächlich ist es aber so, dass es sehr viele Kinder (und auch Erwachsene) da draußen gibt, die es nicht können. Jedes Jahr sterben viele Menschen an Ertrinken. Und manchmal sogar, obwohl das Wasser flach ist. Es gibt viele schreckliche Geschichten dazu und natürlich möchte ich nicht, dass wir zu einer davon werden.

Ob wir warten, bis der Schwimmunterricht in der Schule beginnt?

Wir haben das mit dem Unterricht bisher immer recht locker gesehen. In der Grundschule gehört Schwimmen immerhin inzwischen zum Rahmenplan dazu und in der 3. Klasse heißt es in den meisten Schulen “Schwimmen lernen”. Hinzu kommt, dass es ziemlich schwer ist heute einfach so einen Platz in einem Kurs zu bekommen. Die sind nämlich immer rappel voll.

Und dann noch die Tatsache, dass sie meistens in der kalten Jahreszeit statt finden, wo unser Miniheld leider quasi dauererkältet ist. Wir haben uns nie als Eltern gesehen, die ihr Kind erkältet ins Wasser schicken. Was man da alles verschleppen kann… Nun ja.. Klar, es gibt da auch noch die Sommerkurse, aber die sind noch voller als die im Winter und dann täglich. Dafür Zeit zu finden mit zwei Kindern ist auch nicht unbedingt einfach. Was also tun? Warten, bis es in der Schule los geht oder sich eine andere Gelegenheit findet?

Wir wollten eigentlich schon, dass der Miniheld so bald wie möglich Schwimmen lernt.

Immerhin sind wir in den letzten Jahren immer wieder ans Meer gefahren und wer letzten Sommer hier auf dem Blog genau hingesehen hat, dem ist sicher auch aufgefallen, dass in unserem Garten ein Pool steht. So viele Möglichkeiten, bei denen etwas schief gehen könnte. Genug Gründe, um eigentlich schon vor der Schule Thema Schwimmen in Angriff zu nehmen.

Eine wahre Zwickmühle für uns. Am Liebsten wäre mir ja ein Zwischending gewesen. Ein Schwimmkurs im Frühling zum Beispiel. Da ist das Risiko, dass der Miniheld krank werden könnte, doch deutlich geringer. Aber gut…

Und ganz plötzlich tat sich eine Möglichkeit für uns auf.

Der Trainer aus dem Fußball – Verein hatte die Möglichkeit für die Kinder aus seiner Mannschaft, oder zumindest einigen von ihnen, einen Schwimmkurs zu ermöglichen. Eine tolle Sache. Aaaaber… im Winter. Wir wollten erst gar nicht mitmachen. Was hat man davon, wenn man einen Kurs bezahlt, wo man vielleicht mit Glück die Hälfte der Stunden tatsächlich wahrnehmen konnte.

Nachdem ich aber gemerkt hatte, dass viele der Lieblingsfreunde des Minihelden diesen Kurs besuchen würden, da dachte ich: Was soll’s. Immerhin lernt er es dann unter Freunden. Und so wagten wir es doch. Und wisst Ihr was? Ich bereue es kein Stück! Schon alleine die Tatsache, dass er es mit Menschen zusammen lernt, die er bereits kennt und mag, trägt dazu bei, dass er seine Ängste vor dem Wasser schnell ablegen konnte und sich laut Lehrerin wirklich positiv hervortut.

Neulich waren wir mal alleine im Schwimmbad.

In den Ferien fällt der Unterricht ja bekanntlich aus und so wünschte sich der Miniheld, dass ich einen Tag einfach so mit ihm schwimmen gehen solle, damit er seine Übungen machen könne.

Ich war schwer beeindruckt. Was für ein Kind war das? Er tauchte, sprang ins Wasser, holte Ringe hoch und machte mit den Beinen Froschbewegungen. Im letzten Jahr hätte ich nicht mal im Traum daran denken dürfen ihn auch nur einen Tropfen Wasser ins Gesicht zu spritzen. Und das nach nur 3 Stunden bei der Lehrerin!

Schwimmen

Es nimmt einem ein bisschen die Angst!

Wirklich. Es ist so wichtig, dass Kinder den richtigen Umgang im und mit dem Wasser lernen.. Wie man sich bewegen muss und dass man keine Angst davor haben braucht, mal den Kopf unter Wasser zu machen.

Natürlich ist es auch für uns eine Erleichterung, wenn der Miniheld dann im Sommer weiß, wie es geht. Dann können wir viel sorgloser im Pool planschen und uns auch mal weiter ins Meer wagen und es nochmal vollkommen anders genießen.

Es entbindet uns zwar nach wie vor nicht unserer Aufsichtspflicht unserem Kind gegenüber, aber es trägt zu einem vollkommen neuem Erleben des Wassers bei und darauf freue ich mich schon sehr.

Ich bin froh, dass sich diese Gelegenheit für uns ergeben und dass wir sie wahrgenommen haben. Wie ist das mit Euren Kindern? Können sie schwimmen? Wann und wo haben sie es gelernt? Welche Abzeichen sind Euch wichtig? Reichen Euch Seepferdchen und Freischwimmer oder sollten die Kinder Eurer Meinung nach mehr lernen?

sari-unter

5 Kommentare zu „[Mmi] Schwimmen für mich und dich und warum es so wichtig ist“

  1. Wir haben kurz vevor der Große 5 war einen Schwimmkurs angefangen. Auch im Winter. Es hat auch ziemlich genau 1 Jahr gedauert bis er dann sein Seepferdchen hatte,was aber mehr mit seiner Unsicherheit in seinen Können lag als an dem nicht können. Nun macht er seit dem Sommer weiter und das zwei mal die Woche,da er es in der Schulbetreuung als Ag noch mitmacht. Und was soll ich sagen das er weitermacht tut ihn so gut. Er ist so viel sicherer geworden und und auch an dieser Aufgabe gewachsen. Hier geht’s nachher auch in der 2 Klasse los mit schwimmen. Mir war es wichtig das er das Seepferdchen macht und sichher schwimmen kann,da Virus hier einen Pool haben oder eben auch einfach der Dorfteich. Bronze outet sich toll,da ist er ja gerade dran und das von sich aus. Ob er dann noch weiter macht malschauen.

  2. Ich hatte keinen Schwimmkurs. Schwimmen wurde mir von meinen Eltern beigebracht mit 5 oder 6.
    Wo ich schon längst schwimmen konnte, kam ich auch in einen Schwimmverein.

    Anfangs versuchten die Eltern meiner KiGa-Freundin mir ja schwimmen beizubringen. Ich wurde dazu ohne Schwimmflügel einfach ins Becken geworfen. Davon hab ich bis heute ein Trauma. Ich krieg Beklemmung in freien Gewässern und generell da, wo ich nicht stehen kann.
    Gelernt hab ichs dann quasi von selber im Urlaub am See. Bin ins Wasser und quasi einfach losgeschwommen. Mit Mama dabei natürlich.

  3. Da ich aus einer Seenreichen Region komme, wo wir ganz bestimmt öfter mal baden fahren werden, steht schon fest: Unsere Motte muss ganz definitiv schwimmen lernen.
    Damit bis zur Schule zu warten finde ich schwierig. Ich habe es auch vor der Schule von meinen Eltern gelernt und dann in der Freizeit das Seepferdchen abgelegt. Wir waren einfach oft in Schwimm- und Freizeitbädern und mein Papa hatte immer seine Hand unter meinem Bauch, wenn ich “Schwimmen geübt” habe. Mit der Zeit musste er eigentlich immer weniger halten, aber im Zweifel war da immer die Hand am Bauch. Bis er die Hand dann weggenommen hat und ich gemerkt hab, dass ich es auch alleine konnte. ;)
    In der Schule mit einer ganzen Klasse weiß ich ehrlich nicht, wie die Lehrer den Kindern da sinnvoll das Schwimmen beibringen sollen. Da kann man einfach nicht auf jedes Kind so eingehen, wie es das vielleicht braucht.
    Da mein Mann als Kind begeisterter Schwimmer war und im Studium auch mal Schwimmtrainer, ist bei uns allerdings auch schon klar, wer unserer Kleinen später mal das Schwimmen beibringt. :)

  4. Hallo Sari,

    Bei uns fing der Schwimmunterricht in der zweiten Klasse an und auch vorher waren wir immer mal wieder schwimmen. Der Opa hat seinen eigenen Swimming Pool, was schon ganz nützlich dafür ist. Außerdem waren wir sogar in offenen Gewässern mit dem Großen schwimmen, dort durfte er, mit einer Schwimmweste allerdings, vom Steg ins Wasser springen. Durch die Jacke konnte ich ihn dann immer gut mit hochziehen.
    Noel soll nun bald auch sein Abzeichen machen, auch wenn man es nicht unbedingt braucht. Ich habe bis heute kein Seepferdchen, bin aber eine gute Schwimmerin. Aber er darf ganz alleine entscheiden, welche Abzeichen er machen möchte und welche ihm wichtig sind.

    Liebe Grüße Melanie

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