Wie das Häkeln zu mir zurück kehrte #Buchempfehlung

Häkeln

Kinder zu haben ist toll. Ich habe mich schon lange, bevor ich das erste Mal schwanger wurde, sehr darauf gefreut Mutter zu werden. Auch wenn ich manchmal den Eindruck habe, ich bin mehr Kind als Mutter. Bereits mit Anfang 20 konnte ich es kaum erwarten, aber wir mussten realistisch sein: Wenn beide noch in Ausbildung und ohne Einkommen sind, tut man sich keinen Gefallen.

Als es dann endlich soweit war, war es einfach nur großartig und das ist es immer noch. Würde man mich heute fragen, ob ich es bereue, würde ich eher erwidern, dass ich es jederzeit wieder so machen würde.

So viel mal vorweg…

Freizeit ist nicht mehr gleich Freizeit. Das ist eine Tatsache!

Alles definiert sich neu und viele Dinge verschieben sich mit ihren Prioritäten. Man nutzt die freie Zeit, die man hat, nun vollkommen anders. Daher ist es nur natürlich, dass viele Dinge, die früher eine große Rolle spielten, eher nach hinten gerückt sind. Hobbies zum Beispiel *lach*. Wir Ihr sehen könnt, versuche ich ihnen immer wieder mal noch nachzukommen und je nach Phase gelingt es mir in den Bereichen mal mehr und mal weniger gut. Derzeit seht Ihr ja zum Beispiel wieder deutlich mehr Zeichnungen hier auf dem Blog. Im letzten Jahr habe ich noch regelmäßig Zeit zum Nähen gefunden, was aktuell deutlich zu kurz kommt.

Als ich den Minihelden bekam, da war es das Häkeln, was mir die Freizeit versüßte!

Noch bevor er auf die Welt kam, brachte ich es mir bei. Mein Ziel dabei war, für mein Kind häkeln zu können. Kleine Kuscheltiere, Kissenbezüge und Decken. Es gibt ja auch viele tolle Anleitungen für Spielsachen. Einiges ist damals entstanden und ich glaube einigen von Euch ist wohl vor allem noch der kleine Oktopus Shushu im Gedächtnis geblieben, der lange Zeit Mittelpunkt des Projekt 52 hier war.

Obwohl Häkeln deutlich Zeit aufwändiger ist, als das Nähen zum Beispiel, hat es eine sehr entspannende Wirkung und die Ergebnisse haben ihren ganz eigenen Charme. Ja, an manchen Tagen fehlt es mir. Daher grübelte ich schon länger darüber nach, ob ich mir nicht für abends, auf dem Sofa mal wieder ein Projekt vornehmen möchte. Eine Puppe für das Heldenkind zum Beispiel. Oder der Miniheld wünscht sich ein ganz bestimmtes Pokemon.

Am meisten Spaß hatte ich jedoch beim Häkeln von Granny – Decken!

Kennt Ihr sie? Das ist quasi die gehäkelte Version der Patchwork – Decken. Man häkelt viele kleine Vierecke (oder andere Formen) und fügt sie am Ende zu einer bunten schönen Decke zusammen. In unserem Schrank liegen auch ein paar mehr oder weniger gelungene Granny – Decken, die ich gehäkelt habe. Jedes Kind hat von mir eine zur Geburt gehäkelt bekommen und auch andere tolle Sachen lassen sich mit den Quadraten anstellen.

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Brillenetui aus Grannys gehäkelt

Vor vielen Jahren schenkte ich meiner Oma zum Beispiel ein Brillenetui aus Granny Stücken.

Häkeln to go: Granny Squares…mein Versuch mich wieder an das Häkeln heran zu tasten.

In meiner… nun ja.. „Verzweiflung“  bin ich auf ein tolles Buch gestossen. Und zwar gibt es im Frechverlag eine Reihe Handarbeits – Bücher im „To Go“ Format. Sprich, sie sind klein und handlich und lassen sich so gut überall mit hinnehmen. In ihnen findet man alle wichtigen Grundlagen wieder und kurze Anleitungen für kleine und einfache Projekte, um diese dann umzusetzen.

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Ideal für jemanden, der gefühlt ständig auf Achse ist und zu nichts kommt, oder? Dachte ich mir auch. Erst neulich lag das Buch während unserer 5 stündigen Autofahrt zu Maru auf meinem Schoß und ich versuchte mich an meinen ersten dreieckigen Grannys *lach*. Der Plan? Eine Wimpelkette für das Zimmer des Heldenkindes.

Nach all der Zeit merkt man erstmal, wie schnell man aus so einem Hobby auch wieder raus sein kann. Aber mit etwas Rumprobieren und genauem Lesen der Anleitungen, ging es dann so langsam aber sicher wieder.

Und wisst Ihr was? Es hat sich gut angefühlt.

Ein paar Worte zum Buch…

Das Buch stellt verschiedene Muster vor. Darunter einige viereckige, ein paar Dreiecke und auch ein paar besondere Formen. Daneben werden natürlich auch die Grundlagen erklärt. Was sind Stäbchen, was ist eine feste Masche, wie geht ein Magic- Ring, wie schlägt man Luftmaschen an und und und…

Wenn man den Bogen raus hat, kann man sich ja erstmal an den verschiedenen Mustern versuchen, die es so gibt. Im Anschluss blättert man sich durch die verschiedenen und wirklich schönen Anleitungen. Da gibt es dann Kissen, Schuhe, Gürtel und viele andere tolle Ideen. Allesamt Alltags tauglich und relativ einfach umzusetzen. Eine Anleitung besteht dann aus einer der vorher gelernten Granny Formen und setzt dann daran an, in dem sie erklärt, wie man aus den Grannys nun das Projekt herstellt. Wie eben zum Beispiel meine geplante Wimpelkette, zu der natürlich mehr als nur ein paar Dreiecke gehören.

Das Ganze verpackt in einem kleinen Buch. Super, oder?

Mir hat es sehr geholfen wieder zurück zu finden!

Sitze ich nun am Sportplatz und habe etwas Zeit, während der Miniheld seine Tore schießt oder befinde mich auf einer langen Autofahrt. Habe abends etwas Ruhe auf dem Sofa oder entspann im Garten (HAHA), dann schnappe ich mir mein kleine To – Go – Häkelbuch und arbeite einfach an meinem Projekt weiter.

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So zumindest der Plan. Und es fühlt sich toll an mal wieder selber etwas mit den Händen herzustellen, dass nur für mich ist…naja fast.

Wie ist das bei Euch? Könnt Ihr häkeln? Wolltet Ihr es schon immer mal lernen? Oder ist das so gar nicht Euer? Was ist Euer Hobby?

sari-unter

9 Kommentare

    • Sarah Kroschel

      Ist sicher wie Fahrrad fahren. Die Finger werden sich schnell an die Bewegungen erinnern ;)

  1. Hallo Sari,

    falls du eine Anleitung für ein Pokèmon möchtest, kannst du mir mal schreiben. Ich habe da schon einige gehäkelt.

  2. Ich hatte ja zur Geburt unserer kleinen Tochter ein Schildkröten-Deckchen gehäkelt, aber danach ist das auch ziemlich wieder eingeschlafen. Wenn ich mich zwischen Zeichnen und Häkeln entscheiden muss, entscheide ich mich meist fürs Zeichnen. ;)

    • Sarah Kroschel

      Ja, es gibt immer einen Schwerpunkt irgendwie, aaaaber ich versuche doch immer mal auch hier und da andere Hobbys nicht aus den Augen zu verlieren. Ab und an tut das echt gut

  3. Ohh, da kriegt man Lust loszuhäkeln. Ich komme auch einfach überhaupt nicht mehr dazu. Aber das Buch ist verlockend. Ich habe es schon oft mit Grannys versucht, aber habe es noch nie zu einer Decke geschafft… es ist einfach so lange und ich verliere so schnell die Geduld 😕
    Hach!

    • Sarah Kroschel

      Das Schöne bei Grannyprojekten ist ja, dass man in Etappen arbeiten kann. Immer mal hier und da ein Quader und gut ist

  4. Ich habe im Januar nach zweimonatiger Arbeit eine Decke fertig gehäkelt, in einem Stück, das fühlte sich an wie eine Ewigkeit. Jetzt hat sich mein Sohn die Decke zum Schlafen unter den Nagel gerissen und wir haben wieder eine Sofadecke zu wenig. Ich glaube für die nächste Sofadecke probieren ich mich dank deiner Buchempfehlung mal granny squares.

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