Eingewöhnung abgeschlossen?!

Eingewöhnung

*Werbung* Der folgende Artikel enthält evtl. Bilder mit Produkten, die wir in unserem Alltag nutzen. Wir haben keine Bezahlung für das Zeigen derselbigen erhalten.

Irgendwie ist mir kalt heute Morgen. Euch auch? Es ist draußen etwas grau und noch kann man nicht sagen, wie der Tag heute werden wird. Mit dem großen Sohn wird es für mich heute noch zu einem Fußballspiel auf den Sportplatz gehen, so dass ich natürlich auf etwas Sonnenschein hoffe. Erfreulicher Weise müssen wir dort aber erst am Nachmittag hin, so dass wir heute den Tag ganz in Ruhe angehen können. Und während ich hier so tippe, sitzen da zwei große Jungs am Wohnzimmerboden und spielen miteinander. Ein Blick, den man als Mutter einfach nur genießen kann, oder? 

Es ist schon seltsam. Vor 8 Jahren fand ich gerade heraus, dass ich mit dem Minihelden schwanger war und vor drei Jahren fieberte ich der Geburt des Heldenkindes hingegen. Beides waren so ungewisse Momente bzw. Zeiten für mich, vor denen ich auch ein bisschen Angst hatte. Was würde es für uns bedeuten erst ein und dann sogar zwei Kinder zu haben? Wie würden wir damit klar kommen Eltern eines eigenständigen kleinen Wesens zu sein. Klein und zerbrechlich und neugierig auf die Welt da draußen. Hüten und Beschützen. Das war es, was wir tun wollten. Ihnen diese Welt, die sie so gerne sehen wollten, zeigen und erklären. Immer für sie da sein und sie auffangen…

Aus diesen kleinen Wesen sind nun große Kinder geworden.

Wie ihr wisst, haben wir im letzten Jahr den Minihelden eingeschult. Das ist nun tatsächlich auf den Tag genau ein Jahr her. Kaum zu glauben, aber war. Letztes Jahr waren wir diese aufgeregten Eltern, die eine viel zu große Schultüte hin und her trugen, während unser Kind seine Klasse und seine Lehrerin kennen lernte. Es war irgendwie ein spannender Anblick, als wir dieses Jahr nur als Gast auf der Einschulung dabei waren und dieses Mal von außen zuschauen konnten, wie es ist, sein Kind nun in die Hände der Schule zu geben.

Dieses Jahr gab es dann für uns die Steigerung. Unser zweites Baby wird eingewöhnt und somit zum Kitakind. Urgs… warum geht das nur alles immer so schnell. Nachdem die Eingewöhnung mit dem Minihelden damals ja recht durchwachsen, war ich schon etwas nervös bezüglich der Eingewöhnung vom Heldenkind. Ich erzählte schon ein bisschen von den ersten Tagen und wie es lief und heute möchte ich diesen Bericht gerne noch ein bisschen weiter ausführen, denn die üblichen drei Wochen, die man für eine Eingewöhnung einplant, sind nun tatsächlich um.

Eingewöhnung

Eingewöhnung – Woche 1 – Es geht los…

Die ersten Tage liefen ganz wundervoll. Er freute sich regelrecht darauf endlich die Kita zu besuchen, die er noch von seinem großen Bruder kannte. Freudig rannte er am ersten Tag in die Einrichtung rein und ließ sich alles zeigen. Er erkundete all die Dinge, die er sonst eher nur aus der Ferne kannte und eigentlich saß ich den ganzen Tag nur im Flur herum und hatte nicht viel zu tun. Das gab Anlass dazu, dass mich die Erzieher am zweiten Tag beim Frühstück nach Hause schickten. Der Tag lief gut und so beschloss ich auch am dritten Tag mich bereits am Morgen verabschieden würde. Danach gab es dann jedoch zum ersten Mal am Morgen Tränen. Er kuschelte sich an und bat darum, dass ich in der Kita bliebe, doch diesen Bonus hatten wir nun aber verspielt. Er sollte ja lernen, dass ich eben nicht auf Bestellung einfach da bleiben konnte. Die erste Woche lief also eigentlich ganz gut, aber nach ein paar Tagen setzte die Erkenntnis ein, dass das Heldenkind ja nun jeden Tag die Kita besuchen sollte. Grundsätzlich bekam ich aber das Feedback, dass die Trauer sich vor allem auf den Morgen bezog und der Rest des Tages die ganze Woche wirklich gut lief. Puuuh, das hört sich doch schon mal gut an.

Eingewöhnung – Woche 2 – Tränchen am Morgen…

„Mama, ich will nicht Kita“, diese Phrase durchzog die ersten Tage der zweiten Woche. Jeden Morgen wurde ich mit den Worten begrüßt und mir brach ein bisschen das Herz. Die Angst stellte sich ein, dass er nun genauso anfangen würde, wie sein großer Bruder damals. Doch ich sollte mich irren. Die Erzieher versicherten mir, dass der Ablauf total normal wäre. Man konnte richtig beobachten, wie sich das Weinen und Schimpfen von Tag zu Tag veränderte. Jeden Morgen, sobald die Erzieher für das Heldenkind den Weykick Tisch (Affiliate Link) aufgebaut hatten, war die Welt wieder in Ordnung und ich konnte gehen. Andere Eltern erzählten mir, dass er überglücklich spielte, wenn sie mit ihren eigenen Kindern am Morgen kamen und er ja schon da war. Nach ein paar Tagen gingen die Erzieher dazu über, dass er sich erst bei mir verabschieden sollte, bevor der Tisch aufgebaut werden würde und das klappte erstaunlich gut. Zum Ende der Woche gab es dann am Morgen auf einmal keine Tränen mehr. Die Welt war in Ordnung und ich lief mit einem guten Gefühl nach Hause.

Eingewöhnung

Eingewöhnung – Woche 3 – Das Dreamteam?

„Ich bin ein Kitakind“, sagte das Heldenkind in der dritten Woche, „und mein Bruder ein Schulkind. Und Papa ein Arbeitskind..“. Die Definitionen wurden also schon einmal festgelegt. Sehr gut. Auf dem Weg zur Kita wurde mir nun jeden Morgen berichtet, mit wem er spielen möchte und was er spielen möchte. Auf zwei Kinder hatte er sich vorerst festgelegt und auch die Tatsache, dass es in der Kita derzeit einen männlichen Praktikanten gibt, tut seinen Anteil dazu. Denn auch dieser spielte viel mit ihm. Mit Verzückung wurde mir erzählt, dass da ein Mädchen in der Kita ist, etwa ähnlich alt, wie das Heldenkind. Die beiden sind wohl das absolute Dreamteam. Spielen zusammen, freuen sich, wenn sie da sind und das Heldenkind erzählt mir am Nachmittag viel von ihr. Wenn wir am Morgen kommen, rennt sie mit einem strahlenden Gesicht auf uns zu und hilft dem Heldenkind dabei sich umzuziehen. Wie eine kleine Freundin *lach*. In der dritten Woche gab es keine Tränen mehr und ich wurde jeden Morgen verabschiedet. Mal indem ich aus der Kita rausgeschubst wurde (eine Art Abschiedsritual der Kinder) und mal, indem mir einfach schnell ein Kuss aufgedrückt wurde, weil er schnell spielen gehen wollte. So oder so… es lief wirklich gut und ich war sehr erleichtert. Auch das Feedback der Erzieherinnen war nach wie vor positiv und am Freitag saß ich zu Hause und dachte so für mich: Eingewöhnung abgeschlossen. Eine regelrechte Lehrbuch – Eingewöhnung? Wer weiß…

Eingewöhnung

Erste Schnupfnasen bleiben natürlich nicht aus….

Ja, inzwischen spricht das Heldenkind mit Begeisterung von der Kita, auch wenn es der Meinung ist, dass einmal am Tag dann auch genug ist. Wenn wir nämlich manchmal eher durch Zufall nochmal an der Kita vorbei kommen, dann will es nicht nochmal hin. Das ist aber auch ok, denn meist wollen wir ja dann gemeinsam etwas anderes machen.

Nächste Woche möchte ich es dann gerne mal versuchen, dass das Heldenkind die Ausruhzeit mitmacht. Danach finden nämlich meist noch kreative Angebote statt und ich kann mir gut vorstellen, dass es ihm auch gefallen wird gemeinsam mit den anderen Kindern Geschichten zu hören und Bücher anzuschauen. Das passt dann auch besser mit dem Stundenplan des Großen zusammen.

Zum Abschluss der Eingewöhnung brachte das Heldenkind dann allerdings doch noch eine kleine Erkältung mit nach Hause. Schnupfnase und leichter Husten. Nun geht diese Zeit wieder los, nicht wahr? Herbst, Kinder… wir alle kennen das, oder?

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