„Mein bester Freund ist Unsichtbär“ von Annette Herzog

Unsichtbär

Werbung / Rezension: Das Buch für den folgenden Beitrag wurde uns als Rezensionsexemplar vom Arena Verlag zur Verfügung gestellt.

Wie gut kommt ihr eigentlich mit Veränderungen zurecht? Man sagt ja, dass Stillstand einen nicht weiter bringt im Leben. Man soll auch mal aus dem Gewohnten, der Komfortzone, wie es so schön heißt, ausbrechen und neues versuchen.

In den letzten Jahren gab es immer wieder Veränderungen für uns. Mal steckten wir sie gut weg, mal weniger und manchmal wollten wir sie regelrecht. Die größte Veränderung in unserem Leben brachten sicher die Kinder mit sich. Jedes für sich. Der Alltag veränderte sich, die Ziele und Prioritäten ebenfalls. Und dann gibt es so unvorhersehbare Faktoren im Leben, auf die man so gut wie gar keinen Einfluss nehmen kann. Ein Elternteil stirbt zum Beispiel oder man muss aus verschiedenen Gründen umziehen. Wie geht man damit um, wie gut verkraftet man das? Einen Schritt nach dem anderen. Bloß nicht stehen bleiben. Auch mal mutig sein und sich der Veränderung entgegen stellen. Manchmal bringt Veränderung nämlich etwas Gutes mit sich, oder?

Jeder hat seine eigene Art mit solchen Veränderungen umzugehen.

An meinen Kindern merke ich immer ganz deutlich, wie intensiv es sein kann. Wenn sie plötzlich leicht reizbar sind oder einfach nur in sich gekehrt. Wenn sie schnell weinen oder unzufrieden sind. Dann ist etwas vorgefallen, dass sie gezwungen hat aus dem angenehmen und gewohnten Umfeld heraus zu treten und sich neuen Herausforderungen zu stellen.

Die einen Kinder brauchen plötzlich mehr Nähe, andere distanzieren sich mehr, ziehen sich eher zurück und versuchen all das für sich zu verarbeiten, andere stürzen sich in viel Beschäftigung und Ablenkung und wieder andere… ja die suchen sich auf einmal einen neuen Freund. Einen Freund, den nur sie sehen können und nur dieser kann sie und ihre Sorgen wirklich verstehen.

„Mein bester Freund ist Unsichtbär“ von Annette Herzog

Nehmen wir zum Beispiel Silas. Für den verändert sich nämlich plötzlich alles. Es wird größer. Das Haus wird größer, der Garten wird größer und ja, sogar Mamas Bauch ist irgendwie größer geworden. So viel um Silas herum verändert sich auf einen Schlag und er versteht einfach nicht, warum das so ist.

Mit all den großen neuen Dingen kam auch der Bär, der plötzlich da war. Er kam aus einer der Kisten, mit denen Silas und seine Familie umgezogen waren und er und Silas wurden sofort beste Freunde. Leider konnten Mama und Papa Silas neuen Freund nicht sehen, denn der Bär war ein Unsichtbär. 

 Unsichtbär

Silas und der Unsichtbär machten von nun an alles gemeinsam. Da war es auch nicht schlimm, dass Silas keines der Kinder auf dem neuen, großen Spielplatz kannte. Er hatte ja seinen besten Freund an seiner Seite. Das neue Nachbarmädchen beobachtete er zwar voller Neugier, doch mit ihr spielen wollte er dann doch nicht. Er hatte ja Unsichtbär.

Doch dann war der Unsichtbär eines Tages plötzlich nicht mehr da!

Plötzlich kam eine weitere Veränderung in Silas Leben. Mama hatte nämlich das Baby bekommen und Silas und sein Papa fuhren sofort hin, um es zu begrüßen. Es später bemerkte er, dass er Unsichtbär zu Hause vergessen hatte, doch als er ihn holen wollte, war er nicht mehr da. Silas suchte überall, doch konnte er ihn nicht finden…

Ob er ihn wiederfand und was er dafür tun musste, welche Rolle das Nachbarmädchen dabei spielt und wie die Geschichte aus geht, das müsst ihr natürlich selber heraus finden.

Unsichtbär

Manchmal braucht es seine Zeit und ein bisschen Hilfe, um mutig zu sein!

Es ist nicht einfach für ein Kind, wenn so viele große Dinge auf einmal in seinem Leben passieren. Das kennen wir doch alle, oder? Und im Leben von Silas ist von einen Tag auf den anderen wirklich viel passiert. 

Das Kinderbuch „Mein bester Freund ist Unsichtbär“ von Annette Herzog, das im Arena Verlag erschienen ist, zeigt uns hier mit einer zauberhaft gestalteten Geschichte, was das mit Kinder so anstellen kann. Ich weiß nicht, ob ich selber als Kind einen unsichtbaren Freund hatte, aber ich kann gut verstehen, wie wichtig es im Leben sein kann so einen besonderen Freund an seiner Seite zu haben.

Unsichtbär

Die Zeichnungen der Illustratorin Christine Kugler, passen hierbei ganz wunderbar zu den Worten von Annette Herzog und ergeben so in Kombination ein schönes und wertvolles Kinderbuch. Auf 32 vollständig bebilderten und bunten Seiten begleiten wir Silas durch dieses neue Abenteuer, das ihn da erwartet und das er am Ende mit Mut und Freude meistert.

Eine klare Lese – und Vorleseempfehlung für Kinder ab drei Jahren (oder gerne auch schon jünger).

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