Als Kind wollte ich Josephine heißen – 1000 Fragen an mich (341 – 360)

1000 Fragen

Mitte der Woche. Draußen ist es klirrend kalt. Der Wetterbericht warnte mich gestern Abend. 2 Grad kälter, als am Dienstag hieß es in der Meldung. Oh weia. Nun haben wir doch noch so richtig eisigen Winter. Die Kinder sind etwas enttäuscht, den nun ist es direkt zu kalt für eine schöne Schneedecke. Der Vorteil hierbei ist: Statt nass und Regen haben wir nun jeden Tag schönsten Sonnenschein und herrliche Sonnenuntergänge. Auch wenn mir, der Kinder zu Liebe, etwas Schnee lieber gewesen wäre, genieße ich die Sonne aktuell sehr. Sie hilft uns dabei aufzutanken und das ist schon mal eine ganze Menge wert.

Die Heizungen arbeiten die Tage auf hochtouren und die Thermowäsche findet ihren Einsatz. Dann darf es aber auch demnächst mal wieder Frühling werden, nicht wahr? Ich freue mich auf kleine Knospen und erste Frühlingsboten. Zuvor jedoch kommt erst einmal noch der Februar und wie ihr wisst, ist der Feburar noch ganz legtitim ein Wintermonat. Aber wisst ihr was? Es gibt nichts, was ein warmer Kakao nicht richten könnte. Er wärmt von innen und sorgt für gute Laune.

Eine Jahreszeit zum Kuscheln, Genießen und Grübeln – 1000 Fragen an mich…

Ich bin im Winter oft deutlich nachdenklicher als im Sommer. Im Sommer ist man ganz anders unterwegs. Ständig draußen, ständig in Aktion. Da hat der Kopf nicht so viel Raum, um zu rauchen. Im Winter ist es schön seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Sie finden viele Wege und Abzweigungen … Je nachdem, in welche Richtungen sie gehen, sind es schöne oder auch mal schwere Gedanken. Eine schöne Zeit, um sich den 1000 Fragen von feiersun anzunehmen. Inzwischen bin ich schon bei über 300 angekommen und habe noch lange nicht genug davon…

341. Worüber kannst du dich immer wieder aufregen?
Eifersucht und ewiges Vergleichen. Wenn einem nicht die Butter auf dem Brot gegönnt wird. Viel zu selten sind Menschen in der Lage sich einfach mal für andere zu freuen, ohne dem zu viel Wert zu geben. Wenn man spürt, dass es für die Person gegenüber etwas Besonderes und Wichtiges ist, sollte man doch einfach mal eine ehrliche Freude für sie aufbringen. Stattdessen steckt der Mensch in einem ständigen Vergleich. Was haben andere, was ich nicht habe. Das ist alles so unfair. Also gönne ich es ihm nicht, zeige keine Aufmerksamkeit für das, was der Person wichtig ist oder nehme dem Ganzen sogar die Bedeutung. Aufrichtige Freude für Glück. Das fehlt so oft im Alltag. Ein weiterer Punkt, über den ich mich oft aufrege, das ist Unzuverlässigkeit. Und die Tatsache, dass ich manchmal viel zu viel Zeit darin investiere mich über Dinge aufzuregen. Etwas, wo ich mich dann über mich selber ärgere.

342. Kann jede Beziehung gerettet werden?
Oft denke ich, sobald jemand eine Auszeit fordert, dass der Wurm drin ist. Er hat sich eingenistet und wird auch nicht mehr so einfach zu vertreiben sein. Wenn erst einmal dieser Punkt gekommen ist, an dem ein Partner sagt, dass er Zeit zum Nachdenken braucht, dann hat das einen Grund und diese Unsicherheit wird immer präsent sein. Ich bin ein Verfechter von zweiten (und ja auch mal dritten) Chancen und hoffe immer auf das Gute. So auch darauf, dass eine jede Beziehung irgendwie gerettet werden kann. Aber ich glaube auch, dass es danach niemals so wie vorher sein wird. 

343. Mit welchem Körperteil bist du total zufrieden?
Zufrieden? Oha… das ist eine schwere Frage, denn normaler Weise lenkt man sein Augenmerk ja nur auf die Dinge, die einen stören. Womit bin ich also zufrieden. Hmm….Tatsächlich muss ich gerade erkennen, dass ich eigentlich an allem etwas auszusetzen habe. Ich glaube, darüber muss ich noch ein bisschen nachdenken…

344. Womit hält du dein Leben spannend?
Ich selber muss dazu gar nicht viel beitragen. Aktuell sorgen meine Kinder dafür. Jeden Tag, zu jedem Augenblick.

345. Kannst du unter Druck gute Leistungen bringen?
Tatsächlich oft besser, als wenn ich viel Vorlauf hätte. Da kann ich meinen Blick besser auf das Wesentliche fokussieren. Es ist nicht immer der Idealzustand, aber es könnte schlimmer sein.

346. Welche Lebensphase hast du als besonders angenehm empfunden?
Ich glaube jeder Abschnitt meines Lebens hatte seine guten und seine schlechten Zeiten. Manche waren düstere als andere, aber ich glaube es war die Zeit meiner Ausbildung. Der Mann und ich zogen zusammen, ich fand mich in der Ausbildung wider, fand neue Freunde, hatte aber auch viel Spaß mit alten Freunden. Ich fand mehr zu mir selbst. Ja, da waren wohl 1-2 Jahre, die ich als wirklich schön und fast ohne Makel in Erinnerung habe.

347. Findest du andere Menschen genau so wertvoll wie dich selbst?
Ich glaube, ich empfinde manche Menschen auch als deutlich wertvoller. Ich würde meine Gesundheit für viele von ihnen hergeben und alles für sie tun. 

348. Hast du immer eine Wahl?
Ich würde gerne sagen „Ja“, aber das System und viele andere Faktoren nehmen leider viel zu viel Einfluss auf meine Entscheidungen und teilweise hat man einfach auch keine anderen Möglichkeiten.

349. Welche Jahreszeit magst du am liebsten?
Klar hat jede Jahreszeit ihre Vorzüge, doch tatsächlich fühle ich mich in diesen Zwischenjahreszeiten am Wohlsten. Wenn der Frühling als Übergang von Winter zu Sommer kommt und im Herbst die kalte Jahreszeit langsam eingeleitet wird. In diesen Zeiten ist es nicht zu heiß und nicht zu kalt und die Farbenpracht ist herrlich. In diesen Zeiten fühle ich mich am meisten zu Hause.

1000 Fragen

350. Wie hättest du heißen wollen, wenn du deinen Namen selbst hättest aussuchen dürfen?
Haha, ich hatte tatsächlich zwei Phasen, in denen ich von allen anders genannt werden wollte. Eine ganze Zeit lang wollte ich gerne den Namen Josephine tragen. Ich glaube das lag an einer Zeichentrickserie, die ich gerne geguckt habe. Ich mochte nämlich die Spitznamen – Variante davon sehr und verkündete meinen Eltern, dass sie mich ab jetzt bitte immer „Josi“ nennen sollten. Irgendwann bekam ich eine Bauchredner – Puppe, die dann den Namen von mir als Ersatz erhielt. Auch den Namen „Antonia“ mochte ich sehr mit seiner gekürzten Version „Toni“. Ich weiß auch nicht. Im Grunde war ich mit meinem Namen aber doch immer zufrieden, wobei ich zugeben muss, dass ich mehr auf Sari, als auf Sarah reagiere, weil die meisten Menschen Sari zu mir sagen und ich das andere kaum gewohnt bin. Es ist immer ein seltsames Gefühl, wenn mich jemand mit Sarah anspricht.

351. Wie eitel bist du?
Schlimm ist das. Es gibt zwar Tage, da ist mir alles egal und die Haare sind wuschelig und mein Gesicht ungeschminkt, weil ich einfach keine Lust auf schick machen habe, aber selten gehe ich ungeschminkt aus dem Haus und es gibt Tage, da fühle ich mich in meiner Haut so unwohl, dass ich mich der Öffentlichkeit am Liebsten gar nicht zeigen möchte.

352. Folgst du eher deinem Herzen oder deinem Verstand?
Dem Herzen. Ich bin viel zu Bauch und Herz gesteuert. Das ist nicht immer von Vorteil, weil ich dadurch oft genug schneller handel, als gut für mich ist und so impulsiv vor mich hinrede, dass ich mich manchmal um Kopf und Kragen quatsche.

353. Welches Risiko bist du zuletzt eingegangen?
Ich glaube, als wir dieses Haus hier kauften. Was für ein Abenteuer… Wobei ich da dem Urteilsvermögen meines Mannes ohne Einschränkung vertraue.

354. Übernimmst du häufig die Gesprächsführung?
Es kommt stark darauf an, worum es geht. Es gibt Bereiche, in denen fühle ich mich sicher und ich habe das Gefühl, dass ich mehr erreichen kann, als der andere. Es gibt aber auch genug Situationen, in denen ich sehr unsicher bin und ich die Führung lieber jemand anderen anvertraue. Ich stehe aber immer unterstützend bereit.

355. Welchem fiktiven Charakter aus einer Fernsehserie ähnelst du?
Es gibt Charaktere, denen ich mich verbunden fühle oder denen ich gerne ähnlicher wäre, aber ob ich einer ähnel? Keine Ahnung. Es ist zwar keine Serie, aber die Leute haben früher immer gesagt, ich wäre voll das Schneewittchen *lach*.

356. Was darf bei einem guten Fest nicht fehlen?
Jedes Fest ist ein gutes Fest, wenn die richtige Gesellschaft bei einem ist. Alles andere ergibt sich dann von selbst.

357. Fällt es dir leicht, Komplimente anzunehmen?
Nein, überhaupt nicht. Meistens zerschmettere ich sie gleich wieder. Neulich erst sagte ein Vater beim Fußballtraining zu mir, dass ich schlank wäre, was ich sofort verneinte mit den Worten „Ich bin doch nicht schlank. Ich bin so klein, da staut sich alles zusammen“. Ja… so bin ich.

358. Wie gut achtest du auf deine Gesundheit?
Ich glaube das habe ich in den letzten Jahren ganz gut in den Griff bekommen. Ich rauche nicht, trinke nur zu bestimmten Anlässen mal mein Bierchen und nasche bei Weitem nicht mehr so viel, wie vor 12 Jahren noch. Ich treibe regelmäßig Sport, bin viel an der frischen Luft und Obst und Gemüse finden auch ihren Anteil an meinem Leben. Ich trinke allerdings immer noch viel zu wenig und nasche dafür viel zu gerne. Alles irgendwie im Rahmen, aber doch so, dass es mich ein bisschen stört.

359. Welchen Stellenwert nimmt Sex in deinem Leben ein?
Haha… darüber rede ich doch nicht!

360. Wie verbringst du am liebsten deinen Urlaub?
Mit meinen Jungs. Irgendwo sollte vielleicht etwas Natur und/oder Strand sein und Dinge, die wir entdecken können. Zeit am Abend für uns und ein Blick in uns hinein. Wenn das so gegeben ist, kann der Urlaub überall auf der Welt stattfinden.

Mit den richtigen Menschen an unserer Seite ist das ganze Leben wie eine Party!

Das stelle ich immer wieder fest. Wenn man sich nur mit Menschen umgibt, die einem gut tun, ist alles andere nur halb so schlimm und viel besser zu ertragen. Das kann Familie, das können Freunde oder aber auch einfach Fremde sein, die eine beruhigende Ausstrahlung auf einen haben. Alles schon erlebt, alles schon in meinem Umfeld wahrgenommen. Genauso aber eben auch Menschen, die viel Unruhe in einem hervor rufen. In dem Moment, wo man das erkennt, sollte man handeln, oder?

Was hilft euch dabei mehr ihr selbst zu sein? Mehr Fragen findet ihr bei feiersun, wenn ihr auch Lust habt, mal ein bisschen in eure Seele abzutauchen…

2 Kommentare

  1. Hallo Sari,

    vielen Dank für diese Fragen und Antworten, die ich immer sehr gerne lese. Das ist ein bisschen wie ein Gespräch mit einem guten Freund, weil ich mich in vielen Ansichten wiedererkenne und man das Gefühl hat, ah da gibt es jemanden auf einer ähnlichen Wellenlänge. Auch wenn man sich nicht kennt und das Alltagsleben sicher sehr unterschiedlich ist. Du bist für mich ganz sicher jemand von den „Beruhigenden“ und Guten, und ich denke dass Du Komplimente ganz ungeniert annehmen und dich daran freuen kannst, sie sind vollkommen berechtigt. :) Alles Liebe, Clara

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