Vom Faultier, das nicht faul sein wollte: Rettet die Faultier – Schule! #Rezension

Faultier

Rezension – Das Buch für diesen Beitrag wurde uns von arsEdition als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt

Heute bin ich müde. Aber so richtig. Die letzten Tage liegen mir massiv in den Knochen und ich komme kaum in Schwung. Gestern ging es mit den Jungs vom Fußballverein in den Kletterwald und auch ich versuchte mein Glück zwischen den Baumwipfeln und merke jeden einzelnen Muskel in meinem Körper heute. Wetter und Temperaturen tun ihr übriges und so bin ich heute einfach mal nur faul. So gut es eben geht.

Faul wie ein Faultier *lach*. Faultiere sind aber sowieso großartige Tiere. Nicht ohne Grund wollte ich im letzten Jahr eine Faultier – Party zu meinem Geburtstag schmeißen nach all den Strapazen, die wir zu Anfang des letzten Jahres erlebt hatten. Einfach nur faul sein. In den Tag hinein leben und eben dieses Leben genießen. Ein Faultier sein.

Doch was ist, wenn ein Faultier gar nicht faul sein möchte?

Kennt ihr das Schlummertal? Nicht? Dabei gibt es dort eine ganz berühmte Faultier – Schule. Hier lernt man alles, was für ein richtiges Faultier wichtig ist. Herumliegen, Schnarchen, Lümmeln und ganz wichtig: Schlafen. „Auf die Plätze, fertig, schnarch!“, pflegt der Lehrer zu sagen und die Schüler nehmen ihren Unterricht extrem ernst. Nur zur Mittagsstunde bewegten sich die Faultiere, um zu essen. Doch auch das dauert mitunter 3 Stunden. 

Faultier

Vom Faultier, das nicht faul sein wollte: Rettet die Faultier-Schule! – Copyright arsEdition

So ein Schultag endet übrigens in der Regel um Punkt 3 Uhr mittags, doch bis die Schüler die Schule verlassen haben ist es schon stockdunkel und der Hausmeister muss etwas nachhelfen und die Kinder aus der Schule herausfegen. Ein ganz normaler Tag in einer Faultier – Schule also.

Doch dann kam Fünkchen. Das Faultier – Mädchen war gerade erst in die Gegend gezogen und voller Energie und Tatendrang. Ganz anders, als die anderen Kinder in der Schule. Sie freute sich aufs Lesen, wollte rechnen, Musik machen und spielen.  

Mit so viel Energie wussten die anderen Faultiere einfach nicht umzugehen.

Sie wandten sich von ihr ab. Konnten ihre Energie nicht auffangen und wollten eigentlich einfach nur dem nachgehen, was sie sonst auch so tun: Schlafen und Rumhängen.

Das Gegenteil also von dem, was Fünkchen gerne tun würde und schnell fühlte sie sich einsam in der Faultier – Schule. 

Doch dann stand plötzlich ein Eber mit einem Klemmbrett in der Türe.

Der Eber war für den V.S.O.S. unterwegs. Dem Verein für Schulen ohne Schnarcher. Ohje… Was würde das jetzt für die Faultier – Schule bedeuten? Doch Fünkchen hat eine Idee un weiß, wie sie die Schule retten kann.

Wie das „anders sein“ die Faultier – Schule rettete

Ein wundervolles Kinderbuch aus dem Verlag arsEdition, wie ich finde. Helen Lester hat sich da eine wirklich liebevolle und inhaltlich wichtige Geschichte überlegt, die auf ihre ganz eigene Art und Weise zeigt, dass anders sein etwas Großartiges sein kann. Fünkchen fällt im Vergleich zu ihren Artgenossen sichtbar aus der Reihe, doch genau diese Eigenschaft ist es später, die für eine Wendung in der Geschichte sorgt.

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Dabei greift sie auf eine Tierart zurück, die sehr beliebt ist und seinen ganz eigenen Charme hat. Wollen wir nicht alle manchmal wie ein Faultier sein? Kombiniert mit den herrlichen Illustrationen von Lynn Munsinger entsteht hier ein Kinderbuch der besonderen Art. 

Die vielen doch sehr unterschiedlichen Faultiere in ihren Schlafanzügen vermitteln das Gefühl von Zusammenhalt und Gemütlichkeit zu authentisch, dass es eine Freude ist, die Bilder zu betrachten. Zudem hat der Zeichenstil etwas sehr Leichtes und Luftiges und bietet viele kleine Details, die man entdecken kann. Die Uhr über der Tür, die optisch an einen Wecker erinnert oder die Rechenaufgaben an der Tafel, die aus kleinen Schäfchen bestehen. Details, die das Gesamtbild perfekt abrunden.

Ein wundervolles Bilderbuch nicht nur für kleine Faultiere!

Mir fiel das Buch als erstes ins Auge, weil diese Tiere defintiv zu meinem Lieblingstieren gehören. Aber auch die Idee einer Schule für eben diese Tiere machte mich mehr als nur neugierig und zog mich direkt in seinen Bann.

Vom Faultier, das nicht faul sein wollte: Rettet die Faultier – Schule“ von Helen Lester, ist ein sehr empfehlenswertes und schöne Kinderbuch, das nicht nur den kleinen Lesern viel Freude bereitet, sondern auch den Vorlesern Spaß macht. Mit einem Ausgangsalter von 3 Jahren, spricht es schon die kleinen unter den Leseratten an und bietet auf 32 bunt illustrierten Seiten viel schönen Inhalt.

Von uns ganz klar eine Leseempfehlung aus dem Verlag arsEdition.

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