„Laufrad, mein Laufrad“ – Eine kleine Liebeserklärung #Rezension

Laufrad

Werbung (unbezahlt) / Rezension*

Wir hatten mal ein Laufrad. Als der große Sohn zwei Jahre alt wurde, bekam er es zu seinem 2. Geburtstag. Stolz wie Bolle war er und wollte ständig damit fahren. So ein Laufrad ist schon eine ziemlich coole Sache und ich staune immer wieder, wenn ich sehe, wie schnell sich Kinder mit so einem Gefährt vorwärts bewegen können.

Dieses kleine, grüne Laufrad hat eine kleine Geschichte durchgemacht. Es war eine ganze Zeit lang das geliebte Gefährt vom Minihelden und wanderte irgendwann in die Hände des Sohnes von der Nähfreundin. Damals wussten wir es noch nicht, dass das Laufrad bei uns noch ein weiteres Mal gebraucht werden würde. Lange Zeit begleitete es also das andere Kind durchs Leben. 

Letztes Jahr fand es dann seinen Weg zu uns zurück.

Inzwischen ist der Sohn ebenfalls groß und fährt mit einem richtigen Fahrrad. Das Laufrad hat seinen Zweck in dieser Familie erfüllt und die Freundin bot mir damals an, dass wir es ja für das Heldenkind zurück nehmen könnten. Die Freude war groß, als der kleine Sohn das erste Mal das kleine grüne Laufrad bestieg, das fast noch ein bisschen zu groß für ihn war und erste vorsichtige Versuche damit unternahm. „Wie beim Brudi“; sagte es immer wieder stolz und versuchte hinter dem großen Bruder hinterher zu düsen. 

Doch dann kam der Herbst, es wanderte immer häufiger in den Fahrrad Schuppen und als wir diesen renovierten, bevor der kalte Winter kam, war es plötzlich weg. Wir suchten und suchten, doch nirgendwo war es zu finden… Und damit endet die Geschichte vom kleinen grünen Laufrad.

Doch das Thema ist damit für uns noch nicht abgeschlossen!

Inzwischen passt das Heldenkind zwar größentechnisch auf das erste richtige Fahrrad vom großen Bruder, hat allerdings noch nicht so recht die Ambitionen damit durchzustarten. Lange haben wir mit uns gehadert, ob sich eine erneute Anschaffung eines Laufrades tatsächlich lohnen würde. Täglich sieht das Heldenkind Freunde mit ihren Fahrzeugen und ja, es möchte unbedingt und ja, ich irgendwie auch, denn ich finde die Erfahrung mit so einem Laufrad unglaublich wichtig!

Eine Liebeserklärung an das erste Gefährt: „Laufrad, mein Laufrad“ von Martin Baltscheit und Anne – Kathrin Behl

Warum erzähle ich euch heute diese Geschichte von unserem kleinen grünen Freund? Es gibt einen kleinen, aber feinen Zusammenhang, denn ich möchte euch heute gerne von einem Buch erzählen, dass ich auf der Blogfamilia in den Händen hielt und in das ich mich sofort verliebt hatte.

Laufrad

„Laufrad, mein Laufrad“ aus dem Beltz Verlag

„Laufrad, mein Laufrad“ heißt dieses wundervolle Pappbilderbuch aus dem Beltz Verlag, das uns auf 22 schön illustrierten Seiten mitnimmt auf eine kleine Fahrt mit dem Laufrad. Wie eine Liebeserklärung an die erste Selbständigkeit klingt es und man fühlt sich direkt in die eigene Kindheit zurück versetzt.

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich als Kind ein Laufrad hatte, aber dafür ein himmelblaues Fahrrad mit Stützrädern, auf das ich sehr, sehr stolz war. Wie eine wilde fuhr ich immer und immer wieder um den Block, um meinen eigenen Zeitrekord zu brechen. Es fühlte sich manchmal an wie fliegen, manchmal war ich eine Rennfahrerin und das eine oder andere Mal wurde mein Rad zu einem wilden Pferd, das ich zähmen wollte. Mein Rad konnte alles für mich sein.

Der kindlichen Fantasie sind da keinerlei Grenzen gesetzt…

… und genau das spiegelt sich auch in dem Bilderbuch von Martin Baltscheit und Anne – Kathrin Behl wieder, die hier ein herrlich anzuschauendes Werk geschaffen haben. Eine Kombination aus Reimen und Bildern, die einen mitreißen können.

Das Laufrad ist in der Regel heutzutage das erste Gefährt, das ein Kind mit in die Selbständigkeit nimmt. Die ersten Erfahrungen, die einen ganz nah an das heran bringen, was wir bei den Großen sehen, wenn sie mit ihren Fahrrädern durch die Stadt oder das Land fahren. Nicht mehr im Sitz vorne oder hinten drauf, sondern ganz alleine. Angetrieben durch die eigenen zwei Füße. Wie heißt es so schön? Helm aufgesetzt und es kann los gehen!

Das Buch nimmt uns mit durch bunte Landschaften, vorbei an bekannten und fremden Menschen, die uns grüßen und hinein in wilde Träume, auch wenn wir schlafen und eine kleine Pause brauchen. 

Bekommt ihr da nicht auch Lust auf eine wilde Fahrt?

Ein herrliches Pappbilderbuch, dass da im Beltz Verlag erschienen ist und das definitiv Lust auf ein bisschen Action macht, oder? Die bunten Illustrationen von Behl gepaart mit den lustigen Reimen von Baltscheit ergeben eine herrlich fröhliche Kombination, die beim Betrachten und Lesen viel Freude bereiten.

Geeignet ab 2 Jahren ist „Laufrad, mein Laufrad“ eine wahre Bereicherung für jedes Kinderbuchregal und eine schöne Anregung, wenn das Thema Laufrad im eigenen Haus präsent wird.

Welches Laufrad nutzt ihr eigentlich für eure Kinder?

*Anmerkung: Das Buch wurde uns vom Beltz Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Das Copyrght liegt beim Beltz Verlag.

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