„Ben liebt Bär“ von Micheal Engler und Joëlle Tourlonias #Rezension

Ben liebt Bär

Rezension*

Als ich ein Kind war, da hatte ich einen Bären. Eigentlich war es ein Weihnachtsbär, denn er trug eine rote Mütze mit einer weißen Bommel und dazu um den Hals noch einen roten Schal. Im Laufe der Zeit verlor ich den Schal oder zumindest war er eines Tages einfach verschwunden und die Mütze, die aus einfachem Filz war, wurde immer dünner und bekam kleine Löcher. Die weiße Bommel bestand irgendwann auch nur noch aus ein paar dünnen Wollfäden und war kaum noch existent. Der Bär gehörte nicht zu meinen ultimativen Lieblingskuscheltieren, aber er hatte eine ganz besondere Aufgabe bei mir.

Sein Name war „Hatschi“!

Hatschi musste immer dann bei mir mit im Bett schlafen, wenn es mir nicht gut ging. Er war mein Gesundheitsbär, der mir irgendwie immer dabei half mich schneller besser zu fühlen. Ich fand ihn optisch wirklich nicht schön, aber er kam in einer Zeit zu mir, in der ich erkältet war und irgendwie hatte ich diesen Bezug zu ihm aufgebaut. 

Rückblickend habe ich durch Hatschi verstanden, was für eine große Bedeutung so ein Kuscheltier für ein Kind haben kann. Später konnte ich ein ähnliches Phänomen bei unserem Minihelden beobachten, der sich irgendwann auf einmal ein Kuscheltier erwählt hatte, dass ihn anfangs in der Nacht und später überall hinbegleiten musste. Nach einiger Zeit sah man dem kleinen Tiger, der schon gar keine Streifen mehr hatte und dessen Schwanz nicht mehr geringelt war, weil so oft daran gezogen wurde, die Liebe an, die ihm zu Teil kam.

„Ben liebt Bär“ – Die Geschichte einer ganz besonderen Freundschaft

Auch Ben, der Protagonist aus der kleinen Geschichte, die ich euch heute vorstellen möchte, findet in einem Kuscheltier so einen wertvollen Freund. „Ben liebt Bär“ heißt das süße Pappbilderbuch von Michael Engler und Joëlle Tourlonias aus dem Verlag arsEdition.

Ben liebt Bär

„Ben liebt Bär“ von Micheal Engler und Joëlle Tourlonias – Copyright by Verlag arsEdition

Ben ist noch recht klein und spielt am liebsten mit Mama und Papa. Mit seinen Eltern zu spielen, das ist wirklich das Schönste. Doch manchmal ist es leider so, dass diese keine Zeit zum Spielen haben. Manchmal müssen sie arbeiten oder gar den Haushalt machen und so muss Ben alleine spielen. Das findet er nicht so schön, denn dann fühlt er sich so allein.

Doch eines Tages klingelt es an der Tür…

…und Bär tritt in das Leben von Ben. Mama und Papa verstehen nicht, was Bär sagt. Ben jedoch sehr gut und schnell merken Ben und Bär, dass sie viel gemeinsam haben. Zusammen haben sie so viel Spaß, dass Bär bei Ben bleiben darf und von da an erleben sie alles gemeinsam.

Eine ganz besondere Freundschaft entsteht!

Für Ben ist Bär ein realer Freund. So wie all unsere Kuscheltiere für uns als Kinder wahre Freunde waren und eine besonderen Bedeutung in unserem Leben hatten. So wie mein Bär Hatschi damals oder der kleine Tiger vom Minihelden, den wir sogar irgendwann nochmal ein zweites Mal anschaffen mussten, falls der erste mal nicht auffindbar war. (Der zweite sah nach kürzester Zeit übrigens genauso verkuschelt aus, wie der erste. Wahre Liebe!).

Ben liebt Bär

Ein ganz zauberhaftes Bilderbuch schon für die ganz Kleinen. Auf 20 von Joëlle Tourlonias liebevoll illustrierten Seiten dürfen wir stille Beobachter sein, wenn Ben und Bär ihre Freundschaft aufbauen, vertiefen und zu einem unzertrennbaren Paar werden. Ich bin ja ein kleiner Fan der Illustrationen von Tourlonias und mein Blick bleibt sofort an Büchern hängen, die von ihren Bildern verziert werden. So auch bei diesem Buch. Die Texte von Engler sind kurz und einfach und dennoch sehr ausdrucksstark. Ideal für kleine Zuhörer. Immerhin spielt das Buch auch auf ein Publikum ab 2 Jahren ab. Eine gelungene Mischung, wie ich finde.

Hattet ihr als Kind ein Kuscheltier, das eine besondere Bedeutung für euch hatte?

*Anmerkung: Dieses Buch wurde uns vom Verlag arsEdition als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt

9 Kommentare

  1. Rabea Glingener

    Wie niedlich die Illustrationen aussehen. Gefällt mir total gut.
    Ich habe meine Kuscheltiere heiß und innig geliebt und in verschiedenen Phasen verschiedene Lieblinge gehabt. Eine Kiste voller Tiere ist noch da, von denen ich mich bis heute nicht trennen kann und die sehr gepflegt sind (bis auf meine ersten) . Eventuell vererbe ich sie dann 2020 der nächsten Generation 😍

    • Sarah Kroschel

      Oooooh, heißt das das, was ich denke????

      EIn paar Kuscheltiere habe ich übrigens auch noch ;)

  2. Miri mend

    Sehr süß. Ich hatte selber irgendwie nie ein Kuscheltier was ich unbedingt bräuchte. Zumindest kann ich mich nicht erinnern. Meine Tochter liebt ihre Kuscheltiere schon, es geht aber auch ohne…

  3. Oh was für ein super süßes Buch, kommt gleich auf die Wunschliste.
    Ohne Kuschelfreund geht bei uns nix….von wem sie das wohl hat?!?!?
    Die Maus habt nicht ein wichtiges, sondern ganz viele gute Freunde die je nach (Mies)Lage ausgewählt/zum Einsatz kommen.
    Ich habe als Kind auch ganz, ganz viele Kuschelfreunde gehabt, jetzt ist nur noch eine mittelgroße Kiste mit den wichtigsten übrig geblieben.
    Bin schon ganz gespannt ob unser Baby auch so ein KuscheltierFreund ist.
    Lg, Bine

    • Sarah Kroschel

      Ich hatte auch einige. Einen Bär namens „Drück mich“ zum Beispiel auch. Der war so hässlich und aus ganz komischen Material und dennoch liebte ich ihn, nähte sogar selber mal als Kind Nase und Arm mit dicken Faden wieder an *lach* Ein Charakterbär. Aus der Zeit leben heute vor allem noch meine wichtigsten Glücksbärchis :)

  4. Wenn man nix mehr plant, nix erwartet und sich eigentlich schon davon verabschiedet hat. Aber ja 😍
    Eigentlich wollten wir ja erstmal heiraten nächstes Jahr, jetzt wird das eben erstmal nach hinten geschoben.

      • Danke. Ich wunder mich selber, wie rasant bei mir in den letzten 2 Jahren das Leben auf den Kopf gestellt wurde und sich nach harten Zeiten langsam alles wieder einrenkt.

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