„Paule Pinguin allein am Pol“ von Jory John & Lane Smith #Rezension

Paule Pinguin

Rezension*

Kennt ihr diese Tage, an denen man irgendwie mit dem falschen Fuß aufgestanden ist und alles scheint doof zu sein? Allgemein habe ich oft das Gefühl, dass es in der Natur des Menschen zu liegen scheint mit allem um einen herum unzufrieden zu sein. Anstatt einfach mal für die Dinge dankbar zu sein, die man hat, findet man immer etwas, an dem man herum nörgeln kann.

Neulich fragte mich der Sohn, was denn ein Nörgler wäre und nickte wissend, als ich ihm versuchte den Begriff etwas näher zu erklären. Immer, wenn man etwas findet, wegen dem man maulen oder sich beschweren kann, dann ist man wohl so etwas wie ein Nörgler. Ich schließe mich da gar nicht aus. Auch ich bin manchmal unzufrieden. Den Blick auf die guten Dinge im Alltag zu richten, das ist gar nicht einfach. Mit dem Sohn haben wir das auch eine Zeit lang mehr fokussiert, in dem wir Glückstagebuch geführt haben. Vielleicht erinnert ihr euch noch daran.

Das sollte man viel öfter tun: Am Ende des Tages, bevor man schlafen geht, einfach mal an 5 Dinge denken, die an diesem Tag gut waren. Und seien sie noch so klein…

Paule scheint auf den ersten Blick eine Art Morgenmuffel zu sein…

Zumindest fühlte ich mich beim Lesen dieses Kinderbuches ein bisschen an unseren kleinen Sohn erinnert, der morgens erst einmal richtig wach werden muss, bevor man ihn wegen irgendetwas ansprechen darf. Vorher ist nämlich alles doof. Ich meine wirklich alles! Man muss ihm erst einmal seine Zeit geben, bevor er richtig in den Tag starten kann und das ist ok so. Wer kennt das nicht. Nicht jeder steht morgens auf und ist sofort startklar für den Tag.

Paule Pinguin

„Paule Pinguin allein am Pol“ von Jory John und Lane Smith – Copyright by Carlsen

Die Geschichte rund um Paule beginnt auch am Morgen. Der kleine Pinguin wacht auf und eigentlich findet er es viel zu früh. Außerdem friert ihm der Schnabel und dass überall Schnee liegt, das findet er auch nicht so toll. Egal, ob er hier nun am Pol lebt oder nicht. Das Licht ist zu hell, die anderen Pinguine zu laut und das Meer zu salzig. Alles halt irgendwie doof.

„Paule Pinguin allein am Pol“ von Jory John und Lane Smith

Paule Pinguin ist wirklich mit allem unzufrieden. Er kann nicht fliegen, aber sein Auftrieb reicht auch nicht aus und er geht unter, Hunger hat er auch noch und die anderen Pinguine sehen alle aus wie er.

Es muss scheinbar erst ein Walross kommen und ihm aufzeigen, wie viel Wunderbares eigentlich um ihn herum existiert. Die Schönheit der Berge, Pinguine, die ihn mögen und das Licht der Sonne, das sich im Meer spiegelt.

Paule Pinguin allein am Pol“ ist eine Geschichte ab 4 Jahren über schlechte Laune und die schönen Dinge im Leben. Beides gehört wohl dazu und man muss nur in der Lage sein die Wage hierbei zu halten. Die Geschichte stammt aus der Feder von Jory John und wurde auf 34 Seiten von Lane Smith mit relativ zarten und ruhigen Bildern illustriert. Im Zentrum steht klar der kleine Pinguin Paule. Es Bedarf in diesem Fall gar nicht all zu vieler Details, denn die Stimmung ist in den Bildern ganz wunderbar eingefangen.

Paule Pinguin

Erschienen ist das Buch im Carlsen Verlag und lädt zum Vorlesen und Betrachten ein und vielleicht überlegt man sich am Ende sogar ein bisschen, ob es überhaupt einen Grund für die schlechte Laune von Paule gibt…

*Anmerkung: Das Buch für diesen Beitrag wurde uns von Carlsen als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Das Copyright liegt bei Carlsen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.