1000 Fragen an mich (601-620) -Sand zwischen den Zehen spüren

Nacht

Auch durch dieses Jahr werden uns wieder die 1000 Fragen von feiersun begleiten. Ich widme mich diesem Projekt nun bereits seit 2018 und nehme ist somit nun schon ins dritte Jahr mit. Ursprünglich war der Plan ja mal, dass es ein Jahresprojekt werden sollte, aber irgendwie verlief es ein wenig im Sande und ich hole den Fragenkatalog immer dann hervor, wenn mir gerade der Sinn danach steht oder ich im Kopf so etwas wie einen Leerlauf habe.

Es ist ganz spannend und schön sich immer mal wieder ein wenig Zeit zu nehmen, in der man sich erinnert oder über sich selbst nachdenkt. Viel zu selten hinterfrage ich mich (und manchmal viel zu oft) und gerade nach einer Woche, wo es ständig um Schule, „was essen wir“ und „wann finde ich Zeit für die Wäsche“ ging tut es ganz gut mal an etwas andere zu denken. Dabei lerne ich mich selber wieder ein Stück weit besser kennen und ihr auch. Es ist so wertvoll den Menschen hinter einem Blog ein bisschen besser verstehen zu können, wenngleich natürlich niemals alles offen gelegt wird. Ein paar Geheimnisse dürfen es schon sein, nicht wahr?

1000 Fragen an mich – Positive Einflüsse und kleine Erfolge

Die heutigen 20 Fragen der 1000 Fragen sind inhaltlich wieder einmal sehr vielseitig und spannend und es macht jedes Mal viel Spaß sich ihnen zu widmen. Also wollen wir mal sehen, ob ihr heute wieder etwas Neues über mich lernen könnt. Wenn ja, dann erzählt mir doch am Ende mal, welche Fragen bzw. Antworten ihr ganz besonders interessant fandet und was ihr vielleicht nicht gedacht hättet.

601. Worauf achtest du bei jemandem, dem du zum ersten Mal begegnest?
Schwer zu sagen, aber meist ist es glaube ich vor allem die Stimmung, die er auf mich ausstrahlt. Manchmal suche ich nach kleinen Details, die diese Person interessant oder spannend macht. Also: Was unterscheidet ihn/sie jetzt von mir. Interessant daran ist, dass mir oft gesagt wird, dass mein erster Eindruck auf andere oft eher verschlossen und vielleicht auch ein wenig verbittert wirkt und meine fröhliche Natur meist erst zum Vorschein kommt, wenn man diese „Schale“ bei mir aufgebrochen hat.

602. In welcher Hinsicht könntest du etwas aktiver sein?
Organisation… Papierkram. Solch ein Zeug… 

603. Spielst du in deinem Leben die Hauptrolle?
Ich bin mir nicht egal, aber eigentlich dreht sich das meiste in meinem Leben vor allem um meine Kinder. Klingt jetzt irgendwie so typisch Mama, aber so ist es nun mal. Es geht um ihre Schule, ihre Hobbies, was wir mit ihnen unternehmen können, womit wir ihnen eine Freude machen können.

Fragen

604. Welcher Lehrer hat einen positiven Einfluss auf dich gehabt?
Je nach Lebensphase gab es verschiedene. In der Grundschule war das zum Beispiel mein Sachkundelehrer und eine Kunstlehrerin aus der Nachbarsklasse *lach*. Der Sachkundelehrer war einfach ein total fröhlicher und freundlicher Mensch, der sich viel Zeit für die Kinder nahm. Den habe ich wirklich sehr positiv in Erinnerung behalten. Auf der Oberschule war es ebenfalls ein Kunstlehrer, der sich meiner annahm, als es mir auf der Schule nicht besonders gut ging und nachdem ich die Schule gewechselt hatte… hmm… Es gab immer wieder mal Lehrer, die mir in meiner Laufbahn gut getan haben. Ich muss allerdings gerade gestehen, dass mir jetzt keiner direkt einfällt, der starken Einfluss auf mich genommen hat. Dafür verlief meine schulische Laufbahn wohl etwas zu chaotisch.

605. Was würdest du am meisten vermissen, wenn du taub wärst?
Definitiv das Lachen meiner Kinder gefolgt von Musik. Man sagt dem Lachen meiner Kinder nach, dass es so einzigartig und ansteckend ist, wenn ich das nicht mehr hören könnte, das würde mich wirklich sehr traurig machen. Musik würde mir vor allem deswegen fehlen, weil ich sie für meine verschiedenen Stimmungen brauche und sie mich manchmal auch aus einem kleinen Tief wieder heraus holen kann.

606. Über welche Nachricht warst du in letzter Zeit erstaunt?
Eigentlich bin ich mehr am Kopf schütteln als alles andere…

607. Wärst du gern wieder Kind?
Es gibt Momente, da wäre ich froh, wenn ich einfach wieder Kind sein könnte. Gleichzeitig denke ich (gerade in Corona-Zeiten wieder), wie schwer es Kinder jetzt gerade haben. Besonders Kinder, die auf so viel verzichten müssen und so vieles nicht dürfen. Als Kind bekommt man häufig Einschränkungen und „Nein“ zu hören, während man dabei zuschauen muss, wie die Erwachsenen scheinbar schalten und walten dürfen wie sie wollen. Sie müssen viel leisten, ständig lernen und sich entwickeln. Da möchte ich dann manchmal doch irgendwie gar nicht tauschen und bin froh viele dieser Hürden hinter mir zu haben. Aber als Erwachsener muss man eben auch ständig sich an die Anforderungen anpassen und hat seine eigenen Hürden zu bewältigen. Nur eben andere als Kinder. Und ja, da wünscht man sich manchmal einfach wieder Kind sein zu dürfen.

608. Was kannst du stundenlang tun, ohne dass es dir langweilig wird?
Hmm… malen, zeichnen, lesen… solche Dinge. Da kann ich mich schon mal drin verlieren. Allerdings habe ich ein bisschen verlernt die Ruhe dafür zu finden.

Fragen

609. Wann warst du zur richtigen Zeit am richtigen Ort?
Zuletzt in Hamburg, als wir genau die Zeiten ungewollt abpassten, so dass wir tatsächlich bis in das Theater rein kamen und für Gäste des Stücks gehalten wurden. Solche Momente gab es sicherlich immer wieder mal in den letzten Jahren, aber das war mein Highlight in der Hinsicht 2020.

610. Denkst du oft darüber nach, wie Dinge hergestellt werden?
Bestimmt, aber wenn dann nicht bewusst…

611. Welchen kleinen Erfolg konntest du zuletzt verbuchen?
Oh ich glaube in punkto Sport. Zum einen natürlich das Laufen, was sich so unglaublich entwickelt hat und wo ich neulich das erste Mal die 8 km schaffte und gestern erst *lach*. Lacht bitte nicht über mich, aber gestern gelang es mir endlich die Hulahoop Ring ein paar Minuten oben zu behalten. Ja, manchmal kann es so banal sein…

612. Wirst du am meisten jünger oder älter geschätzt?
Ganz lange wurde ich immer deutlich jünger geschätzt. Mit Anfang 30 hielt man mich oft noch für Anfang/Mitte 20 geschätzt, was sicherlich nicht zuletzt meiner kleinen Größe zu verdanken ist. Wie sage ich immer? „Ich bin klein und niedlich, da geht das“. Klein sein ist meine Superkraft quasi. Manchmal zumindest… irgendwann änderte sich das aber. Ich glaube älter als mein tatsächliches Alter wurde ich bisher nicht geschätzt, aber so langsam pendelt es sich wohl bei meinem tatsächlich Alter ein. Aber nicht vergessen: Man ist so alt, wie man sich fühlt.

613. Wann hast du zuletzt Sand zwischen den Zehen gespürt?
Letztes Jahr im August, als wir beim Erdbeerhof waren. Dort gibt es ein großes Sprungkissen, das von einer Sandfläche umgeben ist. Viel lieber hätte ich den Strand Griechenlands zwischen den Zehen gespürt, aber das dürfen wir irgendwann hoffentlich nachholen…

614. Welchen Beruf haben sich deine Eltern für dich vorgestellt?
Mein Vater hat immer gesagt „Hauptsache du machst etwas, das dich glücklich macht“. Wir hatten mal den Bereich Grafik Design gemeinsam ins Auge gefasst, aber es gab einfach zu viele Hindernisse, vielleicht habe ich mich auch einfach zu wenig konsequent bemüht, aber es macht nichts. Es ist ok so. Meine Eltern hatten sich nie konkret etwas für mich vorgestellt, sondern mich auf all meinen Wegen einfach begleitet und unterstützt. Witziger Weise konnte sich mein Vater für mich als Sportart aber immer gut Handball vorstellen, weil ich einen tollen Wurf habe *lach*. Und das, obwohl ich bis zum 9. Lebensjahr Ballett, Akrobatik und Modern Dance machte.

615. Welches Gerät von früher fehlt dir?
Welches Gerät… oh man… im Grunde wurden die Geräte von früher ja auch nur von moderneren Versionen seiner selbst abgelöst. Ich habe gerne und viel Zeit mit meinem alten SNES verbracht. Auch mit meinem Vater und Freunde, aber…hm… ne… schwierige Frage…

616. In welcher Hinsicht denkst oder handelst du immer noch wie ein Kind?
Wenn ich Entscheidungen treffen soll *lach*. Ja, ich bin meistens sehr unsicher, brauche einen Stups in die richtige Richtung. Jemand, der mir sagt, dass ich das ruhig machen soll und mich dabei am besten noch begleitet. Und dann bin ich dabei auch noch so, dass ich sage ich will das dann aber auch jetzt sofort bitte und kann sehr ungeduldig sein. Ein Kind bin ich manchmal auch noch in Situationen, in denen ich über meinen Schatten springen muss. Also irgendwelche Anrufe tätigen soll oder Leute ansprechen muss. Wenn ich alleine bin schaffe ich das irgendwie, muss ich ja (oder ich gehe einfach wieder, weil ich mich nicht traue) und ansonsten ziehe ich den Mann immer mit und sage „Kannst du das bitte machen?“. Ja, da bin ich wohl noch ein Kind…

617. Heilt die Zeit alle Wunden?
Heilen… hm… manche vielleicht. Ich glaube manche Wunden werden einfach nur unter einer Schicht versteckt, die manchmal etwas durchscheinender ist und manchmal einen guten Schutz bildet. Manchmal reissen sie ein wenig auf, wenn ein Musikstück kommt oder eine andere Erinnerung und dann fühlen sich diese Wunden wieder ganz frisch an. Es wird, glaube ich, mit der Zeit nur einfach erträglicher. Man lernt damit zu leben und umzugehen…

618. Bist du romantisch?
Jein. Ich denke in manchen Situationen schon, aber wir sind wohl einfach einfach. Ja, kein Tippfehler. Wir sind einfach einfach gestrickt *lach*. Ich brauche kein Bett aus Rosen, romantisches Kerzenlicht und schöne Musik im Hintergrund. Ich mag es einfach gemütlich. Einfach einfach halt.

Fragen

619. Was würdest du deinem jüngeren Ich mit auf den Weg geben?
Lass dich nicht immer so schnell verunsichern. Die Leute schauen dich nicht alle komisch an, sie denken nicht ständig schlecht über dich oder halten dich für seltsam. Du bist nicht seltsam, sondern absolut ok so wie du bist, also lass dich nicht schlecht reden oder verunsichern.

620. Was machst du mit Souvenirs, die du bekommen hast?
Die ich bekommen habe? Ich nehme mir ja gerne Souvenirs von Momenten mit, die einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen haben, aber im Laufe der Jahre hat das stark nachgelassen. Hm… die Frage lässt sich gerade nur schwer beantworten.

Schon einmal darüber nachgedacht?

… an manchen Tagen dreht sich irgendwie alles um Fragen. Die Fragen des Lebens. Die typischen Fragen im Alltag oder all die Fragen, die meinen Kindern durch den Kopf geistern. Manchmal bin ich den ganzen Tag lang nur am Grübeln und auf der Suche nach Antworten und diese zu finden ist nicht immer einfach.

Habt ihr euch heute schon ein bisschen Zeit für euch und die Fragen des Lebens genommen? Habt noch einen schönen Sonntag…

2 Kommentare zu „1000 Fragen an mich (601-620) -Sand zwischen den Zehen spüren“

  1. Das Kinderbild von dir ist total niedlich. Ich fand dich nicht verbittert, aber vielleicht auch weil ich dich zuerst über deinen Blog kennen gelernt habe und da bist du vielleicht mehr du selbst. Wer weiß…

    1. Anders herum hast du auch gesagt, dass es am Anfang schwer war an mich heran zu kommen *lach* Aber ja, als wir uns das erste Mal richtig getroffen haben, hatten wir ja schon Vorlauf :)

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