„Die zwölf Heldentaten des Herkules“ – Sagen für Kinder #Rezension

Herkules

Rezension*

Der große Sohn hat nun seit einiger Zeit in der Schule als zweite Fremdsprache Latein. Das ist spannend und kompliziert zugleich für uns. Englisch beherrsche ich halbwegs gut und sogar in Französisch könnte ich hier und da etwas aushelfen, aber Latein hatte ich selber noch nie und fange hier ebenso bei Null an, wie der große Sohn. Hinzu kommt, dass Latein ganz anders gestrickt ist und so, aus meiner Sicht, recht schwer zu lernen ist, was die Zeitformen angeht. Recht stumpf. Aber eine tolle Grundlage, wenn man später mal Spanisch oder dergleichen lernen möchte. Aber ich schweife etwas ab.

Das Drumherum ist sehr spannend, denn man beschäftigt sich eben nicht nur mit der lateinischen Sprache, sondern auch mit der Antike. Anders, als in den anderen Sprachen, beginnt man hier nämlich nicht mit „Mein Name ist“ oder „Ich wohne in“, sondern tatsächlich mit inhaltlich ganz anderen Themen, die sich auf die Antike beziehen. Wir lernen gerade einfach alle gemeinsam nochmal eine ganze Menge darüber. Als mir dann neulich das Buch in die Hände fiel, das ich euch heute vorstelle, musste ich direkt an den großen Sohn denken und traf den Nagel auf den Kopf, denn er fand es genauso spannend, wie ich.

„Die zwölf Heldentaten des Herkules“ neu erzählt von Anna Kindermann nach Gustav Schwab

Aus der Antike ist Herkules bekannt als eines der 48 klassischen Sternenbilder und jeder von uns kennt sicherlich die Sage rund um die Figur Herkules, nicht zuletzt durch den beliebten und bekannten Disney Film. Herkules ist ein Held aus der griechischen Mythologie und der wohl berühmteste Halbgott, den wir alle kennen. Ein unehelicher Sohn des Zeus, der oberste olympische Gott der griechischen Mythologie.

Herkules

In dem Buch „Die zwölf Heldentaten des Herkules“ erzählt uns Anna Kindermann mit Hilfe der Illustrationen von Timo Becker die Geschichte von Herkules noch einmal neu und vor allem kindgerecht, denn das Ziel ist es so spannende Sagen wie die von Herkules für Kinder ab 6 Jahren verständlich zugänglich zu machen.

Damit Herkules zu seinem Vater Zeus in den Olymp kann, muss er zuerst ein vollwertiger Gott werden und sich hierfür würdig erweisen. 12 gefährliche Aufgaben stellt ihm König Eurystheus, der den Mann mit den außergewöhnlichen Kräften eines Gottes zu Fall bringen und somit verhindern möchte, dass dieser ihm seinen Thron streitig macht. Doch Herkules kämpfte sich durch jede dieser 12 Aufgaben durch und musste dabei unter anderem sogar in die Unterwelt hinab steigen.

Herkules

Alte Sagen neu erzählt…

Im Kindermann Verlag existiert bereits eine ähnliche Buchreihe, die kindgerecht an Weltliteratur heranführt, wie zum Beispiel mit Geschichten über „Faust“, „Wilhelm Tell“ oder „Der Zauberlehrling“, ebenso im Bereich Poesie.

„Die zwölf Heldentaten des Herkules“ ist nun ein erster Einstieg die die Welt der griechischen Mythologie und Anna Kindermann und Timo Becker, wie ich finde, sehr gut gelungen. Der große Sohn war erst etwas irritiert, als ich ihm das Buch zum Lesen hinhielt, weil es ihm ein Gefühl von Unterricht vermittelte, vertiefte sich dann aber schnell in die Lektüre und erzählte mir später mit viel Begeisterung vom Inhalt des Buches und war sichtlich begeistert davon, wie alles aufgearbeitet wurde.

Noch lange lag das Buch auf seinem Nachttisch und wurde immer wieder mal gelesen. Es kam also scheinbar gut an. Erschienen ist das Buch, wie erwähnt, im Kindermann Verlag und umfasst 40 farbig illustrierte Seiten. Das Buch ist übrigens auch für den Paul-Maar-Preis 2021 nominiert.

*Anmerkung: Das Buch wurde uns vom Kindermann Verlag Berlin als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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