“Jacks wundersame Reise mit dem Weihnachtschwein” #Rezension

Jack

Rezension*

Eins habe ich noch!! Ein Weihnachtsbuch möchte ich euch noch vorstellen und Weihnachten hat ja noch ein paar Tage, bis es bei uns an die Tür klopft, also genießen wir diese Tage doch einfach noch. Lesen in der Vorweihnachtszeit hatte für uns ja schon eine ganze Zeit lang eine große Bedeutung und jetzt, wo sich die Kinder das erste Mal seitdem das alles begonnen hat, in Quarantäne befinden, ist diese nochmal umso größer. Schon in den letzten beiden Jahren hatte ich mit den Kindern zu Beginn der Weihnachtszeit ein Buch gekauft und jeden Abend ein wenig darin gelesen mit dem Ziel bis Weihnachten das Buch durchgelesen zu haben.

In den letzten beiden Jahren waren das die Geschichten vom Weihnachtosaurus, von dem es ja inzwischen sogar zwei Teile gibt. Beide haben die Kinder sehr geliebt und der kleine Sohn freute sich enorm, als er dieses Jahr im Nikolausstiefel die Bilderbuch-Version davon fand, die dieses Jahr erschienen ist.

Auch in diesem Jahr haben wir wieder ein Buch für die Weihnachtszeit ausgewählt und unsere Wahl fiel auf etwas, das neu erschienen ist und aus der Feder einer Frau stammt, die ganze Kindheiten geprägt hat.

“Jacks wundersame Reise mit dem Weihnachtschwein” von J.K. Rowling

Ja, ihr lest richtig, das Buch, das ich euch heute vorstelle, wurde von der Autorin der Harry Potter Reihe geschrieben. Verrückt, oder? Wenn überhaupt, so dachte ich immer, kommt von ihr vielleicht nochmal etwas zu Harry Potter heraus, aber da wurde man in den letzten Jahren vor allen bei den E-Books fündig, wo sie Hintergrundgeschichten veröffentlichte und eine alte Geschichte, die sie durch den Lockdown von Kindern illustrieren lies, kam in die Buchläden. Ihr erinnert euch vielleicht noch an “Der Ickabog“. Mir gefiel das sehr gut.

Dass sie nun tatsächlich eine Weihnachtsgeschichte für Kinder ab 8 Jahren herausbringen würde, das kam eher unerwartet, aber umso erfreuter war ich, dass wir direkt wussten, was wir dieses Jahr lesen könnten. Auch wenn ich mir unter einem Weihnachtschwein erst einmal nicht so viel vorstellen konnte.

Jack

Doch Swein ist Jacks bester Freund

Ich muss gestehen, als wir die ersten Kapitel des Buches lasen, überkam mich erst einmal ein seltsames Gefühl und ich fragte mich, ob das Buch wirklich etwas für meine eher doch sehr sensiblen Kinder wäre. Sensibel in der Hinsicht, weil der Anfang erst einmal ein wenig bedrückend ist. Auf Jack kommen dort nämlich viele Veränderungen zu. Seine Eltern trennen sich und er und seine Mutter ziehen auch noch um, so dass Jack sich vollkommen neu orientieren musste. Die Geschichte gewinnt aber recht schnell an Leichtigkeit und Jack fühlt sich schneller im neuen zu Hause wohl, als er gedacht hätte.

Immer mit dabei sein Kuscheltierschwein, das sein bester Freund ist und von ihm immer DS genannt wird. Niedliche Nebeninfo: Das Kuscheltierschwein heißt bei Jack Swein, weil er es früher immer so nannte . Für den Leser an mancher Stelle eine echte Herausforderung, aber es verleiht dem ganzen einen wunderbar kindlichen Charme.

In der Geschichte dreht sich also alles um Jack und seinen besten Freund Swein bzw. DS. Das Abenteuer findet schließlich seinen Anfang, als DS eines Tages plötzlich verschwunden ist und Jack aufbrechen muss, um ihn zu finden. Die Suche gestaltet sich allerdings schwieriger als gedacht, denn er muss hierfür in das Land der Verlorenen, einem magischen Ort. Ob am Ende alles gut wird?

Jack

Ich liebe die eher kürzeren Kapitel

Wenn man mit zwei Kindern zusammen so ein Buch liest, die fast 5 Jahre Altersunterschied haben, dann fällt die Geduld beim Zuhören eher unterschiedlich aus und ich habe die Angewohnheit, wenn wir ein Kapitel angefangen haben, es auch zu Ende zu lesen. Das gestaltet sich bei recht langen Kapiteln immer recht schwierig, denn der große Sohn kann unendlich lange zuhören, der kleine wird dann doch irgendwann eher unruhig.

Da die Kapitel in “Jacks wundersame Reise mit dem Weihnachtschwein” eher überschaubar kurz ausfallen und dafür einfach mehr davon da sind, komme ich nicht in diese verzwickte Lage und kann mit den Kindern gemeinsam abschätzen, ob wir heute Abend vielleicht 2 oder sogar 4 lesen, um Jack bei seinem Abenteuer zu begleiten. Auch schön ist, dass die 336 Seiten immer wieder mal durch schwarz-weiße Illustrationen von Jim Field unterbrochen sind, die dazu einladen ein wenig zu gucken und zu träumen, sie vorzustellen, wie das alles aussehen und wirken könnte. Eine gelungene Mischung, wie ich finde.

Insgesamt ein schönes Weihnachtsbuch über Freundschaft und darüber, wie Kinder mit der Zeit sich entwickeln und über sich selbst hinauswachsen können.

*Anmerkung: Das Buch für diesen Beitrag haben wir selbst gekauft.

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