Ich habe in mir nie eine Katzen – Mama gesehen…

Katzen

Ich hatte ja gehofft euch heute ein wenig von dem neuen Planer zeigen und erzählen zu können, aber statt diesem kam gestern nur unser neuer Küchen-Kalender an, in den ich für die ganze Familie sichtbar unsere monatliche Termine niederschreiben möchte. Das hat uns im letzten Jahr sehr dabei geholfen einen Überblick zu behalten. Stattdessen erzähle ich euch heute mal, wie die letzten Monate als Katzeneltern so für uns waren…

Fragte man mich früher, ob ich eher Katzen oder Hunde mögen würde, sagte ich immer: “Ich glaube eher Hunde, denn Katzen mögen mich überhaupt nicht”. Ich musste ehrlich überhaupt nichts machen. Ich lief einfach die Straße entlang und wenn wir dabei an einer Katze vorbei kamen, fauchte diese mich schon ganz automatisch an. Als ob ich irgendwie etwas an mir hätte, das Katzen einfach nicht mögen würden. Allerdings hielt ich eh immer Abstand zu ihnen, da ich keine tollen Geschichten über sie als Kind hörte und bei mir relativ früh eine Tierhaarallergie festgestellt wurde. Das scheint sich aber im Laufe der Jahre verwachsen zu haben, denn aus Niesen, roter Nase und roten Augen sobald ich nur in einen Raum mit Katzenhaaren kam, wurde ein Kribbeln und schließlich gar nichts weiter. Immerhin waren wir auch schon fast 8 Jahre Zwergkaninchen-Besitzer und auch das ging irgendwie gut.

Manchmal merke ich noch ein wenig von dieser Allergie, wenn ein Tier mich kratzt, da der Kratzer recht schnell dick und rot wird und einige Tage juckt und brennt. Das ist aber auch schon alles.

Im Laufe der letzten Monate sind wir also zu Katzeneltern geworden

Ende Februar, Anfang März zogen sie nun bei uns ein. Ihr habt sie schon des Öfteren in dem einen oder anderen Beitrag entdecken können: Frida und Felis.

Katzen

Während Frida sich zu Anfang wirklich schwer getan damit hat sich auf Menschen einzulassen, war Felis direkt vom ersten Tag an die Zutrauliche. Ich sage immer “die wusste sich zu verkaufen” *lach*. Schon als wir sie kennenlernten umwanderte sie unsere Füße und kuschelte intensiv mit dem kleinen Sohn. Frida brauchte ihre Zeit, versteckte sich zu Anfang sehr viel und die ersten Tage sahen wir sie fast gar nicht. Nur der große Sohn schaffte es ihr Vertrauen mit ganz viel Geduld zu gewinnen. Stunden lang lag er vor dem Schrank, unter dem sie sich immer versteckte, und rührte sich nicht. Streckte nur die Hand aus und wartete darauf, dass sie auf ihn zukam und irgendwann wurde er tatsächlich für seine Geduld belohnt. Frida traute sich mehr und mehr hervor und  ist inzwischen fast noch zutraulicher, als es Felis schon von Beginn an war. Faszinierend, oder?

Katzen

Ihr könnt euch sicherlich denken, dass es den kleinen Sohn sehr stolz und glücklich machte, dass ihm das gelungen war. Die Kinder haben die Katzen gerne um sich, auch wenn die Klos (wie erwartet), nun doch vor allem in meinen Verantwortungsbereich fallen, so nehmen sie viel Rücksicht auf die Katzen und lieben sie abgöttisch. Betreten sie einen Raum, gehen sie kurz in die Hocke, lassen sich mit dem Kopf begrüßen oder kuscheln, streicheln die Katzen einmal und gehen dann weiter. Klar haben wir auch schon das eine oder andere nervenaufreibende Abenteuer mit den beiden erleben dürfen, aber wir sind im Laufe der letzten Monate mehr und mehr zusammen gewachsen.

Die Katzen scheinen wie ein Seelentröster in einer schweren Zeit

Das erste Mal merkte ich das, als ich nach meiner zweiten Corona-Impfung so richtig massiv platt lag. Es ging mir dreckig. Und zwar heftig dreckig. Das volle Programm: Fieber, Schüttelfrost, Gelenk- und Gliederschmerzen, der ganze Rücken tat weh und der Kopf war kurz vor dem Platzen. Ich konnte ehrlich nur liegen, liegen, liegen und irgendwie schlafen. Ich ging nicht mal hoch ins Bett, sondern lag einfach auf dem Sofa. Zwei Tage lang und dann ging es wieder. In dieser Zeit wich Frida nicht von meiner Seite. Sie lag die gesamte Zeit bei mir. Mal auf meinem Brustkorb, mal an meiner Seite. Als ob sie mich beschützen und wärmen wollte.

Katze

Ähnlich verhielt es sich auch jetzt im Dezember, als die Kinder lagen und litten. Felis legte sich immer wieder an das Fußende vom kleinen Sohn und blieb dort, wie ein kleiner Patronus. Auch Frida kam immer wieder und suchte die Nähe zu den Kindern. Wie Krankenschwestern schauten sie immer wieder nach ihnen, wärmten sie, beschützten sie. Das war ein ziemlich spannender Moment, denn so hatte ich Katzen nie kennengelernt. 

Im Groben machen die Katzen ja was sie wollen

Am Tag bekommt man wenig von ihnen mit. Sie suchen sich sonnige oder warme Plätzchen, kuscheln sich dort ein und rühren sich manchmal Stunden lang nicht vom Fleck. Zwischendurch stehen sie auf, streunern herum, essen und trinken etwas und dann kuscheln sie sich irgendwo ein.

Frida fing irgendwann mal damit an sich auf meinen Schoß zu kuscheln, wenn ich am Laptop ein wenig arbeite. Wie eine wärmende Decke sitzt sie dort nun ständig, schnurrt zufrieden vor sich hin, fährt immer wieder ihre Krallen genüsslich in meine Oberschenkel und leistet mir Gesellschaft *lach*. So ist man nie alleine.

Katzenkontent

Abend werden sie munter, rennen von links nach rechts und von oben nach unten und manchmal schleppt Frida tatsächlich ihre Lieblingsspielzeuge an und fordert Spielzeit ein. “Miaaaauuoooo” ertönt dann und manchmal hört es sich – ICH SCHWÖRE – an wie “Mamaaaa”. Verrückt, oder? Dann spielen wir ein paar Minuten mit der Lieblingsangel oder ich werfe für sie den Folienball immer und immer wieder und sie spielt dann damit und bringt ihn wieder zu mir, damit ich ihn wieder werfe. Das hat schon manchmal etwas von einem Hund *lach*. Und wenn sie sich dann ausgetobt, gefuttert, getrunken und vielleicht auch nochmal das Klo besucht haben (was sie übrigens bevorzugt immer dann gerne machen, wenn ich auch auf Toilette gehe), dann legen sie sich wieder zu uns auf das Sofa, am liebsten auf unseren Schoß, und lassen sich ordentlich durchflauschen.

Und dann gibt es hier auch die berühmte “Yogakatze”

Wer mir auf Instagram folgt, der hat schon Bekanntschaft mit ihr gemacht. Felis scheint eine Vorliebe für meine Yogamatte entwickelt zu haben. Es gibt übrigens eine Steigerung davon, aber davon erzähle ich euch gleich noch mehr. Zu Beginn war das eine echte Herausforderung, denn sobald ich eine Decke oder Matte auf den Boden legte, war sie schon da und machte sich dort breit. Ganz lang machte sie sich, putzte sich intensiv und ließ sich auch nicht mehr davon überzeugen, dass die Matte doch für mich gedacht war. Teilen wollte sie auch nicht und das gab schon mal den einen oder anderen Batscher von ihr, wenn ich sie von der Matte runterholen wollte.

Yogakatze

Der Mann traute sich manchmal schon gar nicht mehr mitzumachen, weil sie dann einfach kam und mitten in der Übung sich unter den Bauch setzte, der sich gerade im Katzenbuckel befand oder sich ans Fußende bewegte, wo man ja gerade mit seinen eigenen Füßen hinmusste.

Inzwischen haben wir uns da aber prima eingespielt und sie legt sich meist immer da hin, wo wir gerade nicht sind. Als ob wir gemeinsam Yoga machen würden. Daher fing ich irgendwann an Felis die Yogakatze zu nennen *lach*. Aber nun die Steigerung…

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Frida fing irgendwann an sich das bei Felis abzuschauen und legte sich ebenfalls auf die Matte. Soweit so gut. Inzwischen ist sie aber dazu übergegangen sich gerade am Ende, wenn es darum geht sich zu entspannten, auf einen drauf zu legen. Auf den Bauch, auf die Brust, auf den Rücken… eben dort, wo es gerade passt und wenn man dann mal in der Haltung des Kindes ist, dann kann es auch mal passieren, dass sie sich mitten in der Übung einfach oben auf deine Schulterblätter setzt und es sich bequem macht. Das ist schon ein Erlebnis für sich. Und dann sitzt sie dort, schnurrt und genießt einfach die Nähe.

Und ich genieße ihre Anwesenheit inzwischen auch sehr…

Das hätte ich nach den Erfahrungen und Berichten aus meiner Kindheit ehrlich gesagt niemals gedacht, dass ich mit Katzen irgendwann mal so warm und glücklich werden könnte. Ich freue mich, wenn sie direkt zur Tür gerannt kommen, wenn wir nach Hause kommen. Ich freue mich, wenn sie sich abends zu mir auf das Sofa setzen und wir gemeinsam kuscheln. Und wir kuscheln wirklich, denn Frida akzeptiert es ohne Murren, wenn ich meinen Kopf mal bei ihr anlehne und auch Felis legt mir manchmal liebevoll ihre Pfoten auf den Kopf, wenn ich vor ihr stehe.

Ich empfinde es als unglaublich beruhigend und wohltuend, wenn sie sich zu mir legen, wenn es mir nicht gut geht oder wenn sie einfach bei mir sein wollen, wenn ich gerade etwas arbeite. Klar rennen sie einem auch ständig zwischen die Füße, machen Dreck und Kotzen auch einfach mal in den unpassenden Momenten mitten ins Wohnzimmer, aber das gehört dazu und dann ist man füreinander da.

Katzenkontent

Ich liebe es, wie sie den Alltag der Kinder bereichern und wie gerne die Kinder sie in ihre Zimmer lassen und sich freuen, wenn Frida und Felis bei ihnen vorbei schauen. Und ich finde es grandios, wie wir sogar Hobbies, wie Yoga miteinander teilen *lach*.

Ein kleiner Fun-Fakt am Ende: Eine Katze durften wir Eltern benennen, eine Katze die Kinder. Diese wollten der schwarzen Katze gerne einen Namen geben und recherchierten und überlegten lange. Am Ende entschieden sie sich für die lateinische Variante “Felis”. 

So, und nun hoffe ich, dass heute mein Planer endlich ankommt und ich euch morgen dazu ein bisschen mehr erzählen kann…

4 Kommentare zu „Ich habe in mir nie eine Katzen – Mama gesehen…“

  1. Die beiden haben wirklich Glück so ein tolles Zuhause bei euch gefunden zu haben und diese Dankbarkeit zeigen sie offensichtlich bei jeder Gelegenheit und geben einem auch was zurück.
    Auch ich war ja erstmal nicht der große Katzen-Fan, wie du weißt. Ich habe sie zwar schon immer gerne gestreichelt, wenn mir welche begegnet sind und meine Oma hatte immer eine Katze, aber so manches Mal schlug das Kuscheln mit mir unbekannten Katzen auf den Straßen plötzlich in Fauchen und den Einsatz von Krallen um. Unberechenbar erschienen sie mir. Ob Hund oder Katze – ich wollte immer lieber Kaninchen…
    Doch als das Kapitel Löffeltiere für uns zu Ende ging und die große Tochter mit dem Wunsch nach einer Katze kam, merkte ich, dass auch mir ohne Haustiere etwas fehlt und so begann ich zu recherchieren wie das Leben mit einer Katze aussehen könnte. Das Ende vom Lied kennst du ja und ich möchte unsere beiden Fellnasen nicht mehr missen. Sie tun uns allen so gut.

    1. Sie kommen auf jeden Fall immer irgendwie im richtigen Moment. Oft genug zwar auch unpassend (gestern beim Yoga kletterte Frida immer wieder über uns rüber), aber doch meist genau dann, wenn man mal eine Kuscheleinheit braucht, ohne dass sie ständig deine Aufmerksamkeit fordern.

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