Wie unser Hausdrama endlich ein Ende fand…

Handwerker

Am 16. Mai feierten wir übrigens nicht nur den 7 Geburtstag unseres großen Sohnes, an dem Tag sollte unsere Baustelle, die wir Dank des Sturms Xavier seit Oktober 2017 hatten, ein Ende finden. Für diesen Tag hatte sich die Küchenfirma noch einmal angekündigt und wollte am Vormittag, während das Geburtstagskind in der Schule war, die letzten Mängel beseitigen.

Das Gefühl, dass es wohl nie ein Ende finden würde, war übermächtig.

Ich hatte mein Mantra. Der 16. März. Das sollte der Tag sein, an dem die neue Küche kommt. Das sollte der Tag sein, an dem alle Schäden beseitig, alle Wände neu gemacht und die Böden fertig sein sollten. Die neue Küche sollte quasi das Highlight des Dramas werden und es endlich beenden. 

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Natürlich lief es nicht wie geplant. Die Maler konnten gerade so rechtzeitig die Wände wieder herstellen. Einer musste sogar nach Einbau der Küche wieder kommen, um rund um die Schränke herum einen letzten Anstrich zu machen. Der neue Fußboden im Wohnzimmer sollte eine Woche später gemacht werden. Das klappte sogar richtig gut. Trotz fehlender Infos bezüglich der Aufteilung im Wohnzimmer, schafften die Tischler an nur einem Tag das komplette Wohnzimmer.

Doch obwohl Wände und Fußboden endlich fertig und die Küche drin war, war das Drama für uns noch nicht vorbei. Ich konnte nicht mehr.

Mängel entstehen, das ist normal…

10 Stunden haben die Monteure der Küchenfirma bei uns gebuckelt und die Küche eingebaut. Dass es einem Handwerker nach so vielen Stunden mal passiert in eine Tür zu bohren, weil er die Struktur nicht bedacht hat, das kann man noch verstehen und die Tür wurde ja auch ersetzt. Aber es fehlten Sachen. Die Platte für die Durchreiche zum Beispiel, die wir extra dazu bestellt und bezahlt haben. Verschiedene Kleinigkeiten, die Unschönheiten verdecken sollten. Am nächsten Tag entdeckten wir auch noch lockere Schrauben, einen Tropfenden Abfluss und andere Kleinigkeiten, die bei dem Preis einfach nicht sein sollten. Und das Highlight? Der Kühlschrank funktionierte nicht. Unseren alten hatten wir zu dem Zeitpunkt aber schon abgegeben und mussten nun mit einem Mini – Kühlschrank auskommen, der bei einer vier köpfigen Familie vorne und hinten auf Dauer nicht reichte und die Lebensmittel ständig einfrieren ließ.

Der Grund konnte angeblich nicht gefunden werden. Unsere Steckdose könne das Problem nicht sein, denn sie hätten es mit dem Kühlschrank auch an einem anderen Anschluss versucht.

Viel Telefonieren unsererseits sorgte dafür, dass wir zwei Wochen später ein neues Gerät bekommen sollten. Als dieses kam waren die Handwerker verwundert. Das vorhandene Gerät funktionierte nämlich doch. Nur eben nicht an unsere Steckdose. Also zogen sie wieder ab und wir suchten das Problem.

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Ein Loch in der Wand…

Das Problem fanden wir dann auch nach einigem Gesuche: Die Monteure hatten den Schrank an der Wand befestigt und dabei genau in die Leitung für die besagte Steckdose gebohrt. Ein Elektriker kam und schaute sich das an, ein weiterer Monteur kam, um zu überprüfen, ob wir keinen Quatsch erzählten und ein neuer Termin flatterte ins Haus. Inzwischen war übrigens April. Die Mängel vom März waren auch noch nicht vollständig beseitig. Ihr könnt euch unsere Laune vorstellen, so schön alles andere inzwischen dann doch schon aussah.

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Am 16. Mai würden sie kommen, das Loch in der Wand flicken (nach viel Diskussion unsererseits), die fehlende Arbeitsplatte mitbringen und die beschädigte Tür und einen Teil der Arbeitsplatte, die ebenfalls bei der Montur beschädigt wurde, auszutauschen. Die halbe Küche wurde wieder ausgebaut und wir blickten am Tag des Geburtstags auf ein erneutes riesiges Chaos in der Küche.

Ende gut, alles gut?

Die Arbeiter wurden rechtzeitig fertig. Als ich den Minihelden aus der Schule abholte, waren sie wieder weg. Die neue Tür war drin, die neue Arbeitsplatte, die kleinen Mängel beseitig und der Kühlschrank funktionierte. Endlich! Endlich durchatmen. Nun gilt es nur noch Kleinigkeiten zu machen. Ein paar Steckdosen. Eine Leiste…solche Sachen halt.

Aber halt, Moment. Was ist das? Als ich nach unserem Wochenende in Frankfurt das Plättchen, das zum Stabilisieren der Platte in der Durchreiche steckte, heraus zog, weil ja nun angeblich alles fest sein sollte, wackelte diese fröhlich hin und her…. AAARGH. Wieder die Küchenfirma anschreiben, denn uns wurde ja gesagt, nachdem das Silikon getrocknet wäre, würde die Platte fest sitzen. So viel dann dazu, ne?

Und achja…das Dach wurde übrigens dann auch Ende April fertig.

Im Vergleich zu vorher Peanuts und dennoch ärgerlich!

8 Monate… 8 Monate kämpfen wir nun schon mit Dachschaden, Wasserschaden, unzumutbaren Wohnumständen, Feuchtigkeit, Kälte, Baustelle, fehlende Küche, Schimmel und und und… 8 Monate, in denen wir ständig zurück stecken und unter schweren Umständen leben mussten. War das eine Problem beseitigt, kam ein neues dazu. Durchatmen? Wie auch?

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Ich bin froh, dass ich den Vorgarten langsam wieder in einen Normalzustand bekommen habe, denn der sah Zeitweise aus wie eine Müllhalde Dank Bauschutt und co. Die Küche und das Wohnzimmer und ja auch der Flur sehen endlich wieder schön aus, so dass ich sagen kann, dass diese Arbeitsplatte wirklich im Vergleich zu vorher Peanuts ist. Weniger ärgerlich ist es dadurch aber nicht. Inzwischen kam die Küchenfirma übrigens nochmal, nahm die Platte nochmal raus und setzte sie neu ein. Nun sitzt sie fest. Puuuh…

8 Monate und wir können noch immer nicht sagen, dass es zu Ende ist. Naja, fast. Peanuts halt. Kleinigkeiten. Die Hauptsache ist, dass wir endlich wieder normal leben können und Menschen, die unser Haus betreten sich nicht fragen müssen, welche Bombe wohl hier eingeschlagen ist.

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Aktuell haben wir nochmal ein Baugerüst am Haus stehen, da die Wand der Nachbarn durch den Wasserschaden auch äußerlich beschädigt wurde und der Schaden sich leider nur von unserem Grundstück aus beheben lässt. Zwei Wochen Baugerüst vor unserem Fenster. Peanuts. Oder?

Also doch, irgendwie hat das Drama ein Ende gefunden. Aber bitte nicht nochmal, ok?

2 Kommentare

  1. 8 Monate, puh. Das Drama mit der Küche hätte mich wahrscheinlich längst alle Nerven gekostet. Hoffentlich ist das Thema durch wenn die Arbeitsplatte dann fest sitzt…
    Gedrückte Daumen aus einer anderen Ecke Berlins.
    Liebe Grüße,
    Franziska

    • Sarah Kroschel

      Die Küche war ja leider nur eines von vielen Problemen. Wir konnten ja Wochenlang quasi die gesamte untere Etage nicht nutzen. Der Flurboden war raus, die Küche war raus, die Wände aufgerissen, im Wohnzimmer Löcher in den Boden gebohrt und alles was aus der Küche raus musste, stand in Kisten im Wohnzimmer. Das Zimmer vom Kleinen wurde zur Abstellkammer und der Große musste bei uns schlafen, weil auch sein Zimmer vom Wasserschaden betroffen war und voller Entlüfter und Heizplatten stand. Es war laut, warm, stickig, teilweise eiskalt, weil ständig Türen bei Minusgraden offen standen und wir hätten jede Woche Handwerker im Haus.

      Manchmal frage ich mich auch, wie wir das überstehen konnten und manche sagten, dass sie es erstaunlich fanden, dass wir noch nicht vollends durchgedreht sind. Wir waren irgendwie in einem Standby Modus oder so… ich weiß auch nicht *lach*

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