Die Brille und ich! Eine Geschichte ohne Ausgang…

Brille

*Werbung* Der folgende Artikel enthält evtl. Bilder mit Produkten oder Personen, die wir in unserem Alltag nutzen. Wir haben keine Bezahlung für das Zeigen derselbigen erhalten.

Wisst ihr, seid einigen Jahren sage ich immer wieder zu meinem Mann „Du, ich bräuchte dringend mal wieder eine neue Brille“. Es kam irgendwann der Tag, an dem ich merkte, dass es in manchen Situationen einfach nicht mehr ohne geht. Damals ging es um eine Stadtkarte an einer Bushaltestelle, auf der ich plötzlich die Straßennamen nicht mehr lesen konnte, als ich mit einem Freund eine bestimmte suchte. Er musste tatsächlich auch aus dem Auto aussteigen, um doch selber nachzuschauen. Das war mir schrecklich unangenehm und die Erkenntnis traf mich hart. Als der Augenarzt nämlich damals feststellte, dass ich eine Brille bräuchte, sprachen wir von einer Lesebrille. Damals fand ich das auch noch unglaublich cool, denn meine beste Freundin hatte eine Brille und das wollte ich auch.

Tatsächlich setzte ich die Lesebrille dann aber nur selten auf. Warum auch? Ich kam ja prima ohne aus und was man nicht unbedingt braucht, daran denkt man auch nicht so wirklich, oder? Bei Medizin ist das ja auch nicht anders: So lange die Symptome da sind nimmt man sie, aber so bald keine Schmerzen, kein Jucken oder ähnliches mehr da ist, ist auch nichts mehr da, das einen an die Medizin erinnert. 

Nach diesem Vorfall zog ich los und suchte mir eine neue Brille

Das war der Moment, in dem ich jedenfalls beschloss, dass die Lesebrille reaktiviert werden müsse und ging zum Optiker, um meine Werte neu bestimmen und mir eine neue Brille machen zu lassen. 

Ich muss leider zu meiner Schande gestehen, dass sich dadurch aber kaum etwas bei mir geändert hatte. In den meisten Situationen kam ich noch gut zurecht und so lag die Brille überwiegend rum. Es sei denn ich hatte gerade so ein Phase, in der ich meine Brille einfach als schick empfand. Ja, manchmal kann man so eitel sein, nicht wahr? Natürlich nahm ich immer wieder mal wahr, dass ich sie eigentlich bräuchte. Wenn ich Schachteln in der Hand hielt oder andere Dinge lesen wollte und länger mit dem Scharfstellen meines Blickes beschäftigt war, als eigentlich notwendig gewesen wäre. Und dann kamen die Kinder und damit der ultimative Grund, warum ich mich erst einmal nicht weiter darum bemühte. Ich hatte schlichtweg keine Zeit.

Es wurde auch nicht mehr besser. Klar, oder?

„Mama, liest du mir etwas zum Einschlafen vor“, kam der Miniheld immer öfter abends und je nachdem, welches Buch er dafür aussuchte, lautete meine Antwort immer häufiger „Moment, ich muss nur schnell meine Brille holen“. Es ging zwar auch immer noch ohne, wenn es sein musste, aber das Lesen der Wörter dauerte dann entsprechend manchmal auch etwas länger. Es half nichts… die Brille sollte nun doch langsam zu meinem besten Freund werden.

Brille

Es ist an der Zeit für eine neue Brille!

So viel zur Vorgeschichte, die für den einen oder anderen sicher nicht sonderlich interessant klingen mag. Also warum erzähle ich euch das hier heute? Nun ja, eventuell liegt es daran, weil sich die Geschichte der neuen Brille für mich zu etwas entwickelt hat, was mich derzeit doch etwas verunsichert.

Vor dem Urlaub betraten wir wieder einen Optiker. Wir wollten uns einen Eindruck von den Preisen machen und vielleicht auch eine anfertigen lassen. Der Mann hatte Urlaub und wir somit ein bisschen anders Zeit, um das Thema endlich mal anzugehen. „Immerhin rede ich schon seit zwei Jahren davon, dass ich mal dringend eine neue Brille bräuchte“, erklärte ich der Verkäuferin und der Held stand etwas schmunzelnd neben mir. Ich fischte meinen alten Brillenpass aus der Tasche (keine Ahnung, warum ich das alte Teil tatsächlich noch dabei hatte) und stellte mit erschrecken fest: 2 Jahre?? Die letzte Brille war tatsächlich 9 Jahre her. Es war also mehr als nur dringend notwendig, dass da endlich ein Update stattfand. Ohweia… Da merkt man mal, wie die Zeit an einem vorbei rast, oder?

Da der Held gerne noch Preise vergleichen wollte, verließen wir den Laden erst einmal wieder und fuhren in den Urlaub. Danach wollten wir das Thema in Angriff nehmen.

„Warten sie bitte kurz, ich komme gleich wieder“

Mit diesen Worten ließ mich dann letzte Woche die Optikerin in einem anderen Laden hinten im Zimmer sitzen, in dem der Sehtest gemacht werden sollte. Vorher hatte ich mir zwei schöne Modelle ausgesucht und der Held hatte sich die verschiedenen Preismöglichkeiten erklären lassen. Wir wollten mir endlich eine Brille anfertigen lassen. 

Geschlagene 20 Minuten saß ich mit der Dame an dem Gerät für den Sehtest und dann strich sie sich etwas ratlos die Haare aus dem Gesicht und verschwand aus dem Raum. „Ich bin gleich wieder da“, sagte sie und ließ mich so zurück. Der Test verunsicherte mich etwas. Ich konnte die Buchstaben lesen, auch wenn ich denke, dass sie mir manchmal nicht gesagt hat, dass ich vielleicht manche falsch gesagt habe. Was ich allerdings nicht konnte, das war am Ende die zwei Bilder wieder zu einem zusammen zu fügen. Ich konnte mich noch so sehr anstrengen und konzentrieren – ich sah zwei Bilder, die eigentlich eines hätten sein sollen. Ich war nervös und fragte mich, warum die Dame jetzt weggegangen war und mich so zurück gelassen hatte.

Nach ein paar Minuten kam sie wieder: „Einen Versuch möchte ich noch machen“, sagte sie und setzte mir das Gerät noch einmal auf die Nase. Ich sah zwei Striche. Sie sollten eigentlich ein Kreuz ergeben. Taten sie aber nicht. „Damit ist diese Frage auch beantwortet“, nuschelte sie kurz vor sich hin und nahm mir das Gerät ab. „Wir werden wohl noch einen Termin machen müssen“, erklärte sie mir und führte weiter aus, dass da wohl ein Meister drauf schauen musste. „Sie schauen ‚um die Ecke‘ „, sagte sie, als sie meinen verunsicherten Blick sah. Zumindest nennt sie es gerne so. 

Alles gar nicht so einfach…

Das Ende dieser Geschichte bis zu diesem Punkt sieht so aus, dass ich wohl eine etwas andere Brille bräuchte. Meine Augen machen wohl nicht das, was sie eigentlich sollen und wenn ich so darüber nachdenke, habe ich wohl tatsächlich des Öfteren diese Situation, in der ich dachte, ich würde verschwommen schauen, dabei war es wohl einfach doppelt. Wer weiß. Vielleicht erklärt sich nun auch, warum ich mit den 3D Filmen immer so meine Probleme hatte.

Nun habe ich also morgen einen neuen Termin und dieses Mal macht wohl jemand anderes den Test noch einmal mit mir, um heraus zu finden, ob ich sogenannte Prismen im Glas brauche oder nicht. Diese sollen das „schiefe Gucken“ wohl ausgleichen. Es wäre nichts Schlimmes, das kommt schon mal vor, hatte sie mir gesagt, aber es ist dennoch etwas, das mich derzeit ein wenig aus der Bahn wirft. Zumal sie mir sagte, dass ich nun die Brille auch nicht mehr ausschließlich als Lesebrille, sondern als guten und täglichen Freund nutzen sollte.

Morgen also erfahre ich mehr und werde dann hoffentlich wieder etwas ruhiger. Wie ist das bei euch? Tragt ihr eine Brille? Nur zum Lesen oder den ganzen Tag? Habt ihr schon einmal von diesen Prismen im Glas gehört? 

6 Kommentare

  1. Hallo,

    ja auch ich trage eine Brille. Vor der Geburt meiner Tochter 2016 habe ich viel Kontaktlinsen getragen, doch seitdem auschließlich eine Brille. Meine aktuelle ist leider im Mai bei einer Auseinandersetzung kaputt gegangen, und ich laufe momentan mit alten Gläsern durch die Welt. Ich brauche dringend eine neue , und nach der Eingewöhnung meiner Tochter in der Kita hoffe ich, dass ich die Zeit finde zum Augenarzt und zum Optiker zu gehen. Wie schon bei facebook geschrieben würde ich an deiner Stelle auch mal beim Augenarzt vorbeischauen. Klar haben Optiker viel Erfahrung mit dem Ausmessen, aber ich bin der Meinung sie können einen Augenarzt nicht ersetzen.

    Liebe Grüße aus dem Bergischen
    Mary

  2. Das habe ich auch durch und trage seit 10 Jahren ca. eine Brille mit Prismen. Meine Sehstärke ist wunderbar, aber meine Augen kreuzen sich bei ca. 2m und weswegen ich in der Ferne manchmal etwas verschwommen sehe. Mit Brille ist nun alles wunderbar und ich hätte nie gedacht, so weit noch alles so scharf zu sehen. Ich dachte immer das ist halt so, in der Entfernung.

    Einziger Nachteil, Prismen sind teurer und es gibt keine Kontaktlinsen. Aber dafür brauche ich die Brille auch nicht so oft, nur beim Autofahren auf jeden Fall und wenn ich lange und viel auf eine Stelle schauen muss. Desweiteren hilft sie mir auch gegen Kopfweh, da durch diese Korrektur, die die Augen versuchen auszugleichen, bei mir schnell Kopfweh verursachte.

    Ansonsten finde ich Brille stylisch und ich habe heute grad zwei neue bestellt, normale Brille und Sonnenbrille :)

    • Achja, vor 10 Jahren hat es bei mir der Optiker festgestellt. Ich habe letzte Woche das erste Mal einen Augenarzt besucht und der hat das dann auch bestätigt, weil ich auch nie sicher war obs nur Geldmacherei ist (weil Prismen eben teurer sind) aber der Arzt meinte das solche Messungen selbst bei ihnen in der Klinik auch teils „nur“ Optiker machen, von daher ist denen auch zu trauen ;)

  3. Hallo,

    das klingt ja für mich nach Hornhautverkrümmung. Warum klingt es so für mich? Abgesehen davon, dass ich kurzsichtig bin habe ich auch eine Hornhautverkrümmung und sehe ohne Sehhilfe doppelt. Oder du schielst. Ich bin mal gespannt, was bei deinem nächsten Termin raus kommt.

    Viele Grüße
    Ariane

  4. Yvonne van Brakel

    ;-) Ich kenne das… Nur etwas anders…
    Ich war damals mit Kind1 schwanger und sah manche Schilder leicht verschwommen. Dann stillte ich und ich sollte warten bis zum Abstillen, wegen der Hormone. Ok.
    Danach wurde ich wieder schwanger, stillte auch Kind 2 recht lange.
    Die Brille und das drumherum hatte ich schon etwas vergessen. Man arrangiert sich eben.
    Dann war ich schwanger mit Kind 3 und auch wieder gestillt… Somit ging ich dann letztes Jahr im November zu einem Optiker und machte einen Sehtest. Mir gefiel aber keine Brille… Dann kam immer wieder etwas anderes dazwischen und um Ostern rum fiel es mir wieder ein.
    Eine Brille könnte evtl. helfen…
    Zweiter Anlauf. Ich fand eine schicke randlose Brille, die es dann auch wurde. Aber beim ersten Messen sind Fehler passiert und so musste nachgemessen werden und die Brille wurde eingeschickt.
    Empfohlen wurde mir sie immer zu tragen, nicht nur beim Auto fahren… Aber ich mag meine Brille.
    Manchmal vergesse ich sie. Da bin ich dann froh, dass sie nicht im Führerschein drin ist :-) – doch besser ist mit.
    Ganz liebe Grüße und gutes gewöhnen an den neuen Begleiter!

  5. Pingback: #bestofnine im August - Ferienende, Schulkind und nun auch Kitakind

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