„Theo und der Mann im Ohr“ – Eine Schul – Mutmach – Geschichte #Rezension

Theo

Werbung / Rezension – Das Buch wurde uns von Ravensburger für diesen Beitrag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt

Ich glaube als Kind bin ich gerne zur Schule gegangen. Genau weiß ich es nicht, dafür ist das alles schon wieder viel zu lange her, aber ich kann mich an eine Zeit erinnern, in der ich sogar extra früher aus dem Haus gegangen bin, weil ich unbedingt schon so früh an der Schule sein wollte, wie die Schülerlotsen. Ich kann mich auf jeden Fall nicht daran erinnern, dass ich in der Grundschule mit Bauchschmerzen in den Unterricht kam. Das ist ein gutes Zeichen, oder?

Ich kann mich an Freunde erinnern und an Lieblingslehrer. An einen Papagei, den ich im Werkunterricht selber aus Holz hergestellt habe und daran, dass ich wie ein Junge werfen konnte. Ich kann mich auch daran erinnern, dass meine Klassenlehrerin meine kleinen Kurzgeschichten sehr mochte und sie immer an die Pinnwand in der Klasse hing, damit alle sie lesen konnten. An meine Grundschulzeit erinnere ich mich eigentlich ganz gerne. Anders war es in der Oberschule, aber das ist ein anderes Thema…

Theo hat Fuß – Nasen – Schnupfhusten!

Theo ergeht es da nämlich ganz anders als mir damals. Er hat Angst in die Schule zu gehen und möchte lieber zu Hause bleiben. Geplagt von schlechten Träumen, in denen er im Schlafanzug in der Schule sitzt und von seinen Mitschülern ausgelacht wird, während er die Antwort auf die Frage der Lehrerin nicht weiß, die immer größer und größer wird, wacht er schweiß gebadet auf und hofft, dass seine Mutter ihn zu Hause lässt.

Doch diese glaubt nicht so recht an Schnupfhusten und Nasenweh und möchte wissen, was da eigentlich los ist. Bevor Theo ihr jedoch sagen kann, dass er das Gefühl hat, dass sein Kopf leer ist, wird sie von einem Telefonat abgelenkt. Und da hört Theo plötzlich eine Stimme aus seinem Bücherregal kommen…

Theo

„Theo und der Mann im Ohr“ – Eine Schul – Mutmach – Geschichte von Cally Stronk

In seinem Bücherregal trifft Theo auf den winzig kleinen Mann Peppino Furzius von Schlabber. Peppino ist von Beruf Vorsager und übt seine Arbeit von Ohr aus. Das heißt: Wenn man sich damit einverstanden erklärt, dass Peppino sich in sein Ohr setzt, dann kann er einem von dort aus alle richtigen Antworten vorsagen, ohne das einer etwas mitbekommt. Peppino weiß nämlich einfach alles.

Da muss Theo nicht lange überlegen und setzt Peppino in sein Ohr. Von da an hat er keine Bauchschmerzen mehr. Im Unterricht macht Theo fleißig mit und weiß tatsächlich alle Antworten. Inzwischen macht ihm Schule sogar richtig Spaß und selbst vor dem bevorstehenden Mathetest hat Theo keine Angst mehr. Doch dann passiert etwas Unerwartetes und Theo muss über sich selbst hinauswachsen…

Manchmal braucht es nur ein bisschen mehr Selbstvertrauen

Theo und der Mann im Ohr“ ist ein Erstlesebuch der Leserabe Reihe aus dem Ravensburger Verlag. Insgesamt ist es eine wirklich schöne Geschichte, die einem zeigt, dass ein bisschen Selbstvertrauen nicht schaden kann.

Theo

Viel zu oft sind wir die größten Zweifler und stehen uns mit unseren Ängsten und Unsicherheiten selbst im Weg. Erst nachdem Theo merkt, dass er die Dinge hinbekommen kann, gewinnt er das nötige Selbstvertrauen und findet den Mut die Dinge frei von Angst anzugehen. Manchmal braucht es dafür vielleicht ein kleines Stimmchen im Ohr, das uns den richtigen Weg zeigt.

Die Geschichte rund um Theo und Peppino stammt aus der Feder von Cally Stronk, die ihr sicher auch schon durch die Leonie Looping Geschichten kennt. Gepaart mit den farbenfrohen und lockeren Zeichnungen von Sandra Reckers, haben wir hier ein schönes und lesenswertes Buch für Leseanfänger. Große Schrift und kurze, knackige Sätze erleichtern den Anfang beim Lesen und verhelfen durchaus zu einem schnellen Erfolgserlebnis.

Sich selber für seine Erfolge belohnen…

Unterstützt wird das Ganze durch eine niedliche Idee: Am Ende des Buches befinden sich Leserabe – Sticker, die das Kind im Buch aufkleben kann. Jedes Kapitel ist mit so einem Sticker markiert und wenn das Kind wieder einen Part geschafft hat, darf es dort zur Belohnung einen solchen Sticker aufkleben.

Theo

Auch am Ende des Buches findet man noch einen kleinen Bereich, in dem die Sticker zum Einsatz kommen, denn dort gibt es ein paar Rätsel und Fragen über die Geschichte, um den Inhalt der Erzählung noch ein bisschen mehr zu verinnerlichen. Ich kann mir gut vorstellen, dass da der Ehrgeiz wieder einen Sticker kleben zu können, gut gefördert wird. Oder wie seht ihr das?

Theo und der Mann im Ohr“ ist eine niedliche Mutmach – Geschichte für die 1. Lesestufe.

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