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Lebens ABC – R wie Reisen?

Jedes Mal, wenn ich denke, dass es mal wieder Zeit für einen Beitrag zum Lebens ABC sein könnte, laufe ich durch die Gegend, überlege, welcher Buchstabe der nächste ist und versuche dann ganz spontan an ein passendes Wort zu denken. Manchmal gelingt das (D wie Disney… äh.. Hallo?!) und manchmal so gar nicht. Als ich also heute meine Morgenrunde dreht und sich zeigte, dass der nächste Buchstabe das R sein würde, blickte ich nachdenklich nach oben und murmelte R… R… R… wiiiiiieeee…. Radieschen… R wie… Rodeln… R wie…. Oh man, das ist manchmal wirklich gar nicht so einfach. Vor allem, wenn man versucht spontan zu reagieren.

Inhaltlich geht es darum zu jedem Buchstaben des Alphabets ein Wort zu finden, das in unserem Leben eine wichtige Rolle spielt und dann dazu ein wenig zu erzählen. Die Vielfalt der Wörter erlaubt es uns dabei mehrere “Runden” in diesem Projekt zu drehen. Wer mehr darüber wissen möchte, konnte bei Sven alles Wichtige dazu nachlesen, leider geht die Seite aktuell nicht. So viel zur Einführung, die hier immer gleich ausfallen wird *lach*.

Hier mein bisheriges ABC: A-Alltag || B – Ball || C – Collaboration ||  D – Disney || E – Ehrenamt || F – Fahrrad || G – Garten || H – Haardrama || I – Irland || J – Jasmin || K – Katzen (-mutti) || L wie Laufen || M wie Mama (sein) || N wie Natur || O wie Organisation || P wie Paket || Q wie Quatsch ||

Lebens ABC – R wie Reisen

Meine Wahl fiel letztendlich also auf R wie Reisen, weil ich dazu irgendwie mehr erzählen kann als zum Thema Radieschen. Außer, dass ich sie manchmal recht scharf finde und sie mal ganz gerne esse. Aber nicht ständig.

Anstatt euch jetzt aber zu erzählen, dass ich die totale Reise-Fanatikerin bin, kann das Ganze eher in eine etwas andere Richtung gehen, denn so gerne ich reise, so gerne komme ich auch wieder nach Hause. Auch wenn ich in den letzten Jahren von Mal zu Mal gemerkt habe, dass es doch schwerer fällt aus verschiedenen Gründen.

Im Gegensatz zu meiner Schwester bin ich nicht die totale Entdeckerin, die ein neues Land sofort adaptieren und darin total aufgehen kann. Aber anders als früher gehe ich das Reisen heute dennoch anders an, als es in meiner Kindheit der Fall war. Als Kind wollte ich immer irgendwohin, wo man schwimmen konnte und es Pizza gab. Vielmehr brauchte es nicht und all die Ausflüge durch die Gegend, die meine Eltern gerne machten, die nervten mich sowieso.

Erst als ich älter wurde bekam das Reisen für mich noch einmal eine vollkommen andere Qualität

Tatsächlich ist es inzwischen nämlich so, dass ich nicht einfach den ganzen Tag irgendwo an einem Pool liegen und faulenzen kann. Ich möchte gerne auch sehen und entdecken und unterwegs sein. Ich muss dafür jetzt nicht unbedingt in die krassesten Länder reisen, aber wenn wir irgendwo hin fahren, dann will ich auch ein wenig von dort sehen. Daher ist der erste Schritt bei mir in der Regel zu gucken, was es in der Umgebung alles so gibt an Sehenswürdigkeiten und Orten, die man so erkunden könnte.

Der Mann (und sogar die Kinder) machen das alles dann immer bereitwillig mit, aber sie haben durchaus eher das Bedürfnis zu sagen, dass sie Urlaub dann auch wirklich als Urlaub sehen und am Liebsten nicht allzu viel machen wollen.

Reisen
Mallorca – Palma

Als Familienurlaub ist das derzeit bei uns auch vordergründig so

Wir fahren meist irgendwo hin, wo wir uns um nichts kümmern müssen. Es muss ein Pool, Sportanlangen für die Kids, am Liebsten ein Buffet (mit den drei P: Pancakes, Pommes und Pizza) geben und am Abend ein wenig Programm. So lässt sich so ein Tag auch gut rum bekommen, aber mir fällt da recht schnell dann doch auch mal die Decke auf den Kopf und die Ruhe um wirklich mal ein Buch zu lesen oder so, die finde ich kaum. Also schaue ich auch hier, dass wir wenigstens immer 2 Tagesausflüge irgendwohin mit einplanen. Und sei es, dass wir mit dem Bus in einen nahegelegenen Ort fahren und diesen ein wenig erkunden.

Mit diesem Kompromiss fahren wir derzeit ganz gut und der funktioniert für uns als Familie auch prima.

Meine Wunschliste ist dennoch noch recht lang

Es gibt trotzdem ein paar Ziele, zu denen ich wirklich gerne mal reisen würde. Ganz weit oben steht hierbei England bzw. London und auch Japan. Das wäre ein Traum, aber beides ist eben mit größerem Aufwand verbunden und so erst einmal nicht umsetzbar. Tatsächlich war ich ein Mal schon mit dem Mann in England, als ich mit dem großen Sohn schwanger war. Und zwar machten wir einen Wochenend-Trip mit Freunden nach Nottingham, wohnten in einem B&B, wo wir uns zu viert ein Zimmer teilten und wanderten auf den Spuren von Robin Hood. So einen Kurztrip machten wir auch schon einmal nach Kopenhagen. Freitag nach der Arbeit los, Samstag den ganzen Tag dort verbracht und Sonntag Nachmittag wieder nach Hause. Früher ging sowas noch recht spontan. Heute klappt das nicht mehr allzugut.

Obwohl der Mann und ich das jetzt, wo die Kinder älter sind, ja doch schon zwei Mal mit Paris gemacht haben *lach*. Da sind wir bald echte Profis drin.

Grundsätzlich hat die Welt noch so viel zu bieten

Und ich würde so vieles davon wirklich gerne noch sehen und entdecken. Was am Ende dann wirklich noch so drin ist, das wird sich zeigen. Es wird ja auch nicht unbedingt einfacher und gerade aktuell scheint es sowieso nicht unbedingt die beste Idee zu sein.

Hinzu kommt, dass wir irgendwie mit dem Planen von Reisen extrem schlecht sind! Fragt mich nicht wieso, aber wir buchen irgendwie immer auf den letzten Drücker. In den letzten Jahr vor allem deshalb, weil wir meist gar nicht wussten, ob wir überhaupt verreisen können und dann waren es oft Buchungen auf den letzten Drücker. Wir müssen da meist recht spontan sein *lach*. Aber Spontan ist manchmal vielleicht sogar der bessere Weg. Auch in diesem Jahr müssen wir das alles sehr kurzfristig und flexibel handhaben. Wenn überhaupt.

Und dann habe ich da noch so eine seltsame Eigenart

Ich sage mal so: Wenn wir nicht wenigstens ein Mal im Jahr irgendwie ein paar Tage ausbrechen können, dann merkt man mir das doch massiv an. Wenigstens ein Mal im Jahr brauche ich das, dass ich weg von allem bin. Weg von meinen eigenen vier Wänden, weg von all den Menschen und einfach nicht erreichbar. So dass wir wirklich mal von allem abschalten und die Akkus neu aufladen können. Am besten bitte immer mit einem Blick auf die Weite des Meeres. Egal wo.

Wenn wir das nicht schaffen, diese mentalen Akkus aufzuladen, dann kann man sehen, wie wir da mehr und mehr abbauen. Deshalb schauen wir, dass wenigstens irgendwie immer eine kleine Fahrt an die Ostsee drin ist oder so.

Aaaaber… wenn eine Reise kurz bevor steht, verlässt mich oft erst einmal die Lust. Verrückt, oder? Ich habe keine Lust auf die lange und anstrengende Anreise, auf viele offene Fragen, auf Rückreise, Koffer packen und alle das. Sobald man dann da ist und endlich abschalten kann, dann ist wieder alles gut, aber im Vorfeld verlässt mich die Vorfreude oft (Außer, wenn es nach Paris geht. Verrückt, oder?).

Strand
Meerblick um den Akku aufzuladen

Gleichzeitig kann ich aber auch nicht länger als 10 Tage Urlaub machen. Schon nach der ersten Woche zähle ich die Tage, bis wir wieder nach Hause fahren. Einfach weil mir dann doch gewisse Dinge und auch die Abwechslung fehlen, so sehr ich es genieße meine Ruhe zu haben. Ich werde dann unruhig. Im Rückschluss würden mir also mehrere kleine Kurz-Trips im Jahr wohl besser tun als ein Wochen langer Urlaub im Sommer und bitte nicht irgendwo hin, wo mehr als 26 Grad herrschen. Dann werde ich auch schon wieder unbrauchbar.

Vielleicht denke ich deshalb auch immer gerne an unsere Reisen nach Dänemark, Schottland und Irland zurück.

Was für ein Reise-Typ seid Ihr eher?

Frau Mondgras – Das bin ich, Sari. Gerne auch als Sari Mondgras bekannt und im Internet zu finden. 2-Fach-Mutter, Heldenehefrau, Kreativling, Harmoniesüchtig und ständig auf der Suche nach Glück. Ich komme aus Berlin, bin hier aufgewachsen und lebe hier seit ich denken kann.

Ein Kommentar

  • bullion

    Ach spannend, wie du Reisen wahrnimmst. Erkenne da ein paar Dinge wieder: Die Kids würden vermutlich auch am liebsten jeden Tag an den Strand und Ausflüge nerven sie eher (auch wenn sie danach doch toll waren). Die Mischung macht es halt. Mehrere Kurztrips im Jahr sind bestimmt ideal. In den letzten Jahren waren wir meist zwei- bis dreimal weg: Ein langer Sommerurlaub, dann ein Kurztrip an Pfingsten und nochmal ein Wochenende vielleicht. Mal sehen, was sich dieses Jahr ergibt.

    Schön, dass du so gerne wieder nach Hause kommst! Mir geht es ehrlich gesagt auch so, selbst wenn mich gegen Ende des Urlaubs immer die Wehmut packt, so freue ich mich immer wieder auf unser schönes zu Hause. Mein Traumziel ist wohl Neuseeland, doch wird das nichts werden bis meine Frau in Rente ist. 😅

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