Lebens-ABC

Lebens ABC- N wie Natur

Mir ist neulich mal aufgefallen, dass uns das Lebens ABC nun auch schon wieder über ein Jahr hier auf dem Blog begleitet. Verrückt, oder? Bei 26 Buchstaben eines Alphabets und 12 Monaten im Jahr (wenn man es als Monatsprojekt nutzen möchte) ist das natürlich naheliegend, aber dennoch fühlt es sich eher an, als ob ich da noch gar nicht so lange mitmische und wir sind ja doch noch ein Stückchen entfernt davon die erste Runde hier abzuschließen. Wir hatten mit dem “M” ja quasi erst einmal Halbzeit. Uff… 

Inhaltlich geht es darum zu jedem Buchstaben des Alphabets ein Wort zu finden, das in unserem Leben eine wichtige Rolle spielt und dann dazu ein wenig zu erzählen. Die Vielfalt der Wörter erlaubt es uns dabei mehrere “Runden” in diesem Projekt zu drehen. Wer mehr darüber wissen möchte, kann gerne hier bei Sven über alles Wichtige dazu nachlesen. So viel zur Einführung, die hier immer gleich ausfallen wird *lach*.

Hier mein bisheriges ABC: A-Alltag || B – Ball || C – Collaboration ||  D – Disney || E – Ehrenamt || F – Fahrrad || G – Garten || H – Haardrama || I – Irland || J – Jasmin || K – Katzen (-mutti) || L wie Laufen || M wie Mama (sein) ||

Lebens ABC- N wie Natur

Heute sind wir also schon (oder erst?) beim “N” angekommen und ich wankte zwischen zwei möglichen Begriffen hin und her. Das einer wäre wohl eher eine Art Fun-Fakt gewesen (und hat mit Nagellack zu tun) und das andere geht dann eher in die emotionalere Richtung. Ich entschied mich für heute für Zweiteres und hebe mir den Fun Fakt für ein anderes Mal auf.

Der Titel verrät es euch ja auch schon, wir befassen uns heute mit dem Begriff “Natur” und ich kann mir denken, dass der eine oder andere dies durchaus als nahelegend empfunden hat bzw. wer von euch hat schon damit gerechnet?

Das vorletzte #WIB hat euch ja schon deutlich gezeigt, wie wohl ich mich fühle, wenn ich einfach durch das raschelnde Laub wandern und durch einen Wald spazieren kann? Wie frei ich atmen kann, wenn die Natur sich verändert und wie sehr ich immer wieder von der Farbenvielfalt schwärme, die man über das Jahr verteilt geboten bekommt. Ja, sicherlich ist es eher der Herbst, der seinen Platz in meinem Herzen trägt, aber am Ende ist es doch jede Jahreszeit, die besondere Seiten in der Natur weckt.

Lebens ABC
Wir sind schon immer gerne mit den Kindern in die Natur gegangen

Verrückt, sie mag ihren Garten nicht, liebt aber die Natur

Ja, das könnte man als Widerspruch in sich sehen, oder? Ich fluche so viel über unseren Garten und  gleichzeitig mag ich aber auch alles daran, wenn er schön gemacht ist. Ich staune über die Kraft, die in den Pflanzen und Bäumen steckt, wie sie jedes Jahr aufs Neue erwachen und ganze Arbeit leisten. Daher mag ich auch den Nature Thursday sehr gerne, weil er mich dazu motiviert jede Woche genauer hinzuschauen und auf Entdeckungstour zu gehen. 

Wenn ich das Gefühl habe, dass mir die Decke auf den Kopf fällt, dann drehe ich gerne eine Runde um die Häuser und bin dankbar dafür, dass wir hier am Rande von Berlin noch sehr viel Natur haben. Es ist auch sehr spannend bei den Morgenspaziergängen zu beobachten, wie sie sich im Laufe des Jahres immer wieder verändert.

Gerade in den letzten Tage spüre ich allerdings auch wieder, wie sehr verbunden ich mit diesen Wechseln bin. DAs Wetter bei uns ist über den Tag hinweg so wechselhaft, dass es wieder massiv auf meinen Kreislauf schlägt und ich mit starken Migräne-Anfällen zu tun habe. Morgens und Abends kalt wie im Winter und tagsüber mild wie im Frühling. Da habe ich so meine Schwierigkeiten mit.

Die Natur hat dennoch viele faszinierende Seiten an sich

Und das ist einer der Gründe, warum ich trotz all des Aufwands und der Arbeit (und dem ständigen Ärger über Unkraut und Co) unseren Garten eben doch liebe. Es ist so spannend zu beobachten, wie er sich im Laufe des Jahres immer wieder verändert. Wie im Frühjahr neue Knospen entstehen, dann zarte Blümchen wachsen und aus einigen von ihnen auf einmal essbare Früchte werden. Wie sich die grünen Blätter dann langsam braun, gelb und rot färben und die Welt in warme Farben tauchen, um dann schließlich abzufallen, einen gelben Teppich auszulegen und dann alles ganz nackt und grau das Jahresende ankündigt.

Lebens ABC
Die Natur findet immer wieder ihren Weg

Nur ein einzelner Baum in einer grauen Straße kann schon alles verändern und dieser Baum wiederum hat so viel Kraft, dass er riesige Wurzeln schlagen kann. 

Mehr über das Lebens-ABC von Sven erfahrt ihr hier.

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9 Kommentare

  1. Die Ambivalenz zwischen Garten und “draussen” kenne ich nur zu gut 😆

    1. Sari says:

      Haha, es sind eben doch zwei verschiedene Paar Schuhe :)

  2. Ich kann den Garten/Natur-Konflikt auch nachvollziehen. Bin meist eher genervt von den Garten-Aufgaben, aber mag es dann auch wenn es erledigt ist (manchmal auch schon mittendrin). In der Natur war ich auch schon immer gerne. Inzwischen könnte ich es mir nicht mehr vorstellen mitten in einer größeren Stadt zu wohnen. Ich liebe es so sehr, den direkten Zugang zur Natur zu haben und sei es nur mal fürs Laufen oder einen Spaziergang. Schön, dass ihr trotz Großstadt so viel Natur in eurer direkten Nähe habt. Das hätte ich, bevor ich deinen Blog entdeckt habe, nie gedacht von Berlin.

    1. Sari says:

      Berlin hat einige schöne Ecken mit Natur. Auch mitten in der Stadt, wobei man hier leider auch viel Negatives erlebt…
      Aber rund um Berlin ist viel Natur, gerade eben am Stadtrand, wo wir ja auch leben.
      Ich mag es allerdings auch durchs Zentrum zu laufen. Berlin hat viel Buntes zu bieten.

  3. Ja, die Natur ist schon was schönes und oft auch überwältigend – sie hat schon sagenhafte Schätze! Oft sehr schön anzusehen! Das mit der Migräne ist natürlich nicht so schön, kann ich gut mitfühlen – gute Besserung! LG Edeline

    1. Sari says:

      Ich finde sie kann auch manchmal viel mehr wie Medizin wirken, als manch anderes…

  4. Auch wenn ich super gerne in (gepflegte) Gärten gehe, so ist das eine Sache, die ich nicht anfasse. Es ist so viel Arbeit und auch wenn diese einem sehr viel zurückgibt… so bin ich nicht bereit, diese Arbeit zu investieren. Das muss dann leider jemand anderes bei uns im Haushalt machen :D
    Das ist für mich auch das Schöne an der Natur an sich: Sie ist halt da und wir nehmen sie so wie sie ist. Ich bin auch sehr gerne draußen – auch weil es mich immer etwas fühlen lässt. Kälte, Wärme, Wind, Regen. Das tut dem physischen Ich sehr gut, auch wenn es nicht immer angenehm ist *lach*

    1. Sari says:

      Ich finde aber durchaus auch Gärten, die unangetastet sind, haben ihren ganz eigenen Charme. Wenn man die Natur halt einfach machen lässt, nicht wahr?

  5. Vielleicht verfliegt der Ärger übers “Unkraut” ja, wenn du dir bewusst wirst, dass das einfach eine menschliche Kategorie ist und es eigentlich gar kein Unkraut gibt. Ja, es mag Pflanzen geben, die nicht so einen großen Nutzen haben, aber auch das ist ja eine menschliche Kategorie ;)

    Ansonsten bin ich auch gerne in der Natur, dank Deutschlandticket auch öfter mal in Brandenburg und ich bin froh, dass ich durch das Deutschlandticket die Märkische Schweiz entdecken konnte und halt auch viele andere Ecken in Brandenburg. Auch auf dem Brocken war ich und die sächsische Schweiz habe ich auch schon an drei, vier Stellen besucht. Mal sehen, wie lange das noch möglich ist, aber solange wie es möglich ist, werde ich mich immer wieder in die Natur begeben und staunen.

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