So viel Veränderung und so viel… groß werden!

Veränderung

*Werbung* Der folgende Artikel enthält evtl. Bilder mit Produkten, die wir in unserem Alltag nutzen. Wir haben keine Bezahlung für das Zeigen derselbigen erhalten.

In den letzten Tagen klingelt es ständig in meinem Kopf. Eine kleine Liste rattert dort ständig rauf und runter. Hier und da befinden sich kleine Kästchen darauf, die abgehakt werden wollen und jedes Mal, wenn es dann so weit ist, klingelt es. Es macht rrring in meinem Kopf und auf das Klingeln folgt ein kurzer Moment Innehalten.

Es sind diese Dinge im Alltag, die sich ohne mein Zutun verändern. Einfach so.

Manche Sachen passieren einfach. Gehören dazu und widerfahren jedem von uns irgendwann in irgendeiner Form. Stillstand gibt es nicht. Zumindest selten. Es sind kurze Augenblicke, die aber auch recht schnell wieder vergehen. Aber diese Veränderung, die kommt. So oder so. Früher oder später. Und Veränderung ist es, was uns im Heldenhaushalt gerade täglich vor die Nase gehalten wird.

Es fand seinen Anfang schon vor den Ferien, als ich den unterschriebenen Vertrag in der Kita abgab und die Materialliste für das neue Schuljahr vom Minihelden bekam. Ich hielt diese zwei doch so unterschiedlichen Zettel in meinen Händen und kniff ein paar mal ungläubig die Augen zusammen. Die Worte auf den Zetteln veränderten sich aber nicht. „Willkommen im Kindergarten“ stand auf dem einen, „Willkommen in der 3. Klasse“ auf dem anderen. Am Liebsten hätte ich die Zettel ja einfach in eine Schublade getan und mir einfach noch ein Jahr Aufschub dadurch verschafft. Aber das funktioniert so leider nicht. Die Mama – Glucke muss sich der Realität stellen und sich damit abfinden: Ihre Kinder werden groß.

Wie es wohl meinen Eltern damals damit ging?

Ich kann mich an die Aufregung bei mir erinnern. So dunkel, leicht schwammig. Ich kann mich an meine Kleidung erinnern, die ich an dem großen Tag trug und an das Kostüm, das ich Fasching im Kindergarten an hatte. All das weiß ich irgendwie noch. Was ich allerdings nicht so wirklich weiß ist, wie es meinen Eltern damals so ging. Ich kann jetzt langsam nachempfinden, wie es ihnen ergangen sein muss. Die Unsicherheit, die Nervosität, die Aufregung. So viele verschiedene Emotionen und Gedanken, die durch den Kopf geistern und einen durcheinander wirbeln. All das gehört dazu und nun weiß ich das.

Ein Mutter – Herz zerbricht und heilt so viele Male an einem Tag…

Jeden Morgen, wenn das Kind früh aufsteht und bitterlich anfängt zu weinen, weil es nicht in die Kita möchte. Mein Herz bricht. Es weiß, wie es dem Kind geht, es weiß aber auch, dass es ihm gut tun wird zu spielen. Immerhin befinden wir uns erst in der zweiten Woche der Eingewöhnung. Es ist der ganz normale Ablauf. Das hat mir die Erzieherin immer wieder bestätigt. Alles ganz normal…

Veränderung

Und mein Herz heilt, wenn ich das Kind am Mittag wieder abhole und es mir Freude strahlend in die Arme rennt und ruft „Mamaaaaa, hat Spaß gemacht“. Ich habe das Gefühl, dass sich das Weinen am Morgen jeden Tag ein kleines bisschen ändert. War es am Anfang noch Herz zerreißend, so ist es jetzt schon fast mehr wie ein Schluchzen, ein letzter Versuch mich doch noch zu überzeugen.

Die Erzieherin kommt um die Ecke und lächelt mich an „Das hat er heute wirklich gut gemacht. Es hat alles prima geklappt“ und ich merke, wie mir ein gigantisch großer Stein vom Herzen fällt. Dabei habe ich keine Sekunde an ihm gezweifelt. Ich weiß, dass er es gut macht. Mein Heldenkind ist so tapfer und taff, das weiß sich schon zu helfen. Und dennoch fällt es mir schwer, das Loslassen. Dennoch verstehe ich die Tränen am Morgen, wenn er eigentlich lieber noch mit Mama kuscheln und spielen möchte. Wir alle kennen das, nicht wahr? Wenn wir aus dem Haus gehen, obwohl wir nicht wollen. Wie oft muss ich mich überwinden etwas zu tun, was mir im Anschluss dann aber total viel Spaß gemacht hat. Wir müssen das erst einmal auf uns zukommen und an uns heran kommen lassen. Wir kennen das alle. Egal, wie alt wir sind.

Veränderung im Alltag, Veränderung zu Hause…

Und als ob mein Mama – Herz nicht schon genug zu kämpfen hätte mit den Dingen, die im Kopf ständig abgehakt werden wollen, streben die Kinder zu Hause genauso Veränderung an.

Mein kleiner Junge will nun auf einmal ein Zimmer für sich. Einen Rückzugsort, wo er hingehen kann, wenn er seine Ruhe haben möchte. Plötzlich zieht er freiwillig aus aus dem großen Spielzimmer und verkrümelt sich nach oben, in ein viel kleineres, aber gemütliches Zimmer. Es reicht ihm absolut aus. Er hat seinen Arbeitsplatz, seinen Lesesessel, ein gemütliches Bett, das er zu einem Sofa umbauen kann, wenn er Besuch kommt. Wie ein richtiger Teenager. Dabei ist mein Baby doch gerade mal 7 Jahre alt, nicht wahr? Irgendwie gruselig.

Aber dadurch ergeben sich für das Heldenkind auch vollkommen neue Möglichkeiten. Aus dem alten Zimmer des Minihelden wird nun ein Spielzimmer für das Heldenkind, wo es kuscheln, bauen, spielen und entspannen kann. Oder eben zusammen mit dem großen Bruder spielt. Was habe ich in den letzten Wochen geackert und gewütet. Möbel gerückt und umgestellt, umsortiert und mit dem Helden umgebaut. Ein neues Bett für den Großen, das alte Bett umgebaut für den Kleinen. Ein Schrank nach oben, dafür ein anderer nach unten und mein Nähplatz ab in die Kammer. Auch da muss ich nochmal ran. Vielleicht kann ich euch bald ein paar Bilder zeigen…

Veränderung

Wir befinden uns in einem ständigen Strudel aus Veränderung. Und das ist gut so…

Langweilig wird einem so sicher nie. Nun versuche ich mich zu finden. Neu zu finden. Vor allem im Alltag. Was schaffe ich, was mache ich, was für Prioritäten bringen die Kinder nun in Zukunft mit nach Hause und wie fügen wir uns in all dem ein. Wie gefallen ihnen ihre neuen Zimmer und wie werden sie sich dort einleben. Veränderung. Immer wieder… Damit das Leben nicht langweilig wird. 

Schulkind, Kitakind…

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