Ich hab da morgen einen Termin…

Tattoo

Guten Morgen, ihr Lieben. Habt ihr eigentlich ein Tattoo? Ja, vielleicht eine komische Einleitung für einen Beitrag hier auf dem Blog, aber ein Thema, dass mich seit vielen Jahren beschäftigt. Immer wieder mal. Seit einigen Tagen sitze ich hier und lasse die letzten Jahre Revue passieren. Immer wieder mal erwähnte ich Freunden gegenüber in den letzten Tagen und Wochen, dass ich demnächst einen Termin hätte. Einen Termin beim Tätowierer. Waaah!

Es gab mal eine Phase in meinem Leben, da malte ich mir mit dem Edding Sterne auf die Füße.

Klingt im ersten Moment vielleicht etwas seltsam, aber ich habe das wirklich mal einen Sommer lang gemacht. Ich hatte mit Anfang 20 die verrückte Idee, dass es doch cool wäre, wenn ich am Fuß kurz unter den Zehen drei Sterne hätte. Vollständig schwarz ausgemalt und genau so positioniert, dass sie trotz Ballerina Schuhe zu sehen sein würden. Für mich war ein Tattoo aber schon immer eine langfristige Sache, die gut überlegt sein möchte. Ich wollte keine Jugendsünden oder etwas, was ich später vielleicht bereuen könnte. Also malte ich mir die Sterne einen ganz Sommer lang immer wieder auf den Fuß, um zu schauen, ob es mir auch nach einer gewissen Zeitspanne noch gefallen würde.

Die Idee gefiel mir zwar auch nach ein paar Monaten noch gut, verlief sich dann aber irgendwann im Sande. Ich fand es immer unglaublich spannend an anderen Menschen Tattoos zu entdecken und heraus zu finden, was für eine Bedeutung sie haben. Meist denkt man sich ja doch etwas dabei. 

Manche haben riesige Motive, andere nur ganz kleine und unauffällige Bilder

So ganz konnte ich nie nachvollziehen, warum manche Menschen sich so umfangreich tätowieren lassen. Zu viel finde ich ehrlich gesagt nicht schön, habe andererseits aber auch schon echt tolle Sachen gesehen. Ich mag es, wenn sich ein Gedanke oder eine emotionale Verbindung hinter den Dingen versteckt und wenn man sich schon auf so etwas Dauerhaftes einlässt, sollte es in diese Kategorie fallen, oder?

Eine Zeit lang hatte ich den Gedanken, dass es doch ganz schön wäre ein Symbol zu finden, das nur der Held und ich verstehen würden. Ganz klein, für Außenstehende nicht nachvollziehbar, aber so ganz war das dann doch nichts für uns. 

Grundsätzlich hatte ich also schon immer das Bedürfnis mir ein kleines Tattoo stechen zu lassen.

Nach wie vor schwebte der Gedanke in meinem Kopf herum. Ein Tattoo. Ein kleines. Nur für mich. Etwas, das Bedeutung hat und nicht gleich für jeden zu verstehen ist. Etwas, was ich anschaue und mit dem ich mich erinnern kann. 

Tattoo

Alternativ ein Glitzertattoo?? *lach*

So hatte ich im Laufe der Jahre viele Ideen und war ständig auf der Suche nach Inspiration. Immer wieder kamen mir Sterne in den Sinn. Dann aber auch mal ein kleiner Schmetterling. Nun wird es etwas vollkommen anderes, dennoch aber klein. Es bleibt nur zu sagen, dass sich über die Jahre hinweg, mehr als 10 nun immerhin schon, der Wunsch gehalten hat, dass ich gerne ein Tattoo hätte. Und wenn so etwas nach so langer Zeit noch immer der Fall ist, kann man es ruhig wagen, oder? Tja, was soll ich sagen… morgen ist es nun soweit.

Ein Tattoo für Sari…

Es war ein Geburtstagsgeschenk. Witziger Weise habe ich schon einmal einen Gutschein für ein Tattoo bekommen. Damals zu meiner Konfirmation *lach* . Doch damals war ich einfach zu jung und zu unsicher, was das Thema angeht. Es war aber immer gut zu wissen, dass diese Möglichkeit für mich besteht. 

Letztes Jahr, zu meinem 35. Geburtstag sprach ich mit Freunden darüber. Auch meine Schwester war mit dabei und gemeinsam grübelten wir über ein mögliches Motiv. Ich erklärte, worauf das Tattoo für mich hinweisen sollte und was ich für erste Ideen hatte. Gemeinsam saßen wir am Tisch und skizzierten viel herum, machten Entwürfe und teilten Gedanken. Dabei heraus kam vor allem eines: Sterne sind vielleicht nicht das richtige. Also ging ich noch einmal in mich. Durchforstete das Internet, sah mir Fotos an. Zu dem Zeitpunkt wusste ich nur eines: Es sollte auf das Handgelenk. Seitlich. Linke Seite. Herzseite. Wobei ich morgen nochmal mit denen reden muss. Da trage ich nämlich auch meine Uhr und dann würde es darunter verschwinden. Das wäre schade. Ist mir die linke Seite wirklich wichtig. Eine Nacht habe ich noch, um das heraus zu finden.

Na jedenfalls schenkten meine Schwester und ihr Partner mir nun einen Gutschein. Sie hatten sich sogar schon nach Preis und Zeitraum erkundigt und plötzlich gab es kein Zurück mehr für mich. Schwupps hatte ich einen Termin. Nicht mal die üblich lange Wartezeit. 4 Wochen später sollte es schon los gehen. 

Und diese vier Wochen sind nun um!

Noch einmal schlafen und nach vielen Jahren Überlegen, Grübeln und keine Zeit dafür finden habe ich plötzlich einen Termin. Morgen bekomme ich das Tattoo, über das ich nun schon bald 20 Jahre nachdenke. Ich glaube das ist lange genug, um sich sicher zu sein, oder?

Tatsächlich habe ich auch dieses Mal wieder nach etwas Ähnlichem gesucht, damit ich vorher ausprobieren kann, ob ich mich damit wohl fühle. Es ist eigentlich sogar ziemlich genau so, wie ich mir das vorgestellt habe und ja, ich fühle mich gut damit.

Tattoo

Mögliches Motiv für mich…

Noch einmal schlafen. „Bist du nervös“; fragt mich der Held seit Tagen manchmal. Immer wieder mal. „Nein“, antworte ich dann, „eigentlich gar nicht.“ Es ist ein kleines Motiv, nicht viel, nicht lange. Und dass ich es wollte, wusste ich ja eigentlich schon eine ganze Weile. Ich brauchte nur mal wieder diesen Schubs. Ihr kennt das, oder?

Also erzählt mir doch mal: Habt ihr ein Tattoo? Was für eines und warum dieses? Wer weiß, vielleicht erzähle ich euch ja irgendwann dann auch mal, warum es nun dieses bei mir geworden ist und was ich mir dabei gedacht habe…

4 Kommentare

  1. Rabea Glingener

    Ich wollte mit 15 schon ein Tattoo, einen Mjölnir als Symbol für Stärke. Leider durfte ich es damals natürlich noch nicht. Mit 18 war meine erste Amtshandlung, einen Termin zu machen. Im Juni 2006 bekam ich dann mein Tattoo zwischen den Schulterblättern. Heute ist es total verwaschen und ich will es seit Jahren covern lassen oder zumindest nachstechen. Bin nur zu geizig und ich sehs ja auch selber eher nicht. Eigentlich wollte ich auch noch mehr Tattoos, aber die Prio liegt da eher weit unten aktuell. Eventuell mach ich nächstes Jahr was kleines am Handgelenk :)

    • Sarah Kroschel

      Ich finde Handgelenk ist eine tolle Stelle, genau wie Unterarm. Das sind Stellen, die „wachsen“ nicht so viel. Und ich würde es auch gerne sehen, daher wäre Rücken für mich sicher auch keine Option. Maximal das Schulterblatt. Ich bin sehr happy mit meinem jetzt und denke tatsächlich über ein weiteres nach. Mjölnir finde ich spannend als Motiv. Eine schöne Idee.

  2. Ich habe mittlerweile 3 Tattoos und alle 3 könnte ich verstecken, wenn ich wollte. Das war mir wichtig. :o)
    Mein erstes habe ich mir im August 2005 stechen lassen. Ein chinesisches Zeichen, das „Stärke/geistige Kraft“ bedeutet. Es ist nicht groß (vielleicht 4×4 cm) und zwischen den Schulterblättern (am oberen Teil). Sollten eigentlich 3 chinesische Zeichen untereinander werden, aufgrund vorherigem Sonnenbrand an der Stelle wurde es dann doch nur das 1. Und ich finde das mittlerweile total super, weil das eben nicht jeder hat – „nur eines“, meist hat man ja mehrere untereinander.
    Mein 2. Tattoo ist am linken Handgelenk (Unterseite), gestochen Oktober 2012 nach einer sehr schweren Phase. Ein Buchstabe mit zwei Symbolen zur Erinnerung daran, dass es immer irgendwie weitergeht. Auch nicht groß, ca. 4 x 2 cm.
    Und mein 3. Tattoo ist eine Schwalbe mit einem Schriftzug, gestochen Februar 2014, auch als Erinnerung an eine spezielle Zeit. Das Tattoo beginnt unterhalb der Brust und geht weiter zur Seite über die Rippen auf der Herzseite. Das ist also ein bisschen größer. ;o)

    Wie geht es dir mit deinem Tattoo und was ist es letztendlich geworden?

    Viele Grüße
    Karina

    • Sarah Kroschel

      Danke für deinen ausführlichen Erfahrunsgbericht. Gerade das letzte hört sich total spannend an. Sieht sicher toll aus, wie es um dich herum wandert <3

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