“Disney – Villains 2: Das Biest in ihm” – Wie der Prinz zum Biest wurde #Rezension

Das Biest in ihm

Rezension*

Eine der ersten Disney-Filme, an den ich mich bewusst erinnere, das ist neben Schneewittchen und Arielle der Film “Die Schöne und das Biest”. Das Lied “Unsere Stadt” oder auch “Sei hier Gast” konnte ich in und auswendig mitsingen. Kann ich übrigens heute noch.

Wie die meisten meiner Freunde mochte ich den Charakter Belle sehr gerne und war ganz entzückt von der kleinen Tasse Tassilo (die ich übrigens heute auch in meinem Küchenschrank zu stehen habe, aber leider spricht sie nicht mit mir), hatte dafür aber am Anfang durchaus Angst und mochte von Beginn an den schmierigen Charakter Gaston überhaupt nicht. Meine beste Freundin damals hatte Belle sogar als Puppe und ich wollte unbedingt das Biest haben. Das konnte man nämlich sogar verwandeln mit Hilfe einer Maske, Handschuhen und Schuhen, die man ihm über zog und so zum Biest machte. Ich hatte allerdings immer schon die “Macke”, dass ich gerne eher die Figuren haben wollte, die nicht die total zentrale Rolle übernahmen (wobei das beim Biest ja doch der Fall ist). So hatte ich bei Pocahontas zum Beispiel auch nicht diese als Puppe, sondern Makoma, ihre beste Freundin. Die fand ich irgendwie hübscher und wollte wie sie sein. Aber das mal nur am Rande.

Das Biest übte eine enorme Faszination auf mich aus

Im Film wird ja kurz angerissen, wie es dazu kam, dass aus dem Prinzen ein Biest wurde. Eitelkeit und Überheblichkeit wurden ihm zum Verhängnis und ließen ihn zu dem werden, was er selber so sehr verachtete. Es kehrte seine hässliche Seite nach außen und er musste nun einen Weg finden sich davon zu erlösen. Ironischer Weise, in dem er jemanden findet, der ihn trotz dieser “Hässlichkeit” lieben würde. Und wie das im Märchen so üblich ist, sprechen wir hier von der wahren Liebe. Und natürlich gab es auch ein Zeitlimit. Sobald das letzte Blütenblatt einer roten Rose abgefallen war, würde seine Frist abgelaufen sein und er und sein mit ihm verwandeltes Schloss samt Personal würden für immer so bleiben, wie sie jetzt waren. 

Mich interessierte diese Geschichte sehr und ständig fragte ich mich, wie die Vorgeschichte wohl im Detail war. Genauso, wie ich manchmal im Anschluss einer Geschichte gerne wüsste, was aus den Charakteren geworden ist. Wie war der Prinz, was hatte er erlebt, was war ihm wichtig. Ebenso, wie ich seine emotionale Verwandlung im Laufe des Filmes so schön fand. Was Liebe alles mit einem anstellen kann, oder? Ebenso, wie sie einem zum Verhängnis werden kann. 

Heute, als Erwachsene, fällt mir erst auf, wie schnell die alten Disney Filme die Geschichten erzählen. Wie schnell die Handlungen aufeinander folgen. Das war mir als Kind gar nicht bewusst. Umso schöner finde ich es, dass Carlsen jetzt diese tolle relativ neue Buchreihe hat, in der sich die Autorin Serena Valentino mit den Geschichten der vermeintlichen Bösewichte aus den Disneyfilmen beschäftigt.

Das Biest in ihm

“Disney – Villains 2: Das Biest in ihm” von Walt Disney und Serena Valentino

Es ist vielleicht etwas seltsam in diese Buchreihe mit dem zweiten Band “Disney Villains 2: Das Biest in ihm” einzusteigen, aber die Geschichte vom Biest interessierte mich einfach sehr. Schon alleine deswegen, weil ich mich direkt in meine Kindheit zurück versetzt fühlte. Die Reihe, die sich mit den verschiedenen Disney-Bösewichten beschäftigt, nennt sich “Disney – Villains” und umfasst aktuell Bücher über Ursula, Malefiz, Rapunzels Stiefmutter, die böse Königin bei Schneewittchen und eben auch das Biest aus “Die schöne und das Biest”.

Darin erfahren wir etwas ausführlicher, wie es dazu kam, dass das Biest zu dem geworden ist, das wir im Film das erste Mal treffen, nur dass er scheinbar nicht von Anfang an so sehr nach einem Raubtier aussah, sondern dass diese Verwandlung wohl er nach und nach zustande kam.

Hierbei erleben wir die Geschichte, die wir eigentlich schon kennen, etwas ausführlicher, aber aus der Perspektive des Prinzen bzw. vom Biest und sehen alles mehr oder weniger durch seine Augen, erfahren, was er denkt und wie er die einzelnen Situationen wahrgenommen und erlebt hat. Das ist ziemlich spannend und verleiht der Geschichte nochmal einen vollkommen neuen Blickwinkeln. 

Anderen Figuren kommen außerdem mit ins Spiel

Sie schlagen quasi einen kleinen Bogen zu den verschiedenen Geschichten, die in der Buchreihe erschienen sind. Bisher habe ich zwar nur “Das Biest in ihm” gelesen, aber schon hier bekommen drei Hexenschwestern eine tragende Rolle, die sie viel Einfluss auf das Geschehen nehmen lässt. So ist eine von ihnen zum Beispiel die besagte Hexe, die sich für den Fluch verantwortlich zeigt, den das Biest brechen muss.

Ich mag die Idee und auch die Umsetzung, auch wenn die Hexen für meinen Geschmack teilweise etwas zu viel Einfluss auf das bekannte Geschehen nehmen dürfen und so manch romantische oder lehrreiche Szenerie etwas “versalzen”.

Das Biest in ihm

Die Buchreihe “Dinsey – Villains” erscheint, wie bereits erwähnt, im Carlsen Verlag und wird von der Autorin Serena Valentino erzählt. Dieser Band umfasst 244 Seiten im Hardcover und dieses Cover ist wirklich wunderschön gestaltet. Die Erzählweise ist recht einfach, aber inhaltlich sehr interessant und lädt hier und da tatsächlich auch zum Nachdenken ein, wenn man schaut, was die Botschaft der Geschichte ist. Mir gefällt die Idee sehr gut und ich bin schon sehr gespannt die anderen Bücher aus der Reihe zu erzählen. Besonders auf die Geschichte von Ursula bin ich noch gespannt… welche würde euch am meisten reizen?

*Anmerkung: Das Buch für diesen Beitrag wurde uns vom Carlsen Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt

2 Kommentare zu „“Disney – Villains 2: Das Biest in ihm” – Wie der Prinz zum Biest wurde #Rezension“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.