Creadienstag – Statt Zauberstab die Stifte geschwungen

Stifte

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Zeit für mich. Also Zeit für euch… wie definiert ihr diese Zeit? Diese Phase am Tag oder in einer Woche, die ihr nur euch widmet? Grundsätzlich würde ich im Alltag sagen, ist das bei mir die Zeit, wenn ich abends mit dem Mann auf dem Sofa sitze und noch eine Folge auf dem Fernseher schaue, während die Kinder schon im Bett liegen und (hoffentlich) schlafen. Oder vielleicht auch die Zeit, in der ich am Vormittag am Computer sitze, eure E-Mails lese und etwas für den Blog hier mache. Immerhin ist er seit bald 20 Jahren so etwas wie ein kleines zu Hause für mich und beinhaltet viele Gedanken und Lebensabschnitte.

In letzter Zeit habe ich festgestellt, dass ich wieder etwas mehr Zeit für mich auch zulassen muss. Nicht die Zeit, in der ich früh aufstehe und mir nicht mal die Haare mache, weil die eh unter der Wollmütze verwuscheln. während ich mit dem Kind bei inzwischen 8 Grad am Morgen mit dem Rad zur Schule fahre. Nicht die Zeit, in der ich mich aufraffe um die zwei Körbe Wäsche (endlich) zu sortieren und auch nicht die Zeit, in der ich den Schweinehund überwinde und eine Runde laufen gehe. Das macht zwar den Kopf frei, hat aber doch den Hintergedanken, dass ich etwas für meinen Körper tun möchte.

Wenn ich etwas für die Seele tun möchte, dann höre ich Musik…

… und nehme mir Zeit für etwas, was ich vielleicht schon lange nicht mehr getan habe. Ein Buch nur für mich lesen zum Beispiel. Oder die Stifte hervor holen. Früher habe ich Stunden lang an meinem Schreibtisch gesessen und gemalt. Ich wollte jeden Tag etwas Neues zum Zeigen haben und habe so unglaublich viel Zeit da rein investiert. Ich glaube ich habe irgendwann damit aufgehört, weil ich das Gefühl hatte mich nicht weiter zu entwickeln. Und vielleicht auch ein wenig, weil ich einfach mal Teenager war und andere Dinge im Kopf hatte. So wie jetzt auch als Mutter. Andere haben es geschafft und sind dran geblieben, für mich ist es zu einem Hobby geworden, auf das ich gelegentlich gerne mal zurück greife (auch wenn ich eigentlich gerne viel mehr damit anstellen würde).

Heute habe ich also beschlossen mal wieder ein bisschen Zeit in meine Seele zu investieren und bin ich Projekt angegangen, das mir schon länger im Kopf herum geistert. Schon letztes Jahr habe ich angefangen wieder mehr mit den Aquarellstiften neue Dinge auszuprobieren und habe die magischen Wesen aufs Papier gebracht. Das hat mir damals wirklich viel Spaß gemacht und ich habe eine Menge dabei gelernt. Mit genau dieser Technik wollte ich nun gerne weiter probieren und habe ein Motiv vor Augen, an das ich mich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht heran traue. Stattdessen habe ich eine kleine Vorübung gewagt.

In der Welt der Magie trage ich die Farben Grün und Silber.

Wer sich in der Geschichte auskennt, auf die ich mich mit dem heutigen Bild beziehe, der weiß, dass diese Farben zu einem Schulhaus gehören und ich diesem in einem Test zugeordnet wurde. Schon oft habe ich euch Bilder von mir in Umhang und mit Zauberstab bewaffnet gezeigt, so wie hier zum Beispiel, wo ich oft in der Form unterwegs war.

Dieses Thema habe ich nun heute aufgegriffen und eine Art Selbstdarstellung gezeichnet. Nun ja… das ich nicht wirklich so aussehe, ist mir klar, aber es spricht ja nichts dagegen, sich einen verspielten Avatar zu kreieren. Auf jeden Fall sollte dieses Motiv die Grundlage für das heutige Bild darstellen.

Stifte

Das ist gleichzeitig auch eine gute Gelegenheit, um an der Stifte- Technik noch ein wenig zu arbeiten…

Beim letzten Mal habe ich zum Beispiel gelernt in verschiedenen Schichten zu arbeiten. Das habe ich zwar ganz früher auch schon gemacht, aber da habe ich das Wasser meist weggelassen bzw. nicht die Techniken mit und ohne Wasser kombiniert. Das heißt eigentlich nur, dass ich die Grundlage noch mit dem Wassertank überarbeitet und die Details später mit sehr stark angespitzten Stiften ausgearbeitet habe.

Stifte

Ich habe ja im Laufe der Jahre viele Arten von Materialien ausprobiert und eine Zeit lang sogar fast nur mit Copic Markern (Affiliate Links) gemalt und mit Buntstiften noch ein wenig verfeinert, muss aber sagen, dass mir rein vom Effekt und vom Endergebnis her die Aquarellstifte besser gefallen. Nun muss ich noch etwas mutiger werden.

Stifte

Was ich mit den magischen Wesen damals übrigens auch geübt hatte war ohne Outlines auszukommen. Ohne die schwarzen Umrandungen ging für mich früher wirklich nichts. Sie gehörten für mich einfach dazu und machten eine Zeichnung erst rund. Ohne die schwarzen Linien bekommt das Bild aber viel sanftere Züge, wie ich finde, und das kann zu einem wirklich wertvollen Stilmittel werden. So zumindest erst einmal die Erfahrungen, die ich so gesammelt habe.

Jeder sammelt seine eigenen Erfahrungen und am Ende muss man einfach mit sich selber zufrieden sein, oder?

Bekannter maßen ist man sich selbst ja in der Regel der größte Kritiker und macht sich das Leben manchmal unnötig schwer. Daher fällt es manchmal auch schwer seine eigenen Werke der Außenwelt zu zeigen, weil man Angst hat, dass diese vielleicht Fehler entdeckt und nur negative Kritik für einen übrig hat. Viel wichtiger ist doch aber, dass man mit seinen eigenen Fortschritten erst einmal zufrieden ist. Ich will damit ja kein Geld verdienen oder meine Sachen in einer Galerie aushängen. Ich möchte sie für mich malen. Für meine Wand, vielleicht für meine Freunde und für meine Seele.

Magische Selbstdarstellung

Es tut gut die Stifte zu schwingen, dabei im Hintergrund ruhige Musik laufen zu haben und dabei zuzuschauen, wie man mit den eigenen Händen Stück für Stück ein Bild verändern kann. Ich für meinen Teil bin für heute zufrieden, habe wieder ein bisschen dazu gelernt und freue mich schon weitere Erfahrungen in einem neuen Bild zu sammeln.

Eine Idee, was ich vielleicht als Nächstes malen könnte?

Gelistet beim Creadienstag.

*Anmerkung: Der Artikel enthält evtl. Bilder mit Produkten, die wir in unserem Alltag nutzen oder Linkempfehlungen. Wir haben keine Bezahlung für das Zeigen oder Nutzen derselbigen erhalten. Affiliate Links sind als solche markiert.

5 Kommentare zu „Creadienstag – Statt Zauberstab die Stifte geschwungen“

  1. Wow, diese Frau sieht fantastisch aus. Du hast die Augen so ausdrucksvoll gemalt, die Haare sehen so toll aus, als könnte man eine Strähne zwischen die Finger nehmen und der Schal sieht kuschelig weich aus.
    Ich finde es wundervoll, wenn man ein Hobby hat, das einem vom Alltag entspannen lässt.
    Und deine gemalten Bilder sind so wundervoll.

    1. Oh vielen lieben Dank für dieses ganz wundervolle Feedback. Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet :) Danke, du hast mir den Tag versüßt!

    1. Ja, danke :) Ich probiere mal wieder ein bisschen aus :) Problem ist, dass ich so selten zum Zeichnen komme, dass ich mich von den Motiven her, aus meiner Sicht, nicht wirklich weiter entwickel… aber naja… :)

  2. Wunderschön geworden, ich wünschte ich könnte so zeichnen ;-)
    und dann hast du das ganze auch noch so stilvoll fotografiert, wirkt enorm professionell.
    Momentan besteht meine Auszeit meist aus filzen, lange habe ich intensiv genäht…
    Lg Sandra

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