1000 Fragen an mich (681-700) – Über Selbstvertrauen, Lieblingsmenschen und mehr

1000 Fragen

Ich kann gerade gar nicht genau sagen, wie viele Jahre mich dieses kleine, aber feine Projekt nun schon auf diesem Blog begleitet, aber immerhin sind wir nun endlich bei der 700 angekommen. Durchschnittlich schaffe ich derzeit wohl ca. 100 Fragen pro Jahr *lach*. Vielleicht sind die 1000 Fragen nach feiersun irgendwann mal ein Jahrzent-Projekt hier auf Heldenhaushalt und wir feiern dann gemeinsam Jubiläum und fangen das Ganze nochmal von vorne an. Was denkt ihr?

1000 Fragen an mich und die beste Medizin gegen Liebeskummer…

Ich liebe die 1000 Fragen einfach. Ich mag es zu überlegen, wie ich handeln oder denken würde. Sie laden auch zum Erinnern ein und bieten Raum, um mal ein bisschen in sich zu gehen. Doch, das mag ich und manchmal sorgt es für etwas Luft und Entspannung, regelrechte Entzerrung in meinem Kopf und das ist wirklich wichtig. Daher kommen heute die nächsten 20 der 1000 Fragen.

681. Was war deine letzte gute Tat?
Ich versuche solche guten Gesten eigentlich in jeden Tag einfließen zu lassen. Manchmal braucht es keine große Tat, um sie gut zu machen. Manchmal sind es auch die kleinen Dinge, die eigentlich selbstverständlich sein sollten. Den Einkaufswagen an den nächsten weitergeben, weil der gerade verzweifelt nach einen Chip dafür sucht, einer Dame mit dem Haltbarkeitsdatum beim Einkauf aushelfen, für jemanden in der Familie Zeit aufbringen und ihm mit seinen Terminen helfen, einer Freundin ein kleines Care-Paket schicken, weil es ihr gerade nicht gut geht usw… ich versuche eigentlich immer dort zu helfen, wo es mir möglich ist.

682. Siehst du deine Lieblingsmenschen jede Woche?
Ich sehe sie jeden Tag. Meine Männer sind meine absoluten Lieblingsmenschen, aber auch so sehe ich Menschen, die mir wichtig sind vielleicht nicht unbedingt jede Woche, doch immer wieder mal. Im Laufe der Jahre habe ich aber auch gelernt, dass Menschen Lieblingsmenschen sein können, ohne dass man sie regelmäßig sieht. Es macht sie ja eher zu diesen besonderen Menschen, dass es sich anfühlt, als hätte man sich gestern erst das letzte Mal gesehen und nicht vor Monaten. 

683. Was war deine beste Entscheidung im vergangenen Jahr?
Uff, große Entscheidungen haben wir nicht getroffen, weil wir wirklich wenig gewagt haben und manchmal denke ich, dass es dennoch noch zu viel ist. Es waren aber viele kleine Entscheidungen, bei denen ich im Nachgang gedacht hatte: Puh, gut, dass wir in dem Moment so oder so gehandelt haben. So manches konnten wir uns dadurch ersparen. Zum Beispiel, als wir beschlossen den kleinen Sohn nicht mehr in die Kita kurz vor Weihnachten zu schicken, wodurch wir so proaktiv gehandelt hatten, dass wir erfolgreich eine Infektionskette unterbrechen konnten.

684. Was war das beste Konzert, das du jemals besucht hast?
Wirklich viele Konzerte habe ich in meinem Leben nicht besucht und wenn, dann weiß ich meist nur, dass ich da war, habe an das Konzert selber aber kaum Erinnerungen. Ich war mal auf der Popcom als Teenager mit einer Freundin, aber wir saßen ziemlich weit oben. Cool war es, glaube ich, trotzdem. Ich war auch mal in der Waldbühne zu Eros Ramazotti, aber ich kann mich auch hier mehr an Wiese und sitzen erinnern. Schöne Erlebnisse waren mit den Kindern die Taschenlampenkonzerte. Irgendwann möchte ich gerne mal ein Sting Konzert besuchen und dieses Jahr geht es für uns alle vier vielleicht tatsächlich zu den Toten Hosen *lach*. Auf das Erlebnis bin ich echt gespannt.

685. Womit belohnst du dich am liebsten, wenn du hart gearbeitet hast?
Eine Runde zocken *lach* und etwas Süßes (oder Knabbern am Abend mit dem Mann).

686. Hast du schon mal jemanden zum Weinen gebracht?
Ja, kam leider vor. Vor allem als Mutter passiert das durchaus mal.

687. Zählt für dich Qualität oder Quantität?
Uff, kommt sicherlich auch darauf an, um welchen Bereich es sich dreht. Qualität ist definitiv wohl das Wichtigere, aber nicht immer ausschlagebende.

688. Was ist die beste Medizin gegen Liebeskummer?
Ich glaube die Nähe eines Menschen, der einem Trost spenden kann, ein Film der ablenkt und Süßes.  

689. Welche fünf Dinge würdest du in einen Picknickkorb tun?
Trinken, eine Tüte Gummibärchen, ganz viel Obst, Müsliriegel und vielleicht ein zwei belegte Brote.

1000 Fragen

690. Hast du viel Selbstvertrauen?
Leider so gar nicht. Es gibt zwar Situationen, in denen ich selbstbewusst auftreten kann, aber das ist meistens in Momenten, wo ich für mein Kind eintreten muss und ihm zeigen will, dass es nichts gibt, wo man in dem Moment ängstlich sein muss. Dabei bin ich selber in so vielen Situationen unsicher und verängstigt, dass ich froh bin, dass ich meist jemanden bei mir habe, der dann wiederum selbstbewusst auftreten kann. Hinzu kommen ständige Selbstzweifel und wenig Selbstwertgefühl… doof, ich weiß.

691. Wen fragst du, wenn du einen weisen Rat brauchst?
Meist meinen Mann. Er ist immer in meiner Nähe und gibt mir den nötigen Anstoß für meine Entscheidung, aber oft auch ein oder zwei Freunde, von denen ich mir eine weitere Sicht der Dinge einholen will.

692. Was ist das Schönste am Nach-Hause-Kommen?
Es kommt irgendwie immer einer angelaufen, der sich freut dich zu sehen und inzwischen zählen auch die Katzen dazu, die wie aufgeregte Kinder zur Tür gerannt kommen und einen um die Beine schleichen. 

1000 Fragen

693. In welchem Unterrichtsfach warst du in der Schule gut?
Kunst. Das habe ich einfach immer gerne gemacht und hat mich nicht groß herausgefordert. Das änderte sich zwar in der Oberschule, als ich auf eine Lehrerin stieß, die vollkommen andere Ansichten als ich hatte, aber es hat sich immer gut gehalten. Gefolgt von Deutsch. Ich habe schon immer gerne ausführliche Geschichten geschrieben und viele Bücher gelesen, so dass ich gut in dem Fach zurecht kam.

694. Wann hast du zuletzt ein Baby in den Armen gehalten?
Ohm… Ich glaube im Oktober 2021 muss das ungefähr gewesen sein. So klein und zerbrechlich…

695. Würdest du jemanden wie dich gern zur Freundin haben?
Oh ne, ich glaube nicht. Ich bin schon manchmal etwas eigen, oft etwas griesgrämig oder wirke wohl verbissen oder verschlossen und bin ganz bestimmt auch nicht immer einfach. Ja, ich versuche zuverlässig und hilfsbereit zu sein, aber ich glaube schon, dass es wichtig ist, dass wir alle unterschiedliche Vorzüge aufweisen, um uns gegenseitig gut ergänzen zu können.

696. Kannst du gut warten?
Kommt darauf an auf was. Wirklich, es ist schwer abhängig davon, worauf ich warten muss. Tendenziell bin ich, glaube ich, schlechter im Warten, aber ich kann es.

697. Welches Problem würde dich veranlassen, zum Psychologen zu gehen?
In Situationen, die mich gnadenlos überfordern, also in denen ich nicht weiß, wie ich diese emotional geregelt bekommen soll. Ich weiß nicht so richtig, wie ich das ausdrücken soll, aber es gibt sicherlich Momente, in denen ich mich recht hilflos fühle und wo ich gerne Lösungsmöglichkeiten bekomme. Nachdem mein Vater gestorben ist, habe ich oft gedacht, dass ich wohl auch etwas außerhalb der eigenen Familie brauche, um mich aussprechen zu können. Nicht ständig, aber hin und wieder vielleicht.

698. Was möchtest du irgendwann noch lernen?
Ich will das mit der Gitarre endlich mal geregelt bekommen *lach*

699. Worauf kannst du keinen einzigen Tag verzichten?
Kakao… nein, Scherz… einen Tag ohne meine Kinder und den Helden, das geht nicht. Ich will sie doch wenigstens einmal sehen oder zumindest sprechen.

700. Wie oft beginnst du einen Satz mit: „Als ich so alt war wie du …“?
Immer öfter *lach*. Meistens wenn ich mit dem großen Sohn über aktuelle Entwicklungen reden muss. Aber das sind dann nicht Sätze wie “Als ich so alt war wie du musste ich jeden Tag 5 Kilometer durch tiefsten Schnee zur Schule laufen” oder “.. gab es noch keine Handys”, sondern wir reden dann meist darüber, wie es in unserer Gegend aussah usw. Diese Gespräche über Wege und Erreichbarkeit und dieses “Wir sind ja früher auch groß geworden”, finde ich immer wenig hilfreich, denn wenn wir die Mittel damals gehabt hätte, die wir heute haben, hätten unsere Eltern sie ohne Zweifel auch genutzt.

Es gibt so Dinge, da rollt man manchmal einfach mit den Augen, oder?

Gerade beim letzten Punkt. Ich habe diese “Als ich so alt war wie du” Gespräche immer gehasst. Ich hab immer schon gedacht, dass man Kind sein heute ja nicht mit Kind sein damals vergleichen kann. Die Bedingungen ändern sich ständig und ganz ehrlich: Ich finde Kind sein aktuell ist auch wieder eine Herausforderung für sich, wo ich dankbar bin, dass ich da als Kind nicht durch musste.

Aber das Ganze ist wohl ein Thema für sich, nicht wahr? Vielleicht quatschen wir darüber hier ja auch bei Zeiten mal ganz in Ruhe. Welche der 20 Fragen war heute eure Lieblingsfrage? Erzählt es mir doch in den Kommentaren und wie ihr sie beantworten würdet. Das fände ich mal sehr spannend.

Ansonsten könnt ihr euch den Fragenkatalog natürlich bei feiersun selber mal holen und euch den Fragen widmen. 

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