Geschwisterzimmer? – Drei Wochen und was es bisher bewirkt hat!

Geschwisterzimmer

Könnt ihr euch noch an meinen Beitrag erinnern? In diesem Beitrag teilte ich meine Überlegungen mit euch, ob es sinnvoll wäre, wenn zwei Jungs sich ein Zimmer teilen, bei denen der Altersunterschied knapp 5 Jahre beträgt. Den Wunsch dazu hatte tatsächlich der große Sohn geäußert, denn für uns war eigentlich immer klar, dass jeder sein eigenes Zimmer haben sollte, sofern dies möglich ist.

Nun ist es aber so, dass bei uns ja immer noch Ausnahmezustand herrscht!

Ihr seid es sicher schon leid, mein ewiges Gejammer zu hören, aber wir warten nun bereits seit 2 1/2 Wochen darauf, dass die Versicherung endlich die Wiederherstellungsarbeiten bestätigt. Nur noch darauf. Ich könnte durchdrehen. Ehrlich. Alles ist bereit, alle stehen in den Startlöchern und wollen loslegen. Es fehlt nur dieses eine kleine OK und das lässt nun bereits über zwei Wochen auf sich warten. Ich persönlich empfinde das als eine Zumutung eine vier Köpfige Familie mit zwei Kleinkindern so lange in diesem Zustand leben zu lassen. Allgemein bin ich der Meinung, dass vieles gar nicht so ausgeartet wäre, wenn so mancher Vorgang schneller vonstatten gegangen wäre. Wie auch immer…ich arte da gerade mit meinem Frust etwas aus. Immerhin soll es heute um die beiden Jungs und ihre Entwicklung gehen.

Wie ich also schon erwähnte, herrscht bei uns derzeit immer noch Ausnahmezustand. Im Wohnzimmer, im Flur, in der Küche… überall liegt Werkzeug rum und Kisten stehen im Weg. Normaler Weise hat der Kleine tagsüber meistens im Wohnzimmer gespielt. Er hat dort einen Bereich bzw. eine Spielecke, wo er sich austoben kann und dennoch immer in unserer Nähe ist. Das ist für alle Beteiligten an sich angenehmer, wenn man bedenkt, dass die Kinderzimmer im ersten Stock sind.

Das Spielen im Wohnzimmer ist aber aktuell eher eine Zumutung.

Es macht einfach keinen Spaß ständig den Dingen ausweichen zu müssen und man weiß nie, wann wieder einmal Werkzeug gebraucht oder weitere Sachen in den Weg gestellt werden. Glaubt mir, wir machen drei Kreuze, wenn das alles hier endlich vorbei ist!

Also habe ich vor drei Wochen beschlossen dem Wunsch nach einem Geschwisterzimmer nachzugehen und eine Zwischenlösung kreiert.

An einem Nachmittag fanden die Kinder und ich uns im Zimmer des Großen ein. Die Trocknungsfirma hatte endlich auch die letzte Heizplatte aus dem Zimmer geholt und der Miniheld hatte sein Reich endlich wieder für sich. Wenn man mal davon absieht, dass die Wand etwas unschön aussieht mit den Rissen darin und den abgerissenen Tapeten. Man wird allerdings nach so langer Zeit genügsam und so nutzten wir die neu gewonnene Freiheit und schoben Möbel!

Das Bett wurde wieder zum Hochbett umgebaut und in eine andere Ecke geschoben, der Schreibtisch fand eine neue Ecke und der Kickertisch wurde auf den Dachboden gebracht. Ein zwei Schränke wurden ausgetauscht und andere auch an andere Plätze geschoben und Stück für Stück für Stück schufen wir so einen großen Raum, der für beide Kinder gleichermaßen nutzbar ist.

Ein Geschwisterzimmer für groß und klein – Was ist zu beachten!

Einen schönen Beitrag dazu entdeckte ich vor zwei drei Tagen bei Bella und musste etwas schmunzeln, weil wir recht ähnliche Gedanken dabei hatten.

So war mir zum Beispiel wichtig, dass es Bereiche gab, an die das Heldenkind ohne Probleme alleine ran kommen würde, aufgefüllt mit Sachen, die es auch ohne Probleme nehmen darf. Dazu zählt zum Beispiel das Lego Duplo, die Brio Eisenbahn oder die Küchensachen. Auch Kinderbücher, Kuscheltiere, Verkleidungskiste und eine Tasche gefüllt mit Autos sind alle auf erreichbaren Höhen. 

Alles, was dem Minihelden gehört und heilig ist, befindet sich wiederum auf den höheren Ebenen, wo das Heldenkind nicht ohne Weiteres heran kommt, so dass der Miniheld nicht ständig Angst um seine heißgeliebten Fußball – Karten zum Beispiel haben muss *lach*.

Geschwisterzimmer

Die Raummitte ist nun frei. Sie bietet viel Platz zum Spielen mit – aber auch nebeneinander. Die Jungs nutzen das zwar jetzt überwiegend für ihr gemeinsames Hobby (Fußball) aus, aber immerhin spielen sie nun viel gemeinsam.

Einen Rückzugsort gibt es auch, aber anders als geplant!

Ich hatte damals gesagt, dass ich dem Minihelden dann ein eigenes kleines Reich zum Arbeiten und Entspannen schaffen möchte. Das ist so natürlich noch nicht möglich und muss noch ein bisschen warten. Dennoch haben wir eine Möglichkeit gefunden, das der Miniheld bei Bedarf auch mal seine Ruhe haben kann. Besonders, wenn er wieder Keyboard üben will oder Hausaufgaben machen muss. Das ist wichtig und sollte so auch möglich sein.

Wir haben zwar inzwischen sogar das Bett vom Kleinen unter das Hochbett gestellt, wo der Kleine tatsächlich sogar dann und wann schon nachts schläft, aber einige seiner Sachen stehen dennoch in seinem kleinen Raum. Hier hin geht das Heldenkind manchmal, um sich ganz in Ruhe mit anderen Sachen zu beschäftigen, wenn der große Bruder mal seinen Freiraum braucht. Später wird daraus mein Arbeitszimmer und der Miniheld bekommt sein eigenes unterm Dach. 

Und? Funktioniert das Geschwisterzimmer? Was erhoffe ich mir davon?

Das Geschwister sich streiten, das ist wohl niemals so richtig zu vermeiden. Es sind zwei Individuen mit ganz eigenen Bedürfnissen, die manchmal einfach durchgesetzt werden wollen. Man kann nicht immer vom großen Bruder verlangen, dass er Verständnis für den kleinen Bruder haben soll und auch der Kleine kann nicht immer verstehen, warum der Große das jetzt doof findet.

Dennoch habe ich nun nach gut drei Wochen eine Veränderung feststellen können. Besonders am Anfang ging das gemeinsame Spielen im Zimmer nur gut, so lange ich mit im Raum war. Kaum ging ich mal runter, um kurz die Wäsche zu machen oder etwas weg zu räumen, dauerte es keine zwei Minuten und es gab Geschrei und Streitereien wegen Nichtigkeiten. Ok, für uns Erwachsene sind das Kleinigkeiten, aber für die Kinder eine ernst zu nehmende Sache. Mir zeigte das aber nur, dass es eigentlich um so wichtiger war, dass sie lernten mehr auf die Bedürfnisse des anderen einzugehen und so versuchten wir es weiter. Immer wieder mal für ein kleines bisschen Zeit.

Geschwisterzimmer

Nach ein paar Tagen änderte sich etwas…

Der Miniheld hörte mehr und mehr auf zu sagen „Nein, geh raus, das ist mein Zimmer“ und das Heldenkind durfte immer öfter auch einfach mit rein kommen. Manchmal schaute ich in das Zimmer und fand zwei ruhig spielende Kinder vor. Manchmal gemeinsam, manchmal jeder für sich. Der Miniheld lag auf seinem Bett oben und las ein Comic und der kleine hatte sich unten die Autos aufgebaut. Oder aber sie hatten sich wieder einmal entschieden mit dem weichen Ball ein Turnier zu veranstalten und schossen laut lachend quer durch den Raum.

Spielzeuge wurden hervorgeholt, die schon lange keine Beachtung mehr gefunden hatten und wurden durch die Augen des Kleinen nochmal vollkommen neu entdeckt.

Stück für Stück fanden sie wieder ein bisschen mehr zueinander und ich freue mich sehr über diese Entwicklung. Dennoch bin ich immer darauf bedacht dem Minihelden seine Zeiten für sich in dem Zimmer zu ermöglichen. Immerhin bin ich vormittags mit dem Kleinen ja auch oft alleine in dem Zimmer und er kann sich da austoben.

Ein kleiner Bonus für Mama!

Ich kann nämlich nun super ein bisschen Haushalt da oben erledigen (Wäsche, Betten machen, Bad putzen usw.), während er sich dort ganz wunderbar alleine beschäftigen kann.

Geschwisterzimmer

Insgesamt hat sich das Geschwisterzimmer für uns als etwas Positives entwickelt und ich bin gespannt, wie es weiter gehen wird. Vor allem, wenn wir die Räume dann noch einmal entgültig switchen und alles dann auch endlich wieder schön aussieht.

sari-unter

3 Kommentare

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