Über Veränderungen, die gut tun…

Veränderungen

Werbung (unbezahlt) – Der folgende Artikel enthält evtl. Bilder mit Produkten, die wir in unserem Alltag nutzen. Wir haben keine Bezahlung für das Zeigen und Nutzen derselbigen erhalten.

Im Laufe der letzten Jahre habe ich schon oft hier auf dem Blog über Veränderungen gesprochen. Veränderungen jeglicher Art. Seien es die Haare, mein Gewicht, wenn aus einer Schülerin erst eine Arbeitnehmerin und schließlich Mutter wird. All diese Dinge, die in einem Leben halt so passieren. Veränderung an einem selbst und Veränderungen im Alltag.

Veränderungen sind grundsätzlich etwas Gutes, meint ihr nicht?

Manchmal treten sie ungewollt ein und nicht immer bewirken sie etwas Gutes in unserem Leben, aber das steht (hoffe ich zumindest) nicht auf der Tagesordnung, oder? Veränderung heißt ja auch immer, dass ein Wandel stattfindet. In einem selbst oder um einen herum. Und wenn es dann soweit ist, dann war es in der Regel auch an der Zeit, dass diese in Gang gebracht wurde. So zumindest meine ganz persönliche Erfahrung aus der Vergangenheit.

Wenn solche Dinge unerwartet passiert sind und ich erst einmal daran zu knabbern hatte, bin ich gleichzeitig daran aber auch gewachsen und habe mich weiterentwickelt. Kein Stillstand. Ständige Entwicklung und Anpassung. Das Leben steht nun einmal nicht still und das ist auch gut so. Wenn sich irgendwo eine Tür schließt, öffnet sich dafür an anderer Stelle eine neue und man selbst sich vielleicht auch für Möglichkeiten, die man nie in Betracht gezogen hätte. Ich bin ein Mensch, der ständig Veränderung sucht, auch wenn ich es eigentlich liebe, wenn die Dinge sich nur langsam ändern. Das brauche ich dann schon. „Mit dir kann mir gar nicht langweilig werden“, sagte der Mann mal zu mir *lach*. 

Es herrscht manchmal so eine Unruhe oder Unzufriedenheit in mir und dann brauche ich diese Veränderungen…

Oft konzentriere ich mich dann darauf an meinem Alltag etwas zu drehen, andere und neue Routinen zu finden, die mich weiter bringen als die, die ich zuvor genutzt haben. Nur mal als Beispiel. Aktuell habe ich ja zum Beispiel die Morgenroutine eingeführt, einfach deswegen, weil ich gemerkt habe, dass mir diese 20 – 30 Minuten am Morgen gut tun, um zu mir zu kommen.

Manchmal sortiere ich auch Schränke um und versuche eine sinnigere Ordnung zu finden, um die in mir herrschende Unruhe zu beseitigen. Dabei kann dann praktischer Weise gleich aussortiert werden und ich merke, dass es mir von mal zu mal leichter fällt mich von Altlasten zu trennen. Das sind dann Veränderungen, die für andere vielleicht nicht gleich auf den ersten Blick erkennbar werden und das ist auch gar nicht schlimm, denn ich setze sie ja für mich und mein Wohlbefinden in Gang. Aber oft brauche ich auch Veränderungen um mich herum, weil ich einfach merke, dass der Ist-Zustand mich nicht glücklich macht. Ich muss allerdings dazu sagen, dass wir, was Zeitmanagement angeht, leider nicht die schnellsten sind (und ja auch ständig einen vollen Terminplan haben), so dass dieser unangenehme Zustand eine ganze Weile anhält, bis wir ihn endlich mal wieder angehen können.

Zuletzt betraf das nun unser Wohnzimmer und davon möchte ich euch heute erzählen…

In unserer alten Wohnung hatten wir eine Bücherwand und ich habe sie geliebt. Es war ein kleiner Kindheitstraum von mir, ganz wie Belle, so eine Art Bücherei bis unter die Decke zu haben. Als wir dann aber umziehen wollten merkte ich, dass all diese Bücher eigentlich nur schöne Dekoration sind und nur ganz bestimmte immer und immer wieder von mir hervor geholt werden. Daher wollten ich meinen Bestand an Büchern radikal auf diese reduzieren. Im Laufe der letzten Jahre sind dann zwar wieder einige dazu gekommen, aber es ist doch insgesamt sehr viel überschaubarer geworden.

Im neuen zu Hause reduzierte sich dann alles auf Bücherregale im Kinderzimmer und zwei Glasvitrinen links und rechts von der TV-Bank. Gar nicht mal so schlecht, oder? Im Laufe der Zeit musste ich aber feststellen, dass an der Wohnzimmerwand eine Gewisse Unruhe herrschte und eine ganze Weile konnte ich einfach nicht ausmachen, wo das her kam. Doch als ich eines Tages ein Foto von einer Wohnwand im Internet sah, war es mir sofort klar. Von einer Sekunde zur anderen wusste ich, was ich wollte. Ich brauchte dringend diese Veränderung. Unser Alltag ist schon unruhig genug, da wollte ich das nicht auch noch zu Hause haben. Ich wollte einen Ort, der Wohlbefinden ausstrahlt. Also fasste ich einen Plan…

Veränderungen

Kuschelig – In einem Korb sammeln wir Decken und Kissen für die kuschelige Jahreszeit

Das Schicksal griff mir dann schneller unter die Arme als gedacht!

Ich sprach mit dem Helden darüber. Zeigte ihm Beispielfotos davon, was ich mir vorstellte, was ich gerne für unser Wohnzimmer wollte und versuchte ihn davon zu überzeugen, dass es definitiv eine Verbesserung wäre. Zumal es insgesamt schlichter und minimalistischer werden würde, als vorher und das müsste doch eigentlich den Geschmack des Mannes treffen.

Grundsätzlich fand er die Idee auch gar nicht schlecht, warf aber (berechtigter Weise) ein, dass unsere aktuellen Schränke noch gar nicht so alt wären und wir diese ja erst einmal irgendwie wegbekommen müssten. Japp, er hatte recht. Und an dieser Stelle geriet mein Plan in Stillstand. Standby quasi, bis der richtige Zeitpunkt eintreffen würde. Und dann schlug das Schicksal (mehr oder weniger) auf einmal zu. Zwei Dinge passierten, die dafür sorgten, dass mein Plan nun doch schon umgesetzt werden konnte.

Zum einen war da ja im Juli mein Geburtstag…

…und ohne, dass wir jemanden groß von meiner Idee erzählt hatten, gab es für mich einen Gutschein für das angestrebte Möbelhaus. Wie passend. Da es aber ein Aktionsgutschein war, hatten wir nicht unendlich Zeit diesen einzulösen. Damit hatten wir schon einmal quasi eine Deadline. Gut für uns, denn manchmal brauchen wir das einfach.

Das zweite, was uns dabei half die Veränderung recht schnell umzusetzen, war meine Schwester. Diese wollte nämlich auch unbedingt Veränderung in ihrem zu Hause und liebäugelte von der Art her mit genau solchen Schränken, wie wir nun recht schnell loswerden mussten. Perfekt, oder? Klar war also: Wir hatten schon jemanden, der uns die Schränke abnehmen würde und wir hatten schon einmal einen Teil des Geldes Dank Gutschein und Verkauf beisammen. Fehlte nur noch eine Möglichkeit das alles umzusetzen.

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Große Bilder und kleine Accessoires runden das Bild ab…

„Wir hätten morgen eventuell einen Lieferwagen zur Verfügung“

Und genau dieser Satz setzte alles in Gang! Am Abend erzählte meine Schwester mir davon. Ein Bekannter ziehe um und sie könnten am Ende den Wagen für den Möbeltransport nutzen. So kam es, dass wir an einem Samstag, statt wie geplant einen Ausflug zu machen, den ganzen Vormittag Schränke ausräumten, auswischten, Sachen aussortierten und Schränke weg trugen. Den Nachmittag verbrachten wir dann im Möbelladen mit der Planung und den Abend mit Zusammenbauen. Ein Nachbar half uns sogar ein bisschen bei der Aufhängung und so kamen wir an einem Tag ziemlich weit. 

Schon im Laufe des Tages merkte ich, wie mir nach und nach kleine Gewichte von den Schultern purzelten und ich besser Luft bekam. Also so gefühlt. Der Raum gewann an Größe und Licht, die Unruhe verschwand mehr und mehr und ich hatte mich noch einmal mehr von der einen oder anderen Altlast getrennt. Es dauerte zwar einige Tage, bis wir mit dem Aufbau (vor allem den Türen) fertig waren, aber ich war sehr glücklich über diese Veränderung und spürte einmal mehr, dass ich sie dringend nötig gehabt hatte. Und ich glaube Karma, Schicksal oder was auch immer hat das auch so gesehen, sonst hätte es mir nicht so gut unter die Arme gegriffen.

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Minimalistisch und helle Farben. Auf einmal wirkt alles viel größer…

Manchmal brauche ich diese Veränderungen einfach, um mich wieder mehr wie ich zu fühlen. Mehr Luft zu bekommen, mehr Wohlbefinden zu empfinden und es ist spannend zu beobachten, wie sehr sich mein Stil, meine Vorlieben im Laufe der Jahre verändert haben…

Kennt ihr das?

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