Tagebuchbloggen – Wie geht es uns eigentlich so?

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Ich schreibe wieder Listen. Ja, tatsächlich. Immer wieder ärgere ich mich darüber, wie schwer es uns fällt in einen geregelten Alltag zurück zu finden, aber so richtig etwas dagegen getan habe ich auch noch nicht. Also schreibe ich nun wieder Listen, um in meinem Kopf zumindest für etwas Ordnung zu sorgen. Seitdem ich das mache, habe ich das Gefühl hier auch wieder ein wenig mehr zu erreichen.

Seitdem ich das tue, habe ich zum Beispiel meinen eigenen Kleiderschrank mal wieder auf Vordermann gebracht, den vom kleinen Sohn auch, habe kaputte oder zu kleine Sachen aussortiert und durch neue Größen ersetzt. Ich habe mit den Kindern Bücher aussortiert und teilweise gespendet und räume mit dem kleinen Sohn gerade nochmal ein wenig in seinem Zimmer um. Wir nähern uns mehr und mehr dem System, was für ihn und seine Bedürfnisse aktuell am besten geeignet erscheint und wenn wir damit durch sind, dann geht es beim großen Sohn weiter, denn er scheint nun in einer Phase seines Lebens zu stecken, wo er sich tatsächlich zum Arbeiten lieber in sein Zimmer verzieht, anstatt (wie sonst immer) am Esstisch zu sitzen.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie es bei mir in dem Alter war…

Ich weiß noch, dass ich irgendwann anfing sehr viel Zeit in meinem Zimmer zu verbringen. Ich lag auf meinem Bett und las Stunden lang in Büchern oder zeichnete viel. Wenn ich Hausaufgaben machte, dann fand man mich an meinem kleinen Sekretär wieder, wo ich manchmal mehr verträumt als konzentriert saß und Menschen durch mein Fenster beobachtete. Manchmal nahm ich sogar mein Essen mit auf mein Zimmer und genoss einfach die Ruhe, die ich dort hatte. Hachja… schon komisch nun zu erleben, dass die Phase wohl nun langsam auch bei meinem großen Sohn eintritt. Aber ich kann ihn verstehen.

Sein Stundenplan ist ordentlich und es gibt viel zu tun. Jede Woche gibt es in mindestens einem Fach einen Test und derzeit scheinen sie auch jede Woche in einem anderen Fach eine Klassenarbeit zu schreiben. Haben wir also gerade für die eine Sache fertig gelernt, geht es direkt mit der nächsten weiter. Tauschen möchte ich ehrlich nicht. 

Hinzu kommen die Dinge, die gerne in der Freizeit gemacht werden. Ganz vorne dran steht natürlich der geliebte Sport Fußball und dort sind inzwischen die Ansprüche an sich selbst sehr hoch. Ganz anders, als wir es gerade beim kleinen Sohn erleben, der nun auch mehr und mehr in die Welt eintaucht, aber noch vollkommen andere Prioritäten hat. Die Tage sind derzeit voll. Manchmal wirklich sehr voll und so kann ich verstehen, dass der Miniheld die ruhigen Momente am Tag für sich genießt. 

Ich bin froh, dass wir einen milden Herbst erleben bisher!

Das gibt noch viel Licht, viel frische Luft und Wärme, die es uns ermöglichen jeden Tag unsere Zeit draußen zu verbringen. Wir sind zwar schon voller Vorfreude auf die Projekte, die wir uns für die verregneten Tage vorgenommen haben, aber aktuell genießen wir es einfach, dass wir mit dem Fahrrad fahren und auf Spielplätze gehen können. 

Es macht alles so viel leichter, dass wir nicht jeden Morgen abwägen müssen, ob wir in Regensachen aus dem Haus oder gar die Fahrräder stehen lassen müssen. Und auch die Tatsache, dass der Mann im Homeoffice ist, macht die morgendliche Organisation etwas überschaubarer. So kann der kleine Sohn zum Beispiel einfach so lange im Bett liegen bleiben, bis ich den großen zur Schule gebracht habe und wir dann gemeinsam den Weg zur Kita antreten können.

Hach und der kleine Sohn geht derzeit so, so gerne in die Kita. Es ist toll zu sehen, wie wohl er sich da fühlt. Jeden Morgen, wenn wir an der Kita ankommen, wird er regelrecht bestürmt und gefragt, ob er mit jemanden spielen möchte. Er hat viele Freunde da und das lässt mein Mama-Herz jedes Mal wieder aufatmen. Mein Vorhaben, dass er sich nun auch öfter verabreden soll, haben wir ebenfalls erfolgreich umgesetzt. So ist der kleine Sohn einfach mal spielen, während ich mit dem großen unterwegs bin und alle sind wunderbar versorgt. Schön, wenn alles irgendwie klappt. Obwohl ich mich durch die vollen Tage manchmal sehr gestresst fühle.

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Gefühlt bin ich nur unterwegs, deshalb sind die Listen so wichtig!

Die Listen helfen mir in etwa einen Überblick zu behalten. Was möchte ich im Laufe der Woche schaffen? Was MUSS gemacht werden. Wann haben wir welche Termine. Tatsächlich bin ich dazu übergegangen neben meinem Planer nun doch auch nochmal einen Familienkalender zu führen, wo ich für alle sichtbar alle Termine des Monats eintrage.

Ich schreibe wieder einen Essensplan, der allerdings recht flexibel gehalten wird. Es ist eher eine Art Übersicht, welche kulinarischen Möglichkeiten wir jede Woche haben. Nur ein Termin ist nicht verhandelbar in den Augen der Kinder: Der süße Montag *lach*. Gut, das kann ich aber auch verstehen. Grundsätzlich kochen der Mann und ich aktuell jeder für sich selber. Wir haben den Plan gefasst unter der Woche möglichst auf Fleisch zu verzichten, doch dieses Thema wollen wir im Oktober dann so richtig angehen. Grundsätzlich sind die Kinder ja durch Schul – und Kitaessen versorgt. In der Praxis sieht das allerdings so aus, dass die Mensa vom großen Sohn meist so überfüllt ist, dass er entweder selten ran kommt oder das leckere Essen dann schon aus ist, so dass ich für ihn irgendwie doch immer Mittagessen kochen muss. Das ist wirklich unschön und muss sicherlich nochmal thematisch irgendwie angegangen werden. Naja und der kleine Sohn hat grundsätzlich auch dann plötzlich Hunger, wenn der große Bruder isst, so dass eben doch beide am Nachmittag zu Hause sitzen und etwas essen. Klappt aber irgendwie alles.

Dennoch sammeln der Held und ich gerade fleißig Rezepte für den Oktober!

Man muss dazu sagen, dass wir eigentlich sehr gerne Fleisch essen. Daher werden wir nicht gänzlich darauf verzichten. Das ist für uns eher unrealistisch. Ich weiß, es gibt viele tolle Alternativen, aber wir essen gerne mal ein gutes Gulasch oder eine leckeres Steak vom Grill. Total verzichten wollen wir also nicht und die Kinder müssen das schon gar nicht. Aber wir wollen den Verzehr doch zumindest irgendwie drastisch reduzieren.

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Der Plan: Unter der Woche kein Fleisch. Salat, Obstsalat, Gemüse, Suppen und mehr… das wollen wir unter der Woche kochen und wenn möglich ohne Fleisch dazu. Das wiederum soll es dann zum Wochenende geben und wir haben schon immer am Wochenende aufwändiger gekocht als unter der Woche, weil da einfach ganz anders Zeit und Ruhe für zur Verfügung steht. Hierfür wollen wir dann auch eher mal auf den Bauernhof fahren und das Fleisch frisch kaufen. 

Problem ist aktuell allerdings noch, dass die Kinder wirklich schlecht Gemüse essen und ich ja nicht immer nur Rotkohl und Möhrchen kochen kann. Der Rest wird in der Regel nicht angenommen, also sind wir noch auf der Suche nach schönen Rezepten, die auch für die Kinder interessant klingen und schmecken. Vielleicht habt ihr ja ein paar Ideen.

Grundsätzlich denke ich aber, dass es uns gut geht

So langsam finden wir in unseren Alltagstrott rein. Immerhin hat die Schule vor mehr als einem Monat angefangen und so langsam bekommen wir einen Gefühl für die täglichen Abläufe. Sollte mit dem Homeoffice für den Mann doch bald Schluss sein, werden wir da wohl nochmal etwas nachjustieren müssen, aber wenn ich mir die aktuellen Zahlen so anschaue, vermute ich eher, dass wir wieder ein paar Rückschritte machen werden.

An manchen Tagen fühlt sich alles wieder so unglaublich normal an. Aufstehen, zur Schule gehen, in die Kita und zum Wocheneinkauf. Die Kinder haben Training und wir können bei schönem Wetter zum Spielplatz. Inzwischen fühlt es sich schon fast normal an die Masken überall zu tragen und beim Betreten eines Gebäudes sich irgendwo nochmal die Hände zu desinfizieren. Die Kinder sehen ihre Freunde, wir quatschen mit den Nachbarn am Gartenzaun, Geburtstage werden gefeiert und Fußbälle bei Freundschaftsspielen desinfiziert. Alles normal und gleichzeitig komisch.

Manchmal laufe ich die Straße entlang, blicke auf die Menschen mit ihren Behelfsmasken und muss dabei an einen Film denken. An diese Science Fiktion Filme, in denen die Menschen hinter Masken versteckt, sich vor der Umweltverschmutzung schützend bei regelmäßigen Ansagen durch irgendwelche Lautsprecher durch den Alltag bewegen, Hygieneduschen nehmen und alles in Schutzfolien eingeschweißt ist. Wisst ihr, was ich meine? Manchmal habe ich das Gefühl mich in so einem Film zu bewegen und dann, im nächsten Moment, erscheint alles wieder wie immer. Eine komische Welt.

Und all diese Stimmen um einen herum

Manchmal bin ich wirklich nur noch genervt. Da sind die Menschen, die das alles nur für ein Spiel halten. Für einen Verschwörungsplan irgendwelcher Politiker, die uns alle in unserem Denken und unserer Freiheit einschränken wollen. Auf der anderen Seite dann die, die quasi den Untergang der Welt sehen. Meine Timeline ist voll von Pro- und Contra-Menschen, die sich gegenseitig Spruchbilder, Analysen, Zahlen und vermeintlich wissenschaftliche Forschungen an den Latz knallen und denken, dass sie damit mehr als nur ein bisschen Provokation erreichen. 

Ich weiß auch nicht. Ich finde immer noch, dass es kein Bein brechen ist sich an ein Mindestmaß an Rücksicht auf seine Mitmenschen zu halten. Es tut nicht weh sich einmal mehr die Hände zu waschen und in die Armbeuge zu niesen. Soll man sowieso machen. Genauso wie Kind und Kegel bei Fieber mindestens zwei bis drei Tage zu Hause zu behalten und bei anhaltend hohen Temperaturen den Arzt aufzusuchen. Es ist auch nicht schwer mal ein bisschen Abstand zu wahren und hier und da mal eine Maske zu tragen, wenn es dazu beitragen kann mein Umfeld zu schützen oder zumindest dafür zu sorgen, dass sich mein Umfeld dadurch etwas sicherer fühlt. Meine Meinung auf jeden Fall.

Aber mir war schon immer etwas Abstand lieber als zu viel Nähe in der Öffentlichkeit und wenn ich morgens sehe, wie voll die Busse immer sind, werde ich auch weiterhin versuchen so lange wie möglich mit dem Sohn mit dem Rad zur Schule zu fahren, aber ganz unabhängig von einer Pandemie und Co!

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Tagebuchbloggen – Ich glaube so könnte ich noch ewig weiterschreiben!

Schon komisch, wenn man mal ein paar Minuten am Tag findet, in denen man einfach mal seine Gedanken ordnet, etwas Raum in seinem Kopf schafft und niederschreibt, was einen derzeit so beschäftigt. Es tut gut, den Schreibfluss einfach mal laufen zu lassen, auch wenn vieles für euch vielleicht eher belanglos erscheint.

Daher das Ganze auch unter dem Titel „Tagebuchbloggen“. Es erfasst einfach den Moment und im Moment genieße ich den Herbst, leide etwas unter „Spätjahresmüdigkeit“ und bin froh, dass die Kinder in dieser neuen Phase scheinbar ganz gut angekommen sind und der große Sohn zum Beispiel nicht den leistungstechnischen Einbruch erlitten hat, mit dem ich nach der doch recht großen Veränderung gerechnet habe. Dennoch sammeln wir spannende neue Erfahrungen durch diesen Wechsel und lernen gerade alle noch ein wenig dazu. Auch schön.

Zusammenfassend kann man also sagen: Es läuft. Irgendwie. Mal ist es stressig, mal erscheinen die Tage voll bis über den Rand und gleichzeitig genießen wir die sonnigen Stunden, die wir zusammen verbringen können oder die Leserunden am Abend, bevor es für die Kinder ins Bett geht und wir auch langsam runter fahren. 

Es läuft, könnte man also sagen. Und bei euch?

*Anmerkung: Der Artikel enthält evtl. Bilder mit Produkten, die wir in unserem Alltag nutzen oder Linkempfehlungen. Wir haben keine Bezahlung für das Zeigen oder Nutzen derselbigen erhalten.

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