Manchmal fühle ich mich so naiv… #Printable

Normalität

Normalität? Ein Jahr später blicke ich auf einen Beitrag, in dem ich versuche mir wieder etwas Hoffnung zu machen, dass alles anders werden könnte. Ich lese diesen Beitrag und darüber, wie die Geschehnisse der letzten vielen Monate alles durcheinander gewirbelt und Erfolge zunichte gemacht haben. Ich lese dass und ärgere mich. Über mich selber. Vor einem Jahr schrieb ich einen Beitrag, in dem ich fünf kleine Ziele ausformulierte, die ich jeden Morgen schaffen wollte, damit ich mit einem motivierten Kick in den Tag starte, auch wenn nie ganz absehbar ist, was das für ein Tag werden wird und wie lange diese Tage so möglich sein können. Fünf wirklich einfache Dinge. Ein Geschirrspüler, eine Waschmaschine, ein Frühstück… Alles mit dem Ziel das Chaos hier nicht Herr werden zu lassen.

Manchmal empfinde ich mich im Rückblick ganz schön naiv.

Ich bin so ein Mensch, der gerne mal in alte Gewohnheiten zurückfällt. Wem passiert das nicht hin und wieder mal. Habe ich erfolgreich Wochen lang auf Kakao am Morgen verzichtet, reicht auch nur ein Glas und zack, ich bin wieder voll drin im morgendlichen Kakao-Rausch. Nur einmal die Waschmaschine nicht angemacht, ist der Korb auf einmal wieder bis oben hin voll und man hat mit Mount Washmore zu tun. Einmal eine Woche lang nicht konsequent die Morgenroutinen durchgezogen und man findet nur schwer in diesen Rhythmus wieder rein und ich muss alles jedes Mal wieder auf Anfang setzen.

Normalität

Was heißt das konkret? Ich muss mir neue Listen drucken, meine Schaltzentrale neu ordnen und meinen Planer nochmal ordentlich machen und mir einen Starttermin setzen, an dem ich einfach nochmal mit allem von vorne anfange. 

So schlimm ist das alles eigentlich gar nicht, aber ihr kennt sicherlich auch das Gefühl, das alles im Chaos versinkt, wenn man durch die eigenen vier Wände wandert, oder?

Zuletzt warfen mich Krankenlager und Baustelle raus…

Im Flur stand die Waschmaschine, im Vorgarten Wochen lang Werkzeug, die alten Armaturen und im Wohnzimmer Kisten mit Badezimmerkram. Da ist die Motivation sauber zu machen recht gering, wenn man weiß, dass am nächsten Tag der Handwerker wieder da ist und neuen Staub machen wird.

Aber mal davon abgesehen fallen einem kleine Mängel meist viel intensiver auf, wenn man viel zu Hause ist. Ihr kennt das? Wenn man viel unterwegs ist, dann sieht man das alles nicht so und das ist normalerweise bei uns schon alleine durch Fußball der Fall. Wenn man allerdings Wochen lang im Homeschooling sitzt oder Tage lang zu Hause ist, weil Krankenlager herrscht, dann sieht man, wie überall Wäsche, Zeitungen, Papiere und Staubmäuse ihr Unwesen treiben und ist frustriert. Manchmal weiß man dann gar nicht, wo man am besten anfangen sollte. Geht man jetzt nach Kon Marie vor und Arbeite nicht in Kleinschritten, sondern in einer bestimmten Abfolge oder schafft man sich tägliche Routinen nach Flylady? Oder eben doch in Kleinschritten? Eine tägliche 15 Minuten Challenge zum Beispiel.

Vor zwei Jahren habe ich mal angefangen eine Wochenliste zu erstellen mit 52 Dingen, von denen man jede Woche eine angehen sollte. Vielleicht greife ich das nochmal auf? Die Sari-Methode oder so? Nein, ich glaube den Schuh habe ich nicht neu erfunden, aber manchmal braucht es den Anstoß oder zumindest eine Liste, die man abhaken kann. Ich brauche so etwas.

Fit werden, Krone richten, Listen schnappen und los geht’s…

Es ist immer so ein kleiner Zwiespalt, der aktuell überall herrscht. Wir alle wünschen uns die Normalität zurück. Wollen wieder alles ganz normal machen und erleben dürfen. Vor allem die Kinder, die inzwischen schon mit Unwohlsein morgens aufstehen, weil sie wissen, dass heute in der Schule wieder ein Test ansteht. Vor zwei Wochen noch freute sich der große Sohn, dass durch das Testen in der Schule dafür nun das Testen wegfällt, wenn wir irgendwo hin wollen. Nun denken sie darüber nach ungeimpften Kindern den Zugang zu vielen Dingen zu verweigern und ich fühle mich nach wie vor nicht wohl damit, meinen Kindern den Impfstoff jetzt schon geben zu lassen – bin ehrlich gesagt froh, dass sich diese Frage für uns (noch) nicht stellt, da beide Kinder unter 12 sind. Das Gefühl, dass sie vielleicht Dinge nur noch dürfen, wenn… blödes Gefühl und es bereitet uns alle Bauchschmerzen. Ich weiß auch nicht… Ist das jetzt die Lösung dafür, dass viele sich nicht an Regeln halten oder sich impfen lassen wollen? Ab auf die Kinder? Aber ich schweife ab… das gehört hier nicht her…

Ja, jedenfalls wünschen wir uns alle die Normalität zurück. Gartenpartys bei schönem Wetter mit Freunden, zusammen schwimmen oder bowlen gehen ohne vorher alles mögliche abwägen zu müssen. Sich umarmen und zusammen Spaß haben, ohne sich teilweise nur nuschelnd durch die Masken zu verstehen. Dass die Kinder ganz normal Schule und Kita besuchen dürfen. All das. Aber ich merke gerade auch, dass mehr Normalität eben auch wieder bedeutet vollere Tage und Erkältungen im Herbst. Normalität ist nämlich bei uns erkältete Kindern von September bis März. Das blieb nun natürlich eine Weile aus, nachdem die Kinder ja quasi nirgendwo hin konnten. War zwar ganz nett, aber eben irgendwie auch doof. Nun fechten wir wieder den täglichen Kampf aus, ob das Kind mit einer Schnupfnase unter Menschen darf. Nervend… ist aber so. Und wirft den Alltag zu Hause genauso aus der Bahn, wie vieles andere. Vielleicht lasse ich mich aber auch nur einfach aus der Bahn werfen, wer weiß…

Normalität

Manchmal reicht es nicht nur Listen zu schreiben, man muss sie auch ernsthaft angehen…

Daher brauche ich das. Dieses transparent machen für mich und für andere. Und zwar konsequent, denn wenn ich das nicht mache, dann belüge ich mich gerne selber und da bin ich halt gerne auch mal naiv. „Ach, ein bisschen hast du ja heute gemacht“, sage ich mir gerne und lasse die anderen Punkte dann fallen.

Anfang des Jahres zum Beispiel hatte ich mit der Freundin aus Frankfurt eine Challenge: Jede Woche stellt jeder 5 Dinge bei Kleinanzeigen rein und als Beweis müssen wir uns gegenseitig Fotos davon schicken. Die Kinder haben sich gefreut, denn ihre Spardosen füllten sich gut auf und der Dachboden wurde etwas leere. So etwas brauche ich. Werde ich wohl nun auch wieder starten. Krone wurde gerückt, nun muss der Drucker heiß laufen und der Planer entstaubt werden. Schon wieder… herrjeh. 

Folgendes möchte ich bis der September zu Ende ist geregelt bekommen fernab meiner ZfV-Liste, die ich ja sowieso habe:

  • Planer fit machen und ab kommenden Montag wieder intensiv nutzen
  • 5 neue Anzeigen bei Kleinanzeigen schalten
  • ausrangierte Kleidung spenden
  • 5 Tage in Folge die Morgenroutinen erfolgreich wieder umsetzen
  • die Küche einmal grundreinigen
  • Tägliche To-Do-Liste auf Instagram für mehr Transparenz (und Druck für mich)

Für den letzten Punkt habe ich euch heute mal wieder ein kleines Printable bzw. Freebie mitgebracht, das ihr natürlich gerne auch einfach so nutzen könnt oder eben, wie ich, um jeden Tag auf Instagram in den Stories eine To-Do-Liste zu posten. Das möchte ich ab heute tun. Morgens was ich schaffen möchte, abends, was ich tatsächlich geschafft habe. Vielleicht habt ihr ja Lust mitzumachen.

Normalität Freebie Preview

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Wenn ich das geschafft habe, dann kann ich glaube ich relativ fit und frei in den Oktober starten, der dann wieder vollkommen organisiert ablaufen wird. So hoffe ich. Mit regelmäßig Yoga, morgendlichen kleinen Listen, die abgehakt werden, mehr Obst und co… das Übliche eben und so wieder etwas mehr Alltag, Wohlfühlen und Normalität zu erreichen.

In welche alten Gewohnheiten verfallt ihr immer wieder? Was tut ihr dagegen und was bedeutet für euch Normalität? Wie transparent seid ihr dabei und wie sehr braucht ihr das? Ich würde mich wirklich sehr über einen regen Austausch in den Kommentaren freuen!

Anmerkung: Das Freebie wurde mit dem Onlinetool von Fotor.com erstellt.

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