Heldenküche – Mein 1. Versuch Obazda selber zu machen

Obazda

Heute habe ich euch nach längerer Zeit mal wieder ein Rezept mitgebracht. Angekündigt hatte ich es ja letzte Woche Donnerstag schon, vorgenommen mich mal selber daran zu versuchen vor sogar noch längerer Zeit. Genau genommen Anfang August, als wir mit meiner Schwester und ihrem Mann in einer Brauerei bei leckerem Kartoffelbrot und Obazda zusammen saßen. Letztes Jahr probierte ich das erste Mal Obazda etwas vorsichtig, weil Camembert nun eigentlich so gar nicht mein Fall ist. Damals waren wir auf ein kleines gemütliches Oktoberfest eingeladen und ich musste feststellen, dass es in Kombination mit Brezel und Co wirklich sehr lecker war.

Daran fühlte ich mich in der Brauerei erinnert und fasste den Entschluss, dass ich mich bei Gelegenheit gerne auch mal selber an einem Rezept dafür versuchen wollte. Und diese Gelegenheit gab es dann letzte Woche, als wir uns mit Freunden für ein eigenes kleines Oktoberfest trafen. Leider nicht in real, dafür aber über Videochat, was genauso lustig war. Ich erzählte euch in den Glücksmomenten davon.

Ich war überrascht, wie simpel das Rezept für Obazda ist

In dem Moment, wo klar war, dass wir unseren Besuch in Frankfurt durch einen gemütlichen Abend vor der Webcam ersetzen würden, überlegten Maru und ich, dass es doch schön wäre, das Ganze unter ein Motto zu setzen, so dass man nicht einfach nur im Schlafanzug oder Kuschelanzug vor der Kamera sitzt. Für Halloween und Gruselkostüme war es noch ein bisschen zu früh, aber das Motto „Oktoberfest“ passte perfekt. Zumal ich im Sale letztens ein Kleid und eine Hose ergatterte, die so wenigstens dieses Jahr noch zum Einsatz kommen konnten.

Obazda

Und da war er: Mein Moment, um mich an Obazda zu versuchen. Internet auf, Suchmaschine an und los ging die Recherche nach den wichtigsten Zutaten für diesen leckeren Käsedip der besonderen Art. Die Rezepte unterscheiden sich im Detail. Hier kommen noch Kräuter ran, dort Schmand statt Butter usw… Am Ende pickte ich mir überall das raus, von dem ich wusste, dass es zu Hause gegessen wird und legte los. Ich bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden und das Heldenkind löffelte den Käse nachher fast wie Jogurt (wenn das mal kein Kompliment ist), so dass ich dachte, ich teile das Rezept nun auch mit euch.

Unser Rezept für leckeren und einfachen Obazda

Wir haben zwar eine Küchenmaschine zu Hause, ich entschied aber unseren Dip ganz einfach und ohne Maschine herzustellen. Nicht jeder hat eine und ich finde, manchmal ist traditionell doch schöner, oder? Ok… also, was braucht ihr für unsere Version vom Obazda:

Zutaten

Natürlich Camembert (250g), 1 gr Esslöffel Natur-Frischkäse, 50 gr Butter, 1TL Salz, eine Prise Pfeffer, etwas Paprikapulver und eine kleine Zwiebel

Viele der oben genannten Zutaten haben wir sogar in der Regel zu Hause, so dass eigentlich nur der Camembert noch extra gekauft werden musste.

Alles beisammen? Dann lasst uns loslegen.

Butter und Camembert habe ich vor der Zubereitung schon ein Weilchen draußen liegen gehabt, damit die Sachen Zimmertemperatur annehmen und leichter zu verarbeiten sind.

Der Camembert wird in schmale Streifen geschnitten, die noch einmal halbiert werden. Dann kommt dieser in die Schüssel. Würzt den Käse nun mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver. Anschließend gebt ihr noch den Frischkäse und die Butter hinzu. Schneidet die Butter am besten auch nochmal etwas kleiner, damit sie besser in der Schüssel verteilt ist.

Obazda

Nun nehmt eine Gabel zur Hand. Das ist nun euer Werkzeug *lach*. Damit zerdrückt ihr nun alles in der Schüssel, so dass es sich gut miteinander vermischt und eine ordentliche Masse entsteht. Sieht schon mal gut aus, oder?

Nehmt nun noch als letzte Zutat die Zwiebel zur Hand, schält sie und bevor ihr beginnt sie in kleine feine Würfel zu schneiden, schneidet zwei drei schmale Scheiben ab. Nun die Zwiebel halbieren und fein würfeln. Die Würfel werden nun ebenfalls in den Käsedip gegeben und alles erneut mit der Gabel gut durchgemischt.

Obazda

Für die Optik garniert das Ganze nun am Ende mit euren Zwiebelscheiben und wenn ihr wollt nochmal mit etwas Paprikapulver und Petersilie und fertig.

Wozu esst Ihr Obazda gerne?

Ich habe Obazda bisher eigentlich nur zu zwei Dingen gegessen: Brezel und Kartoffelbrot. Wobei wir neulich die Laugenvariante etwas verändert haben. Bei einer Bekannten habe ich mal gesehen, dass sie die Laugenstangen aus der Tiefkühltruhe nimmt, auftaut, mit einem Nudelholz ausrollt und wie Flammkuchen belegt. Eine geniale Idee, wie ich finde, weil die Kombination toll ist. Sicherlich auch als Schandbrot Variante. Auf dem Foto bei den Glücksmomenten könnt ihr meinen Versuch dazu sehen.

Lecker!

Wozu könnte man Obazda denn noch alles essen? Erzählt doch mal. Ich habe Lust das nun öfters auf den Tisch zu bringen, erst recht, wenn ich hier jemanden habe, der das genauso lecker findet wie ich.
Ach und eine Erkenntnis noch am Ende: Wenn man erst einmal die Zutaten kennt, wird einem bewusst, wie gehaltvoll dieser Dip ist. Vielleicht also doch nicht ganz so oft… 

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