Mittagessen

#Blogparade – Mittagessen – Drama in drei Akten?

Meine Kinder essen alles. Frühstück. Mittagessen. Abendbrot. Sie essen Gemüse. Sie essen Obst. Sie essen auch Schokolade. Sie essen einfach alles und ich habe überhaupt keine Probleme sie zum Essen zu bewegen.

Würden wir das nicht gerne alle von unseren Kindern behaupten?

Die Realität sieht anders aus: Mittagessen, ein Drama in drei Akten!

Leider ist es in den seltensten Fällen tatsächlich so, dass die Kinder genau das gerne essen, was wir ihnen servieren. Gemüse ist wichtig, aber nicht so lecker, wie der Schoko – Aufstrich und in der Regel ist besonders bei mehreren Kindern im Haushalt die Diskussion groß, wenn es darum geht, was heute gekocht werden soll.

Mittagessen

„Worauf hast du diese Woche Lust“, frage ich den Minihelden immer dann, wenn ich den Einkaufszettel schreibe. Standard Antwort in dem Fall ist in der Regel Pizza, Spagetti, Milchreis oder Hamburger. Wenn man mich also nun fragen würde, was meine Kinder am Liebsten essen, dann kann ich eben mit diesen vier Dingen antworten. Aber ich habe ja nun nicht Lust jede Woche das gleiche zu kochen, also muss Abwechslung her. Mal wird es freudig angenommen, manchmal aber auch mit einem Schmollen quittiert.

Der Vorteil? Im Moment isst der Kleine noch alles, was der Große ist. So Vorbild sein usw. Der Kleine eifert seinem großen Bruder einfach grundsätzlich in allem nach, so dass ich zumindest im Zweifelsfall nur mit einem Kind die Diskussion habe.

Gemüse wird immer unbeliebter.

Ich weiß noch, dass es früher tatsächlich so war, dass der Miniheld nahezu alles ohne Murren gegessen hat. Der Mann freute sich daher endlich über einen Verbündeten beim Spinat (bäääh) und ich, dass ich endlich jemanden hatte, der genau wie ich gerne Pilze isst. Beides wird inzwischen abgelehnt.

Mittagessen

Geschmäcker ändern sich und ganz besonders, wenn es um Gemüse geht. Alles, was früher kein Problem war, könnte ich nun mehr und mehr vom Menü – Plan streichen. Broccoli, Blumenkohl, Erbsen und Bohnen. Ja sogar Kartoffeln stehen derzeit nicht besonders hoch im Kurs (es sei denn, ich serviere sie als Kartoffelsuppe, in Pommes Form oder als Bratkartoffeln… manchmal ist sogar Kartoffeln mit Quark mal genehm). Mehr und mehr minimieren sich meine Möglichkeiten, die Kinder für Gemüse zu begeistern und ich merke, ich muss immer kreativer werden.

Schwierig, wenn man selber auch nur so bestimmte Gemüsesorten gerne mag *lach*. Ja, ich kann mich da leider nicht raus nehmen. Wobei ich andere Sachen gerne mag, als der Mann zum Beispiel. Somit haben wir vier Parteien im Haus, die schwer auf einen Nenner zu bringen sind. Manchmal.

Aber wir haben auch Glück!

Denn mit dem Minihelden haben wir ein Kind im Haus, das mit dem Prinzip „Alles hat eine zweite Chance verdient“ lebt. Das heißt im Klartext: Der Geschmack könnte sich ja wieder geändert haben, also probiere ich es mal wieder. Normaler Weise ist es ja so, dass Kinder an ihrer Erinnerung festhalten und sagen, dass ihnen der Blumenkohl nicht geschmeckt hat, also wird er auch nie wieder eines Blickes gewürdigt. Der Miniheld hingegen probiert in größeren Abständen freiwillig (!!!) immer mal wieder Dinge, die ihm nicht schmecken, um zu sehen, ob sich das geändert hat.

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So gibt es bei uns mal solche und mal solche Phasen. Mal schmecken Zwiebeln und Pilze, mal nicht. Schwer ist es nur, sich in dem Fall auf die richtige Phase einzustellen. Woher soll ich vorher wissen, was gerade aktuell ist, nicht wahr?

Gleichzeitig essen beide Kinder aber auch sehr gerne Obst und vor allem Tomaten und Gurken. Wenn es für den Körper ausreichen würde, könnte ich sie den ganzen Tag ausschließlich von Tomaten ernähren. Daher hatte ich eine Zeit lang mal versucht verschiedene Tomaten – Rezepte zu sammeln, damit wir zumindest in der Hinsicht Abwechslung auf den Tisch zaubern können. Es gibt also durchaus kleine Schlupflöcher, die ich nutzen kann.

Im Großen und Ganzen kann ich aber eigentlich nicht klagen. So ein Drama ist es dann doch nicht beim Mittagessen…

Die Kinder essen. Ohne Zwang und ohne Druck. Sie essen gerne und viel (manchmal zu viel – gut, dass sie so sportlich sind). Sie naschen auch gerne, gleichen das alles aber mit ihrem Tomaten – und Obstkonsum wirklich ganz gut aus und sind auch kleine Genießer.

Sie sind offen für Neues und probieren gerne aus. Natürlich haben sich im Laufe der Jahre gewissen Lieblingsgerichte einquartiert, die immer wieder gekocht werden, aber ab und an lassen wir uns auch inspirieren und versuchen etwas Neues. Zum Beispiel bringt der Miniheld leckere Ideen aus der Kita mit oder wir sehen etwas im Fernsehen oder in Bücher, bei dem wir denken, dass wir das unbedingt auch mal ausprobieren müssen (so wie die Lasagne Muffins neulich).

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Und wie läuft das bei Euch so? Der Beitrag entstand übrigens im Rahmen der Blogparade vom Elternhandbuch, die noch ein paar Tage läuft. Vielleicht habt ihr ja auch Lust, eure Erfahrungen mit uns zu teilen!

sari-unter

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