Worte aus dem (Gedanken-) Tagebuch…

Gedanken

Ich sitze hier seit einer Stunde. Die Finger kreisen immer wieder über die Tastatur. Ich habe Dinge, die ich euch zeigen und erzählen möchte. Ein schönes Kinderbuch, ein Bild zum Ausmalen… sogar etwas zum Spielen mit einer kleinen Überraschung. An Inhalt fehlt es definitiv nicht. Und dennoch kreisen die Finger über die Tasten. Einen Moment, zwei Momente… dann wandert die Hand wieder runter zur Maus und ich klicke mich durch die sozialen Kanäle, lasse eure Bilder und Worte auf mich wirken. Ich stöbere, lenke mich ab, lasse mich inspirieren. Das mache ich gerne. Heute ganz besonders.

Heute wollen die Worte und Gedanken irgendwie nicht so fließen.

Kennt ihr das? Ihr wisst eigentlich ganz genau, was ihr schreiben wollt, aber die Worte wollen einfach nicht rauskommen? Sie finden den Weg vom Kopf durch die Finger hinaus auf den Bildschirm einfach nicht. Schon komisch, oder? Was also tun?

Ich merke, wie ich mich immer und immer wieder von anderen Dingen ablenken lasse. Heute soll es wohl einfach nicht sein. Das ist auch ok so, man muss ja nicht immer, nicht wahr? Dennoch sitze ich gerade hier und tippe doch. Worte kommen, aber eben nicht die, die ich eigentlich heute für euch niederschreiben wollte.

Was sagt mir das?

Der Kopf ist voll mit anderen Dingen. Es ist sehr eng dort und vielleicht platzt er bald. Er braucht etwas Luft und Freiraum. Gedanken wollen herausgefiltert werden. Zu viel scheint mir im Moment durch den Kopf zu gehen. Gedanken über Dinge, die wir eigentlich schon lange erledigt haben wollten, es aber doch nicht geschafft haben. Pläne und To-Do-Listen bezüglich des Hauses. So viel muss noch getan werden. Familiendinge. Gute wie schlechte. Es passiert unablässlich etwas in meinem Umfeld und ich versuche das alles in meinem Kopf sortiert zu bekommen.

Aktuellste Sache, die mich beschäftigt? Am Sonntag habe ich Geburtstag. Jedes Jahr wieder stehe ich vor der gleichen Frage: Feier ich überhaupt? Aktuell ist dahingehend meine Stimmung eher mau. Alleine das Wetter nimmt einem schon ein bisschen die Lust darauf, oder? Dennoch muss ich langsam eine Entscheidung treffen, sonst hat eh keiner Zeit, nicht wahr? 

Wie ist das bei euch eigentlich inzwischen?

Feiert ihr noch richtig Geburtstag? Habt ihr Wunschzettel? Plant ihr eine Party? Viele Gäste oder nur Familie? Was macht ihr, wenn ihr Geburtstag feiern möchtet?

„Überleg dir langsam mal, was du gerne machen möchtest“, sagte der Mann gestern zu mir. Die Familie muss ja Bescheid wissen und wir, was wir eventuell kochen und backen wollen. „Ich habe echt keine Ahnung“; schießt es mir dann durch den Kopf. Ich möchte gerne feiern. Irgendwie. Ein bisschen. Und irgendwie auch nicht. Den Tag einfach so sang und klanglos an mir vorbei ziehen lassen, das möchte ich aber auf gar keinen Fall.

Gestern war ich bei einer Freundin auf einem Erlebniskochen. Es war eine nette Erfahrung, denn ich lernte Rezepte kennen, die ich so niemals in meinem Leben ausprobiert hätte. So habe ich von allem aber ein bisschen probiert und festgestellt, dass Kokosnussmilch nicht unbedingt immer ekelig sein muss und eine Inspiration für etwas zu Essen erhalten, was ich vielleicht sogar am Wochenende gerne nachmachen möchte. Da kam dann doch wieder die Idee, dass eine kleine Runde ganz nett sein könnte. 

Gedanken

Über meinem Kopf ertönt arabische Musik…

In genau diesem Moment, in dem ich mich an gestern erinnere, singt der Sohn in seinem Zimmer laut von arabischen Nächten und ich muss schmunzeln. Eigentlich dachte der Sohn nämlich, dass die Geschichte so gar nichts für ihn sein wird. Manchmal nehme ich die Kinder dann aber dennoch mit auf die Filmreise in meine Kindheit und schaue mit ihnen die Filme, die ich als Kind so geliebt habe. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sie diese in der Regel doch gut finden.

Vorgestern machten wir einen gemeinsamen Filmeabend und wir flogen mit einem Teppich durch die Welt und befreiten einen Dschinn aus der Lampe. Der Film hinterließ doch mehr Begeisterung, als der Sohn gedacht hätte. Sogar das Buch wollte er nun gerne lesen und es wanderte beim Wocheneinkauf mit in den Einkaufswagen. Ich freue mich ja immer, wenn wir den Sohn zum Lesen animieren können und er selber Ideen hat, was er gerne lesen möchte.

Schaut ihr mit euren Kindern Filme, die euch als Kind stark begeistern konnten?

Aktuell liest er jedem Abend seinem kleinen Bruder vor.

Das macht das Mamaherz freudige Luftsprünge. Fast die gesamten Ferien über schlafen die Jungs nun schon gemeinsam im großen Zimmer. Witzig, wo es doch nun knapp ein Jahr her ist, dass der große Sohn sein eigenes kleines Reich in meinem ehemaligen Arbeitszimmer bekommen hat. Nun liegen sie doch wieder jeden Abend zusammen im alten Gemeinschaftszimmer, das nun eigentlich voll und ganz dem kleinen Sohn gehört. Jeden Abend bauen sie sich ein großes Decken – und Kissenlager am Boden auf, holen sich Bücher und Zeitungen, machen sich kleine Lampen an und liegen dort, blättern in den Büchern, hören Geschichten und erzählen sich etwas. Und irgendwann höre ich, wie der Miniheld seinem kleinen Bruder vorliest, bis dieser so müde ist, dass er neben ihm einschläft. Aktuell liest er ihm das neueste Buch von Professor Plumbum  vor, das ich euch heute eigentlich vorstellen wollte. Morgen dann.

Und wenn wir dann später selber ins Bett gehen, der Held und ich, und wir noch einmal bei den Kindern reinschauen, sehen wir, wie der kleine Bruder sich beim großen ankuschelt und wir müssen feststellen: Wir haben alles irgendwie richtig gemacht.

Und so schließe ich mein Gedanken – Chaos für heute mal ab. Vielleicht hat sich der Kopf ja wieder ein bisschen geleert und ist bereit für neue und alte Aufgaben. Ich merke, wie ich nun die Konzentration für anderes finde und danke euch, wenn ihr denn bis hierher gelesen habt, für eure Aufmerksamkeit und dass ihr mir geholfen habt, ein bisschen Ordnung in meine Gedanken zu bekommen.

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