Fastenzeit-Challenge: Das Intervall-Laufen und ich und ein Fazit

Fastenzeit

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Morgen endet die Fastenzeit. Seid ehrlich: Wie viele von euch haben sie genutzt, um etwas in ihrem Leben zu verändern und wie viele haben es geschafft ihr Ziel konsequent durch zuziehen? 

Angeregt durch Clara von Tastesheriff und Eva von Sockenbergen, bei der ich von der Challenge gelesen hatte, setzte ich mir das Ziel in der Fastenzeit meine Fitness anzugehen. Damals konnten wir ja noch nicht ahnen, dass regelmäßig bewegen an der frischen Luft noch einmal ganz anders für uns wichtig werden könnte. Das tägliche Rausgehen ist zu einem wichtigen Ritual für uns oder auch vor allem für mich geworden und hat der Fastenzeit-Challenge noch einmal ein vollkommen anderes Gewicht verliehen. Heute möchte ich ein kurzes Fazit zur #checkedicheckasfitasheck Fastenzeit-Challenge von Clara ziehen.

Fit durch die Fastenzeit: Was hatte ich mir vorgenommen?

Ich hatte ja ziemlich ausführlich darüber gesprochen, wie ich mir die Challenge für mich vorstellen würde. Yoga sollte auf dem Tagesplan stehen und den Körper wollte ich formen. Oberarme, Bauch und Beine. Alles etwas gezielter angehen. Aber mein größtes Vorhaben bestand darin, dass ich dem Laufen (mal wieder) eine Chance geben wollte. Ein Erfolgserlebnis im Februar sorgte für diese fixe Idee und so kam es, dass ich in den letzten Wochen immer häufiger die Laufschuhe hervor holte und mich raus in die Natur wagte. Verrückt, oder?

Fastenzeit

Vor ein paar Jahren hätte ich jedem, der mir gesagt hätte, dass ich das mal gerne mache, einen Vogel gezeigt. Ich glaube motiviert hat mich hierzu aber vor allem meine Schwester. Die hatte nämlich ganz andere Probleme in Bezug auf das Laufen und hat das aber schon vor deutlich längerer Zeit für sich entdeckt und eine Leidenschaft dafür entwickelt. Das wollte ich auch. Unbedingt…plus die Tatsache, dass Laufen (sofern man es nicht übertreibt) sehr ganzheitlich ist. Also sollte es unbedingt als Punkt mit rein in meine Challenge.

Im Groben befand sich auf meiner Liste also Folgendes (Clara hatte freundlicher Weise ihre Grafik für alle zum selber beschriften zur Verfügung gestellt):

Fastenzeit
Vorlage von tastesheriff

Zu Beginn der Challenge hatte ich mir die Grafik noch nicht erstellt. Ich dachte, ich schaue einfach mal, was sich alles von den Dingen, die Clara so aufgelistet hatte, umsetzen lässt. Und dann schlossen die Schwimmbäder und unsere Bewegungsmöglichkeiten wurden mehr und mehr eingeschränkt. Und so verlagerte sich mein Schwerpunkt und ich stellte mich einer Herausforderung, die ich viele Jahre vor mir her schob: Dem Laufen.

Wie kam ich eigentlich zum Intervall-Laufen?

Vor Jahren hatte meine Schwester mir das schon ans Herz gelegt. So hatte sie, wenn ich mich recht erinnere, auch angefangen. Ich versuchte es vor einem Jahr auch schon einmal, war aber nach wenigen Metern schon ausgepowert und ging ins Laufen über. Beim nächsten Joggen war ich auch schnell wieder ko und so wechselte es wirklich ständig hin und her und irgendwie fand ich das auch doof und sowieso.. ne, nicht meine Welt.

Ausschlaggebend dafür, dass ich dem Ganzen dieses Jahr noch ein letztes Mal eine Chance geben wollte, waren zwei Schlüsselmomente. Der eine war dieser eine Sonntag, wo ich einfach eine Runde um den Block laufen wollte und aus einer kurzen Runde plötzlich 3 km ohne Unterbrechung wurden. Etwas, was zuvor noch nie passiert war. Den Erfolg konnte ich bis heute auch nicht wiederholen. Ich wüsste gerne, was da damals bei mir los war *lach*, was anders war.

Yoga
Ein Jahr Yoga scheint guten Einfluss auf das körperliche Gerüst zu nehmen

Der zweite Grund ist etwas… nun ja, materialistischer und banal: Meine Fitnessuhr ging kaputt. Der Akku schaffte nicht mal mehr einen Tag und so beerdigte ich sie und machte mich auf die Suche nach einer neuen. Am Ende landeten wir bei einer recht günstigen Uhr, die mich aber absolut glücklich mit ihren Funktionen macht. Schritte, Puls, Schlafzeiten werden regulär gemessen und man kann einzelne Workouts auswählen und tracken lassen. Darunter auch Indoor-Fahrrad, Laufen drinnen und draußen, freies Workout und sogar Schwimmen. WOW. Ich war begeistert. Durch Zufall entdeckte ich in der App** dann verschiedene Trainingsprogramme, die man runterladen und nebenher laufen lassen konnte und darunter befand sich auch das Programm „Intervall 1“. Als ich einen Tag also wieder eine Runde um den Block laufen wollte, aktivierte ich das einfach mal und folgte den Anweisungen und war überrascht, wie gut ich damit klar kam. Kurzer Hand lief ich nicht um den Block, sondern um den See und kam erst nach 30 Minuten und 4 km wieder nach Hause. 

Fastenzeit

Ich hatte Blut geleckt!

Das war toll. Das wollte ich nochmal. Also machte ich das am nächsten Tag. Und am übernächsten… und musste dann eine Pause einlegen, denn das waren Herausforderungen, die mein Körper so noch gar nicht kannte. Nach einigen Tagen Pause und Regeneration, ging ich das Thema nochmal an, aber etwas geordneter. Einen Tag das Programm, einen Tag etwas anderes. Nach zwei Wochen konnte ich auch mal zwei oder drei Tage hintereinander das Programm machen und es ganz gut überstehen, bevor ich dann etwas Yoga, Fahrrad fahren oder etwas anderes dazwischen schob. So entstand ein ständiger und täglicher Wechsel zwischen verschiedenen Sachen:

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Mehr sogar noch: Meine Zeiten wurden besser und das Bedürfnis die Strecke zu verlängern wuchs. Noch traue ich mich nicht an die nächste Stufe heran, aber mein Ziel ist es, das spätestens im Sommer angehen zu können. Alleine die Tatsache, dass ich inzwischen 4-5 Minuten am Stück laufen kann und einen Kilometer auch mal in 6 1/2 Minuten statt 8 schaffe, ist einfach ein tolles Gefühl.

Fastenzeit
Vergleich: Zeiten ziemlich zu Beginn (links) und Zeiten etwas später (rechts) – ©**

Dementsprechend sieht es bei uns derzeit so aus, dass der Mann und ich uns alle paar Tage abwechseln. Erst geht der eine laufen, dann der andere. Witziger Weise beraten wir uns inzwischen auch bezüglich der Routen. Da unsere Möglichkeiten ja durch die Corona-Sache sehr eingeschränkt sind, geben wir uns immer wieder Tipps, wie man Abwechslung in die Strecke rein bekommt oder mal einen Kilometer ran hängen kann, in dem man an einer Stelle abbiegt oder so. Der Mann geht ja schon joggen, seit ich ihn kenne und schafft ganz andere Zeiten und Strecken als ich, aber es ist irgendwie toll, dass wir das nun (zumindest teilweise) miteinander teilen können. Laufen tue ich aber alleine. Selbst dem großen Sohn bin ich einfach zu langsam, aber das ist ok, denn so habe ich immer wieder mal kleine Auszeiten, in denen ich mal für mich ganz alleine bin (was aktuell ja eher selten möglich ist). Dadurch hat das Laufen für mich noch eine weitere, wichtige Bedeutung bekommen.

Und hat sich etwas getan während der Fastenzeit-Challenge?

Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht. An manchen Tagen schaue ich in den Spiegel und denke, dass sich da etwas verändert. An anderen Tagen sehe ich überhaupt keinen Unterschied. Nach jeder Sporteinheit, egal ob nun Yoga, Fahrrad oder Laufen, schaue ich mir die Daten an. Was hat die jeweilige Einheit bei mir nun bewirkt. Wenn ich zum Beispiel auf Stepper und Fahrrad schaue, findet dort eigentlich ganz gut eine Fettverbrennung statt. Beim Laufen hingegen nimmt der Körper es derzeit noch als Leistungssport auf und baut eher Muskeln auf. Daher meide ich derzeit die Waage noch, weil ich denke, dass sich die Zahlen dort deswegen kaum verändern werden. Was das angeht, werde ich einfach noch etwas abwarten und mich überraschen lassen.

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Vergleich: Links Stepper und Co aktuell = mehr Fettverbrennung – Rechts Laufen aktuell = eher Leistungssport – ©**

Grundsätzlich muss ich aber sagen, dass die Fastenzeit-Challenge von Clara auf jeden Fall bewirkt hat, dass ich mich aktiver und abwechslungsreicher bewege. Noch mehr, als vorher. Vor allem, weil ich so nochmal Veränderung reingebracht habe, die gerade jetzt wichtiger denn je ist. Ich weiß nicht, ob es anderen auch so geht, aber das #stayathome zermürbt mich, auch wenn mir bewusst ist, wie wichtig es ist. Es ist, als ob diese Challenge genau richtig kam, denn sie sorgt dafür, dass es bei mir keinen Stillstand gibt und der darf auch nicht sein, weil ich einfach eine viel zu große Genießerin und Naschkatze bin. Vielleicht geht es euch ja ähnlich.

Mein Fazit zur Fastenzeit-Challenge also?

Es war schön sich auf Facebook in der Gruppe auszutauschen und sich gegenseitig zu motivieren und zu lesen, was die anderen so machen. Ich werde auch nach der Challenge in der Gruppe bleiben, die es scheinbar schon länger gibt und einfach auf weitere Motivation hoffen.

Fastenzeit
Ein Fazit in Zahlen nach über 40 Tagen: Eine bunte Mischung aus Heimtrainer, Radfahren, Yoga und Intervall – ©**

Parallel dazu habe ich mir einen neuen Account bei Runtastic angelegt und einige Freunde rein genommen, wo wir uns nun gegenseitig anfeuern. Das ist lustig, wenn man gerade mitten beim Laufen ist und plötzlich ertönt Jubel oder eine Tröte in deinen Kopfhörern, weil jemand deine Aktivität gerade verfolgt und dich ein bisschen mit antreibt.

Hinzu kommt natürlich die Liste zum Abhaken. Ihr wisst, so etwas brauche ich – Diese ständige Selbstkontrolle für mich und vor anderen. Es in einer Gemeinschaft zu tun, das hat etwas und treibt mich oftmals mehr voran, als es ganz für mich alleine zu versuchen. Es war also eine gute Sache für mich und ich hoffe allen anderen Teilnehmern erging es ähnlich wie mir.

Mein Fazit also: Es hat Spaß gemacht, war effektiv und schreit nach Wiederholung! Wie lief die Fastenzeit für euch? Habt ihr etwas gefastet oder euch für diese Zeit etwas vorgenommen und konntet ihr es umsetzen?

*Anmerkung: Der Artikel enthält evtl. Bilder mit Produkten, die wir in unserem Alltag nutzen oder Linkempfehlungen. Wir haben keine Bezahlung für das Zeigen oder Nutzen derselbigen erhalten. Affiliate Links sind als solche markiert.

** Die Screenshots meiner Aktivitäten stammen aus der App „Huawei Health“ und das Copyright dazu liegt bei Huawei.

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