Projekt 52
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Projekt 52 im April: Gelernt

Oh man, gestern schon die neuen Thema für das Projekt 52 im Mai veröffentlicht und dabei selber noch drei Themen aus dem April hinterher hängend. Da muss ich heute mal den Nature Thursday opfern und eine kleine Aufholjagd starten. Die Natur rennt uns ja (hoffentlich) nicht weg und es gibt etwas, was ich mit euch im Nature Thursday besprechen wollte. Nächste Woche dann, denn hier weiß ich, dass dieses Gewächs auch nächste Woche definitiv noch da sein wird *lach*.

Projekt 52 im April: Gelernt

Natürlich gab es einige Learnings im Laufe meines Lebens und manche waren wirkliche Aha-Momente, an denen ich gewachsen bin. Wie immer könnte ich also für die Umsetzung ganz tief in die emotionale Kiste greifen und etwas über Selbstliebe und Selbstwahrnehmung erzählen. Learnings im Leben in Bezug auf Menschen und eigene Herangehensweisen. Und nicht alles, was ich in den letzten 40 Jahren gelernt habe, war immer eine angenehme Erfahrung. Auf vieles hätte ich auch gerne verzichtet und stattdessen meine rosa Brille oder gar die Menschen um mich herum behalten.

Aber manchmal zeigen einem die Lektionen des Lebens, dass man vor allem sich selbst treu sein sollte und nicht auf jeden Verlass ist. Enttäuschungen gehören dazu. Selbst in den engsten Kreisen und dann ist wohl die größte Herausforderung für uns zu lernen, eben mit diesen Brocken auf unseren Wegen vernünftig umzugehen. Das formt uns und macht uns jedes Mal ein Stück weit zu einem neuen Menschen. So schwer es einem manchmal auch erscheint…

Doch kommen wir zu einem etwas lockererem Thema

Ich habe schon immer gerne gezeichnet und hier viel ausprobiert. Meine Oma hingegen war schon immer handwerklich sehr begabt und mit viel Erstaunen und Ehrfurcht schaute ich immer auf die Menschen, die Dinge selber herstellen können. In mir habe ich nie eine handwerkliche Begabung gesehen. So gar nicht. Als Kind habe ich es öfter Mal mit Stricken versucht und ich kann mich an Nachmittage erinnern, wo ich bei meiner Oma saß und die Stricknadeln verkrampft bediente, um auch nur im Ansatz etwas hinzubekommen. Am Ende schaffte ich einen kleinen Schal, den ich meinem Papa dann zum Geburtstag schenkte für einen seiner Teddybären. Ihr erinnert euch vielleicht an ihn… ich zeigte ihn euch letztes Jahr im Rahmen des Projekt 52. Bis heute bin ich mir sicher, dass meine Oma heimlich mittendrin ein paar Reihen für mich strickte und es mir nicht verriet…

Noch heute kann ich nicht wirklich stricken, auch wenn eine Freundin mit mir Jahre später einen neuen Versuch startete und ich mit Rundnadeln an Stulpen mit schönem Farbverlauf herumhantierte. Ich finde Stricken ist so eine tolle Sache, aber ich werde damit bis heute einfach nicht warm.

Häkeln brachte ich mir hingegen selbst bei

Ich weiß auch nicht wieso das auf einmal klappte. Als ich mit dem großen Sohn schwanger war und mit Übelkeit 16 Wochen lang zu kämpfen hatte ohne Unterbrechung, da saß ich auf dem Sofa und lenkte mich mit Häkeln ab. Meine Oma hatte mir einen Beutel mit einem Buch, etwas Wolle und ein zwei Nadeln an die Tür gehangen und ich probierte mich einfach aus. Ziel: Kleine Kuscheltiere für mein Kind häkeln.

Projekt 52

Irgendwann klappte es dann tatsächlich und inzwischen geht das mit dem Häkeln wirklich gut. Eine Zeit lang sind da wirklich massig Sachen entstanden und ein Jahr lang war ein kleiner gehäkelter Oktopus tatsächlich auch mal Hauptfigur beim Projekt 52. Briefe von Shushu hieß die Reihe und ich habe diese heute auch als Buch im Schrank stehen. Mein letztes Häkelprojekt war übrigens eine Alraune. Erschreckend, wie lange das schon wieder her ist.

Projekt 52

Derzeit habe ich allerdings tatsächlich Lust auf ein neues Projekt. Kleine Schneemänner, die ich auf einem Haarreifen befestigen will… ganz wie den aus der World of Frozen, den man dort derzeit bekommt. Ich bin mir sicher, dass man den prima auch selbst umsetzen kann.

Nach der Geburt des großen Sohnes habe ich dann übrigens auch noch tatsächlich den Umgang mit der Nähmaschine gelernt und habe Jahre lang für meine Jungs Hosen, Pullover, Mützen und Schals selbst genäht. Japp.. am Ende war ich dann doch zumindest in der Hinsicht handwerklich ein kleines bisschen begabt… Nur stricken… das kann ich noch immer nicht.

Weitere Beiträge zu den Themen vom Projekt 52 im April findet ihr hier.

Frau Mondgras – Das bin ich, Sari. Gerne auch als Sari Mondgras bekannt und im Internet zu finden. 2-Fach-Mutter, Heldenehefrau, Kreativling, Harmoniesüchtig und ständig auf der Suche nach Glück. Ich komme aus Berlin, bin hier aufgewachsen und lebe hier seit ich denken kann.

13 Kommentare

  • bullion

    Die Alraune (und auch die anderen Projekte) schaut ja mega aus! Kann mir vorstellen, dass das auch eine sehr entschleunigende und entspannende Tätigkeit ist. Cool, dass du dir das selbst beigebracht hast :)

  • Christine

    Jetzt noxh Schneemänner zu häkeln, da hätte ich jetzt nicht dran gedacht, aber ich bin auch nicht Disneyaffin. Das scheint ja gerade ein großes Ding zu sein. Zeig auf jeden Fall mal her wenn fertig. Meine Mutter hat wirklicwirklichh viel gehäkelt und richtig toöle Sachen. Da habe ich immer von profitiert.

    • Sari

      Ja, ich will versuchen einen Haarreifen aus dem Disneyland nachzumachen… also mal sehen. Es klingt nach einem kleinen Projekt, das demnach auch machbar sein könnte :)

  • Christina

    Oh, ich hab auch in der Schwangerschaft gehäkelt. Für das Babyshooting hatte meine Tochter dann so einen niedlichen Schildkrötenpanzer über dem Rücken liegen. Den hat sie noch irgendwo in ihrem Schrank liegen. Für meinen Sohn habe ich das dann auch versucht, aber irgendwie die Maschen zu fest gezogen. Er sah einfach nicht genauso knuffig aus. (Hat aber andere tolle Babyfotos aus dem Shooting.)
    Kuscheltiere habe ich auch versucht, bin ich aber irgendwie echt schlecht drin. Ein Mirapla und Beine habe ich gemacht und mein Sohn beklagt sich immer mal wieder, wann ich endlich die Beine mache. Aber dann kommt sofort meine Tochter und erinnert mich daran, dass ich ihr doch noch ein Pummelluff häkeln solle. Sie versichert mir dann immer, dass es auch nicht schlimm ist, wenn es nicht ganz rund ist. Ach seufz, es reizt mich nicht. -.-”
    Ich mag mittlerweile so ganz kleine Sachen, wie Glückswürmchen oder Lesezeichen. Glückswürmchen habe ich nun auch schon zwei Mal für Kollegen aus meinem Team gehäkelt, als sie uns verlassen haben. Zu Weihnachten musste ich der Barbie meiner Tochter kurzer Hand einen Rock häkeln, denn wie hatten nicht aufgepasst und es handelte sich um ein “Curvy-Modell”. Sprich: All die alten Barbie Sachen passten nicht. Möp, dumm gelaufen. Ein Hoch auf eine gut gefüllte Kiste mit bunter Wolle im Haus und genug Freizeit an Feiertagen. ;)

    • Sari

      *lach* ja das mit dem “Mama, kannst du endlich mal”, kommt mir bekannt vor. Da liegt auch immer noch ein unfertiges Lama. Aber ich bin irgendwann dazu übergegangen die Wunschkuscheltiere zu nähen.

  • Kerstin

    Ich häkel auch total gerne. Weil ich irgendwann mal für eine Schulprojektwoche ganz viel gute Häkelwolle gekauft habe, die die Schüler dann dank langsamen Arbeitstempos doch nicht gebraucht haben, muss ich jetzt immer mal wieder Amirugumi-Püppchen häkeln. Insgesamt habe ich schon 4 normalgroße Püppchen gehäkelt, alle nach Anleitung von https://www.johannstochter.at. Und gerade probiere ich so Film-Miniaturen aus. Ich hab ein Buch namens “Funko Gurumi” aus dem Topp Verlag, da häkel ich gerade eine kleine Frozen-Anna.

    • Sari

      Ich hab auch noch einige Bücher für Mini-Amigurumi hier liegen, davon wollte ich auch schon so einiges ausprobieren. Mir fehlt noch die Ruhe, aber iiiiiirgendwann

  • czoczo

    Liebe Sari,
    Selbst ist die Frau ;-) meine Oma hat auch früher geheckel, ich hab mich gewundert wie kann man stunden lang sitzen un dmit der Wolle Spielen… dann wo ich im KH gelandet bin habe ich auch gesehen menschen die Heckelten … Stunden Lang. Für die war das entspannung … aber für mich schon von zusehen war mir komisch auf der Seele. Aber Ok Eine mag das der andere was anders :-)
    Hoffentlich dDu findest dabei nicht nur Spaß aber vor allem die Ruhe
    Liebe Grüße czoczo

    • Sari

      Ach doch, das kann schon sehr beruhigend sein, wenn man sich etwas Einfaches sucht und den Dreh raus hat. Verkrampfen tue ich nur, wenn ich mich durch eine etwas kompliziertere Anleitung durchwurschteln muss. Aber ich habe auch noch das kindliche Bild vor Augen, wo meine Oma Stricknadeln einfach irgendwie (für mich sah es zumindest so aus) hin und her klackerte und dann kam am Ende etwas Cooles dabei raus.

  • maipenquynh

    Das erinnert mich daran, wie ich an die Handarbeiten häkeln und stricken kam. Bei mir war es erst das Häkeln – mein Bruder hatte das im Unterricht gelernt und musste irgendwas häkeln und ich habe es dann von ihm gelernt durchs Zuschauen. Das Häkeln ist in der Hinsicht schon leichter. Das Stricken brachte mir jemand aus der Familie bei. Immer wieder habe ich die beiden Handarbeiten aufgegriffen und dann auch wieder suuuper lange liegen gelassen. In den letzten Jahren war das Stricken bei mir stärker. Vor einigen Monaten habe ich eine Mütze gehäkelt und dabei ist mir aufgefallen, dass ich das nicht so gerne mache wie Stricken. So wie du also nicht mit dem Stricken warm wirst, habe ich mich etwas vom Häkeln entfernt.

    • Sari

      Faszinierend, wie unterschiedlich das ausfallen kann, oder? Wobei ich immer denke, dass Stricken fließender und einfacher ist und man beim Häkeln eher verkrampft, fällt es mir doch irgendwie leichter.

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