Wir schreiben dem Weihnachtsmann einen Brief…

Weihnachtsmann

„Ich weiß schon ganz genau, was ich dem Weihnachtsmann schreiben werde“, sagte der Miniheld am Sonntag zu mir. Wir saßen gemeinsam am Esstisch. Er, ich und das Heldenkind. Für dieses war es das erste Mal, dass es selber einen Brief für den Weihnachtsmann „schreiben“ würde. Standard mäßig heißt es nämlich aktuell immer, wenn der Miniheld und ich etwas machen „Iiiii aaaaaaauuuu, iiii aaaau“, was uns deutlich machen soll, dass das Heldenkind auch mitmachen möchte. Also legte ich für alle Zettel aus, die Stifte kamen in die Mitte und dann wurde losgelegt.

Wir schreiben dem Weihnachtsmann seit Jahren!

Ich wurde das erste Mal auf die offizielle Postadresse des Weihnachtsmannes aufmerksam, als ich noch im Schulhort arbeitete. Ich fand den Gedanken ganz schön zusammen mit meiner Hortgruppe diesem einen Brief zu schreiben, den wir gemeinsam ausformulieren wollten. Jedes Kind konnte ein Bild oder so beitragen und am Ende sollten alle unterschreiben.

So hatten wir eine tolle Beschäftigung für die Weihnachtszeit und angeblich sollte man sogar Antwort vom Weihnachtsmann bekommen. Wir waren damals alle ganz schön aufgeregt und die Freude war riesig, als tatsächlich für die Hortgruppe ein Antwortbrief kam.

Und dann wurde ich selber Mutter…

Mir war sofort klar, dass ich das auch mit meinen eigenen Kindern machen wollte, sobald sie im richtigen Alter waren. Ich glaube der Miniheld war knapp 1 1/6, als ich ihn das erste Mal ein weihnachtliches Ausmalbild bunt machen ließ. „Für den Weihnachtsmann“, sagte ich ihm damals und er war hellauf begeistert. Seit dem machen wir das jedes Jahr und von Jahr zu Jahr verändert sich der Inhalt des Briefes mehr und mehr. Erst war es nur ein Ausmalbild, wo ich die Gedanken und Wünsche des Minihelden für ihn aufschrieb, dann begann er selber zu malen und inzwischen brauche ich ihm gar nicht mehr dabei helfen, denn er schreibt alles selber auf.

Dieses Jahr schrieb er nicht einen einzigen Wunsch in den Brief. Ich war ziemlich stolz auf ihn. Er schrieb richtig an den Weihnachtsmann. Gedanken über das Jahr, ein bisschen Selbstreflexion über sein Verhalten im Laufe des Jahres und natürlich die Hoffnung, dass er ihm ein paar seiner Wünsche erfüllen würde. Aber eben nicht einen dieser Wünsche.

#WIB

Das machen wir ein anderes Mal. Auch das Heldenkind hatte ein Blatt und Stifte. Und bei ihm ist es dieses Jahr noch sehr minimalistisch. Striche und Punkte in verschiedenen Farben. Er nennt sie Katze und Bär und freut sich darüber, dass er einfach mitmachen darf.

Die Wunschzettel kommen separat…

Die machen wir nämlich immer extra. Entweder wir basteln oder malen. Die fertigen Wunschzettel hängen wir dann irgendwo sichtbar auf, so dass die Helfer des Weihnachtsmannes immer mal schauen kommen können. Immerhin hat der Bärtige seine Augen und Ohren überall, nicht wahr?

Wunschzettel

Wunschzettel vom Heldenkind 2016

Das mit den Wunschzettel ist eine Tradition aus meiner eigenen Kindheit. Ich und meine Schwester haben nämlich immer für unsere Familie Wunschzettel gemalt oder gebastelt, wo unsere Wünsche für Weihnachten „aufgelistet“ waren. Irgendwie habe ich mir diese Tradition bis in mein jetziges Alter hinein erhalten. Ja, noch heute male ich meine Wunschzettel. Inhaltlich haben sie sich zwar sehr verändert, aber dennoch ist es für mich immer eine schöne Gelegenheit mich hinzusetzen und kreativ zu werden. Mal davon abgesehen sollte man seinen Kindern auch immer ein Vorbild sein. Egal in welchen Lebenslagen. Wenn ich möchte, dass meine Kinder gerne so etwas machen, sollte ich ihnen die Freude daran auch vorleben, oder?

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Mein Wunschzettel 2015 – Auch als Ausmalbild für euch

Und so haben wir jedes Jahr einen schönen Anlass, um uns gemeinsam an den Tisch zu setzen und zu Staunen…

Die Weihnachtszeit ist die ultimative Zeit zum Staunen. Findet ihr nicht? Alles fängt mehr und mehr um uns herum an zu leuchten. Wir erzählen uns Geschichten von Wundern, Kerzen, magischen Gestalten, Engeln und mehr. Jeder auf seine Weise und irgendwie glaubt jeder von uns doch ein bisschen an die Magie dieser Zeit, oder?

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Ein Wunschzettel entsteht – Dezember 2014

Die Weihnachtszeit war mir schon immer sehr wichtig. Mir ist egal, ob es immer mehr zu einem Konsumfest wird. Es ist immer eine Frage, wie man selber damit umgeht und was man daraus macht. Ich nutze die Zeit jedes Jahr, um mit den Kindern gemütlich und kreativ zu werden. Und dieses kreative Leuchten braucht es auch, um durch diese dunkle Jahreszeit zu kommen. Oder? 

Und so sind wir auch in diesem Jahr, trotz all der Hürden, die uns bisher in den Weg gelegt wurden, diese schöne Zeit rund um den Weihnachtsmann und all seinen freundlichen Gesellen, bestrebt das beste aus den nächsten Tagen und Wochen heraus zu holen. Und wir läuten diese Tage nun mit dem offiziellen Abschicken unsere Briefe an den Weihnachtsmann ein.

Was liebt ihr besonders an der Weihnachtszeit? Habt ihr schon mal an den Weihnachtsmann oder das Christkind geschrieben und gab es Antwort?

sari-unter

5 Kommentare

  1. Hach, das sind doch sehr schöne Traditionen. Das sollte ich auch einführen. Das Bilderbuch-Mädchen hat nämlich nie konkrete Wünsche wenn man sie fragt. Vielleicht ändert sich das ja, wenn wir auch mal einen Wunschzettel fertig machen 🙂

    • Sarah Kroschel

      Ausmalen tun sie doch alle gerne. Ich hab in den ersten Jahren ihn auch einfach aus den Zeitschriften ausschneiden assen, was ihm gefällt und dann haben wir eine Collage gebastelt.

  2. Ach meine Güte, das sist ja mal süß…Ich hab zwar keine Kinder, finde es aber mega süß von der Post mit der Adresse.

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