Mond: Eine Reise durch die Nacht von Britta Teckentrup #Rezension

Mond

Liebt ihr den Mond genauso sehr wie ich? Als ich noch jung war (also gut, sagen wir mal jünger) und ich abends mit meinen Freunden um die Häuser zog (man, das waren noch Zeiten), da bin ich manchmal einfach schweigend neben ihnen hergewandert und habe hinauf zum Himmel geschaut.

Besonders, wenn wir im Sommer unsere Garten – Partys gemacht haben und irgendwann der Mond richtig schön zu sehen war, saß ich einfach nur da und betrachtete ihn.

Der Mond lädt zu Gedankenreisen ein.

Zumindest erging es mir immer so. Ergeht es mir immer noch. Der Mond hat etwas Faszinierendes. Er nimmt ab und zu, wirkt mal kleiner mal größer und manchmal beeinflusst er sogar unseren Gemütszustand, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen. Nehmen wir doch zum Beispiel die Schlafschwierigkeiten, die so mancher hat, wenn man wieder Vollmond ist.

Aber nimmt man sich mal eine ruhige Minute, um den Mond zu betrachten, vielleicht nach kleinen Details auf ihm zu suchen, dann lernen die Gedanken fliegen. Findet ihr nicht? Ich denke über Gott und die Welt nach. Über Leben und Tod und Alternativen. Ich denke über mich, mein Umfeld, meine Familie nach und manchmal, da denke ich gar nicht und träume einfach nur vor mich hin. Etwas haben wir alle gemeinsam, wenn wir zum Himmel schauen: Wir sehen alle den gleichen Mond. Egal, wo wir uns befinden. Wie ein Verbindungsstück.

Mond: Eine Reise durch die Nacht von Britta Teckentrup

Heute möchte ich euch ein ganz wundervolles Buch von Britta Teckentrup aus dem Ars Edition Verlag vorstellen. Es trägt den Titel „Mond: Eine Reise durch die Nacht“ und lädt zu einer Reise quer durch die Welt ein.

Mond

Dieses Buch ist auf seine Art, meiner Meinung nach, ein ganz besonderes Bilderbuch für Kinder. Gemeinsam mit dem Mond reisen wir durch die Nächte und entdecken die Welt, wie wir sie so selten zu sehen bekommen. Wir beobachten Tiere und Landschaften im Schein des Mondes und können dabei entdecken, wie sich der Mond in seinen einzelnen Phasen verändert.

Mond

Das Besondere an diesem Buch sind wohl die kleinen Gucklöcher, die in Form des Mondes sind und schon eine Ahnung von dem vermitteln, was uns auf der nächsten Seite erwarten könnte. Wie der Mond verändern sich diese Gucklöcher und werden größer und kleiner.

Farbgewaltige, starke Bilder, die zum ausführlichen Betrachten einladen.

Britta Teckentrup ist Illustratorin, Autorin und freie Künstlerin. Diese Fähigkeiten vereint sie in diesen und vielen anderen schönen und durchaus auch erwähnenswerten Bücher. Am besten solltet ihr euch da mal selber durchstöbern und schauen, was sie alles schon so gezaubert hat.

Auf 32 vollständig farbig illustrierten Seiten wandern wir durch Eis und Schnee, treffen Bären im Wald und finden Sonnenblumen im Sonnenschein. Der Stil, mit dem Britta Teckentrup  in „Mond: Eine Reise durch die Nacht“ verwendet, ist ganz besonders und das Heldenkind betrachtet jede Seite immer sehr lange und eingehend. So viel gibt es zu entdecken.

Mond

Mich selber verzaubern die kräftigen und dennoch nicht zu auffälligen Farben und der besondere Stil der Seiten. In kurzen Texten wird jeweils etwas zu der Reise, die wir auf jeder Seite antreten erzählt. Der Schwerpunkt liegt jedoch weniger auf dem Text, als mehr darauf zu Entdecken.

Ein wundervolles Buch, besonders abends, wenn es langsam ins Land der Träume geht…

Wir besitzen das Buch nun schon seit einiger Zeit und so langsam aber sicher hat es sich zu einem unserer absoluten Lieblingsbücher gemausert.

Britta Teckentrup ist damit ein wahres Meisterwerk meiner Meinung gelungen, das ich nur wärmsten empfehlen kann.

sari-unter

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