Letzte Gedanken im alten Jahr…

Jahr

Werbung (unbezahlt) – Der folgende Artikel enthält evtl. Bilder mit Produkten, die wir in unserem Alltag nutzen. Wir haben keine Bezahlung für das Zeigen oder Nutzen derselbigen erhalten.

Morgen verabschieden wir uns von einem Jahr, das durchwachsener gar nicht sein könnte. Liegt es am älter werden? Daran, dass man erwachsen wird und die Dinge, die einem passieren so viel ernster betrachtet? Liegt es daran, dass Kinder noch so viel unbedachter und frei von all dem durch den Alltag laufen oder waren die letzten Jahre für uns zeitweise wirklich einfach mal verdammt schwer. Manchmal habe ich das Gefühl, das mit dem Tod meines Vaters damals auch ein bisschen Glück von uns gegangen ist, aber ich kann nie ganz eindeutig sagen, ob das nur in meinem Kopf so passiert oder ob es eine Tatsache ist. Nicht alles war in einem Jahr schlecht. Das stelle ich immer wieder fest und genau aus diesem Grund sind diese Jahresrückblicke so unglaublich wichtig. Sie helfen uns dabei noch einmal zurück zu schauen und zu erinnern. Daran zu erinnern, was wir alles erlebt und gesehen haben. Genau in diesen Rückblicken, in denen ich mich durch die letzten Monate blättere, finde ich nämlich dann die eindeutigen Beweise dafür, dass wir auch eine ganze Menge Spaß hatten und Tolles erlebt haben.

Das Glück ist immer an meiner Seite!

Auch wenn ich manchmal denke, dass es sich eine Auszeit genommen hat. Blicke ich mich um, habe ich nämlich gar nicht das Recht mich zu beklagen. Ich habe einen tollen Mann, der mir quasi jeden Wunsch von den Augen abliest und großartige Kinder. Wir haben ein schönes Dach über dem Kopf, müssen nie Hunger leiden und wunderbare Menschen um uns herum. Was will man mehr? Stolpersteine gehören zum Leben dazu und man lernt alles andere einen deut mehr zu schätzen und zu würdigen. Ohne diese Hürden würden wir wohl ganz schön abgehoben werden, oder?

Ein Jahres – Rückblick in 6 Fragen und meine Antworten dazu:

Wie jedes Jahr wieder hole ich dieses kleinen Stöckchen hervor. Einen kleinen Fragebogen, der mich reflektieren lässt. Wie war das letzte Jahr? Was gehörte dazu, woran sollte man sich erinnern? Woran ist man vielleicht gewachsen und was könnte sich verändert haben? 

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01. Im Großen und Ganzen, ist das Jahr für euch eher positiv oder negativ verlaufen?
Wie oben schon erwähnt, würde ich es als durchwachsen bezeichnen. Es fing ja schon turbulent an, da sich der Dachschaden vom Vorjahr mit ins neue Jahr einzog. Noch bis Ende Februar standen in drei Räumen Heizlüfter, es waren Löcher in den Boden gebohrt, der Flur war ohne Boden und 2/3 unserer Küche ausgebaut. Der halbe Haushalt befand sich in Kisten und ich hatte bereits mehrere Wochen auf dem Sofa mit dem ständig kranken Heldenkind geschlafen. Gekocht wurde am Fußboden auf einer Kochplatte und es war ständig drückend warm und laut in unserem Haus. Wir liefen tatsächlich auf dem Zahnfleisch und konnten einfach nicht mehr. Eine Woche, bevor dann im März die neue Küche kommen sollte, gingen endlich die Renovierungsmaßnahmen los. Eine Woche nach der neuen Küche wurde im Wohnzimmer neuer Boden verlegt und ab da fing auf einmal an sich alles besser und leichter anzufühlen. Dennoch… die letzten Handwerker hatten wir dann im Mai, zum Geburtstag des Minihelden im Haus. Am Vormittag, kurz bevor die Gäste kamen, denn natürlich lief auch mit der Küche nicht alles glatt. Und dann hieß es endlich durchatmen. Das Wetter wurde schöner und die Baustellen verschwanden. Durchatmen, runterkommen… das war als nächstes bei uns angesagt und wir konnten uns auf Themen wie Urlaub zum Beispiel konzentrieren. Der Sommer war schön, lang und tatsächlich mal wie ein Sommer. Wir unternahmen viele Ausflüge, schlossen neue Freundschaften und haben die Zeit sehr genossen. Der Winter wurde dann wieder eher dunkel und brachte das eine oder andere negative Erlebnis mit, so dass man den Anfang des Jahres und das Ende wohl als Nerven zehrend ansehen könnte, während es mittendrin wirklich toll war.

02. Was waren die besten Ereignisse?
Das ist jetzt das, was so unglaublich wichtig: Sich besinnen auf die guten Dinge, die einem widerfahren sind. Zu diesem Zwecke muss ich mich immer ein wenig durch die #WIB und #Freitagslieblinge des Jahres scrollen und schauen, was wir alles so erlebt haben. 12 Monat ins Gedächtnis zu rufen, ist manchmal gar nicht so einfach. Ganz klar liegt ganz vorne an der Spitze unser diesjähriger Urlaub, der so total anders war, als ich es erwartet hatte. Club – Urlaub auf Mallorca. Das ich so etwas mal machen und sogar gut finden würde, das hätte ich ja nie erwartet. Uns gefiel es so gut, dass wir das direkt nochmal machen wollen und ich befürchte die Kinder sind nun für zukünftige Ostsee – Urlaube vorerst versaut *sniff*. Kommt aber sicher auch irgendwann wieder. Sehr gut tat mir auch die Auszeit bei unseren frankfurter Freunden, die direkt nach Ende unserer Baustelle. Wir waren dieses Mal auch etwas länger als sonst da und haben eine ganze Menge erlebt. Für mich war damals auch irgendwie der Anreiz gegeben mit dem Prinzen zusammen Sport zu machen. Jeden Tag machten wir Radtouren und es gefiel mir so gut, dass ich es zu Hause am liebsten weitergeführt hätte. War leider nicht so möglich, aber was soll’s. 

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Wir schlossen zudem Freundschaft mit unseren Nachbarn ein paar Häuser weiter, wodurch sich viele neue Gelegenheiten für uns ergaben. Wir gingen zum Beach – Volleyball, lernten einen neuen Badesee kennen, waren auf einer WM Party und einer wirklich coolen Halloween – Party. Wie passend, dass wir mit ihnen auch das Jahr ausklingen lassen werden. Ein weiteres Highlight war die Harry Potter Geburtstagsparty meiner Schwester und eine wirklich großartige Nachricht. Wir besuchten die Exhibition in Potsdam und die Kinder und ich hatten einen schönen Sommer mit vielen tollen Erlebnissen. Wir waren gemeinsam im Museum, entdeckten Dinosaurier, waren wieder sehr oft auf dem Erdbeerhof und unternahmen allgemein recht viele schöne Dinge.

Wir durften auch wieder auf einigen Events dabei sein. Ganz vorne dabei ist auch in diesem Jahr die Blogfamilia. Natürlich! So viele tolle Menschen. Ich bin nun regelmäßig beim Bloggerstammtisch dabei und genieße die Gesellschaft von so tollen Menschen. Auch FlikFlak lud in diesem Jahr erneut ein und wir wohnten einem Workshop von Carlsen bei. Der Miniheld hatte zudem dieses Jahr eine tolle Super Mario Geburtstagsparty und das Heldenkind genoss die Aufmerksamkeit zu seinem 3. Geburtstag bei einer Fellfreunde – Party. Die ersten zwei Zähne fielen beim großen dieses Jahr aus und die Zahnfee kam zum ersten Mal bei uns vorbei. Ihr seht schon: Es ist wirklich einiges passiert.

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03. Worauf hättet ihr auch gut verzichten können?
Ganz klar darauf, dass sich die Baustelle vom Vorjahr fast noch bis in die Jahresmitte hinein zog und sogar beim Einbau der Küche neue Probleme ergaben. Am Jahresende gab es ebenfalls nochmal zwei drei Dinge, die mich die letzten Kraftreserven kosteten und nun bin ich froh, dass es fast überstanden ist. Scharlach zog mehrfach bei uns ein und nachdem wir 2017 relativ Krankenlager frei waren, zog es sich dieses Jahr teilweise unendlich in die Länge.

Mein Selbstwertgefühl hat in diesem Jahr stark gelitten. Ich weiß nicht wieso, denn mein Vorhaben sportlicher zu sein und wieder gesünder zu essen, habe ich eigentlich recht gut umsetzen können. Dennoch hatte ich das Gefühl keine sichtbaren Änderungen wahrzunehmen und statt Verbesserungen zu sehen, fand ich nur mehr und mehr Makel und habe dafür schon ernste Blicke geerntet. Daran muss ich dringend weiter arbeiten.

04. Habt ihr neue Freundschaften geschlossen oder vielleicht alte aufgefrischt?
Tatsächlich ist es uns in diesem Jahr gelungen uns mit einem langjährigen Freund mal wieder zu treffen und Erinnerungen und Entwicklungen aufzufrischen. Es war toll ihn zu sehen und wieder ein bisschen mehr voneinander zu erfahren. Gleichzeitig ergaben sich hier und dort neue Möglichkeiten für uns, als wir in näheren Kontakt mit unseren Nachbarn traten, die irgendwie ähnlich wie wir ticken. Warum wir das nicht schon früher gemacht haben, ist mir ein Rätsel, aber besser spät als nie. Der Miniheld profitierte ganz klar davon, dass wir uns mit der neuen Betreuerin vom Fußball gut verstanden und ihr Sohn nun mehrmals im Monat Zeit bei uns verbrachte, während sein großer Bruder in der Nähe Training hatte.

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05. Habt ihr euch irgendwie persönlich weiterentwickelt? Zum Beispiel ein neues Hobby angefangen?
Ha, tatsächlich ja. Die Nähfreundin führte mich Anfang des Jahres in die Welten des Planers ein. Sie erführ nämlich von meinem Vorsatz etwas strukturierter und ordentlicher wieder zu werden. Ich wollte eine Routine für meinen Alltag entwickeln und dabei übersichtlicher werden. Ich entwarf zum Beispiel eine Schaltzentrale für die Familie, wo ich den Speiseplan und den Haushaltsplan wöchentlich für alle transparent machen wollte. Mein Fitness – Plan und meinen Wasserhaushalt wollte ich dort dokumentieren und regelmäßig an Challenges teilnehmen, die dazu beitragen sollten mein Leben etwas zu ordnen. Dann kam sie eines Tages mit einem Planer bei mir an mit den Worten „Versuch das mal, vielleicht ist das etwas für dich“. Planen und kreativ gestalten, ohne dabei massig Zeit investieren zu müssen. Perfekt für mich. In diesem Jahr bin ich in der Planerwelt voll angekommen. Dazu lernte ich das Flylady Konzept kennen und bin echt begeistert. Sportlich habe ich auch einiges geschafft, denke, dass sich der Körper auch verbessert hat, sehe aber auch die Spuren der Jahre und der Dinge, die ihm angetan wurden. Leider blieb das Nähen in diesem Jahr gänzlich auf der Strecke und als ich es wieder versuchen wollte, schmierte mir die Overlock ab, so dass sie vorerst lange in Reparatur war und dann hatte ich auch keine Lust mehr.

06. Erzählt uns von euren Vorsätzen fürs neue Jahr.
Im Laufe des Jahres führten meine Schwester und ihr Partner mal ein ernstes Gespräch mit mir. Sie konnten einfach nicht nachvollziehen, warum mein Selbstbild so stark gestört ist. Auch von anderen musste ich mir anhören, dass die Dinge, die mich stören, von ihnen gar nicht gesehen werden. Was bedeutet das also für mich? Ganz klar: Ich muss an mir arbeiten. Ich weiß, es ist immer so leicht daher gesagt, aber doch: Ich muss lernen mich mehr zu lieben so wie ich bin. Der Körper hat sich verändert und trägt seine Spuren mit sich herum. Das ist normal und gut so. Warum fällt es mir also so schwer damit umzugehen. Manchmal denke ich, es würde helfen mich durch die Augen der anderen zu sehen, doch das ist ja leider nicht möglich. Das wird wohl mein Hauptziel im neuen Jahr werden. Weiterhin möchte ich mich aber auch mit der abgeschwächten Form des Minimalismus beschäftigen und Flylady weiterhin verinnerlichen. Ich habe ja bereits ganz gute Routinen für mich gefunden, doch da ist bestimmt noch mehr möglich.

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Ganz großes Ziel bei mir ist allerdings auch Projekt „Weniger Zucker“. Ich bin so eine schreckliche Naschkatze. Ich möchte an meiner Haut arbeiten und mich da intensiver pflegen und dann ist da noch das Thema Haare. Inzwischen sind sie zwar wieder länger, aber ich merke, dass das Färben immer anstrengender wird und ich da eventuell mal eine Veränderung möchte. Ich habe tatsächlich zwei Monate lang nicht mehr nachgefärbt und trage oben nun ein (wie sagte die Freundin) wirklich schönes grau *lach*. Nein, im Ernst: Die Haare sollen eine Veränderung erfahren. Mal sehen was da möglich ist. Wir wollen wieder verreisen, Freunde besuchen und viel erleben. Das Heldenkind bleibt weiterhin ein Kitakind und ich bin gespannt, wie es sich dort weiterentwickeln wird. Da ist schon jetzt so viel passiert. Der Miniheld wird in die 4. Klasse kommen und dann geht es los mit richtigen Noten. Eine Klassenfahrt steht wohl an und natürlich Fußball. Immer und immer wieder Fußball. Wobei wir auch da etwas strukturierter werden wollen. Wir alle wollen selbständiger werden. Das sind so unsere Ziele im Groben. Im Haus soll auch noch das eine oder andere Projekt angegangen werden, denn so ein Haus scheint nie fertig zu sein, nicht wahr?

Ein kleines Fazit zum Jahr 2018 im Heldenhaushalt…

Zum Schluss vielleicht noch einmal ein paar Worte zum Blog. Ob ich schon darüber nachgedacht hätte aufzuhören, wurde ich neulich gefragt. Ehrlich gesagt ist dieser Gedanke für mich überhaupt nicht greifbar. Ich liebe das Bloggen so sehr und es ist einfach ein fester Bestandteil von mir. Das Bloggen an sich wird einem ja immer mehr erschwert und manchmal nimmt es einem die Freude, aber dennoch ergeben sich dadurch immer und immer wieder so viele tolle und schöne Möglichkeiten. Besonders in diesem Jahr habe ich Kontakte geschlossen, deren Gesellschaft ich so sehr genieße. Auch was Kooperationen angeht habe ich Menschen kennen gelernt, mit denen der Austausch einfach nur Spaß macht und ich finde es schön, dass sich immer wieder Möglichkeiten ergeben, durch die wir euch ebenfalls daran teilhaben lassen können.

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Bloggen ist nicht immer einfach und es gilt mehr und mehr zu berücksichtigen, aber es ist wie ein Spiegel für mich, in den ich dann und wann blicken kann und der mir Feedback (wenn auch nicht mehr so wie früher) geben kann durch euch und eure Worte. Durch eure Kommentare, Likes und mehr. Nein, verzichten möchte ich darauf nicht. Aber ich möchte eventuell ein bisschen das Tempo rausnehmen. Noch immer habe ich manchmal das Gefühl, dass es nicht gut ist auch mal einen Tag auszusetzen. Das möchte ich ändern. Treue Seelen wie ihr werden es mir nicht übel nehmen, wenn ich einen Tag lang auch mal nichts schreibe und das weiß ich. Ich überdenke nochmal das eine oder andere Blogkonzept und werde sehen, ob ich da etwas ändern werde.

Wichtig ist für mich natürlich immer und immer wieder euer Feedback. Was war gut. Was war zu viel und wovon wollt ihr mehr. Ich freue mich über eure Meinungen und verabschiede mich jetzt in einen gemütlichen Sonntag mit den Kindern…

1 Kommentare

  1. Ich möchte an der Stelle mal wieder loswerden, wie sehr ich dich bewundere. Dafür, dass du hier täglich schreibst (und nur du bestimmst, wie häufig es hier etwas Neues gibt. Wenn das eine andere Taktung wird, aber es dir gut damit geht, mach das unbedingt) und wie du das Leben meisterst mit allen Höhen und Tiefen, die es so für dich bereit hält. Fühl dich gedrückt und ich schick dir Kraft für das nächste Jahr, auf dass der Jahresrückblick dann noch positiver ausfallen kann.

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