Projekt 52
Fotografie,  Projekt 52

Projekt 52 im April: Kuscheltier

Nun beginnt die Aufholjagd. Das habe ich mir ganz fest vorgenommen für diese Woche und nächste Woche arbeiten wir dann alles andere ab. Seit gestern ist das Wohnzimmer wieder ein (vorerst) bewohnbarer Raum und etwas Ruhe ist bei mir eingekehrt. Auch wenn ich nachher noch den Pinsel schwingen will. Also mal sehen.

Widmen wir uns heute also dem ersten Thema vom Projekt 52 im April und ich habe ein wenig hin und her überlegt, mit welchem ich anfangen möchte.

Projekt 52 im April: Kuscheltier

Ganz banal fangen wir mit dem ersten Thema aus der Liste an, denn vermutlich wird es wohl das schwerste von der Wahl her für mich sein. Kuscheltiere können so eine tiefe Bedeutung für einen haben. Das erwähnte ich schon einmal bei einem anderen Thema, wo ich euch den Bären meines Vaters zeigte. An einem Kuscheltier können viele Emotionen und Erinnerungen hängen. Manche sind Andenken an einen besonderen Tag, andere an einen Menschen und wieder andere haben uns durch eine schwere Zeit geholfen oder waren abends im Bett unser Seelentröster. Ich hatte mal einen Bären, den nannte ich “Hatschi”. Er trug eine rote Mütze und einen Schal, wobei dieser irgendwann weg war und die Mütze aus Filz sich mehr und mehr auflöste.

Ihn hatte ich immer bei mir, wenn ich krank war. Nur dann holte ich ihn zu mir ins Bett zum Kuscheln und bildete mir ein, dass er mir wirklich beim gesund werden half. Als ob er all das Schlechte aus mir herausziehen würde.

Der Sohn hatte etwas Ähnliches als er klein war

Ich glaube jedes Elternteil hofft dieses eine Kuscheltier für sein Kind zu finden, dass zum besten Freund wird. Vor allem in den ersten Jahren. Meist finden Kinder dies jedoch von ganz alleine. Eines meiner Kinder hatte irgendwann einen Tiggr im Laden entdeckt vom Kinderwagen aus und nahm ihn mit. Er war klein, plüschig und orange mit schwarzen Streifen. Er wurde zum stetigen Begleiter und Tröster. Er musste überall mit hin und begleitete meinen Sohn in seinen Träume hinein.

Im Laufe der Zeit hatte er sich angewöhnt mit dem geringelten Schwanz vom Tiggr sich beim Einschlafen über Nase und Stirn zu streifen, bis er schließlich eingeschlafen war. Dementsprechend wenig geringelt war der Plüschschwanz irgendwann dann und auch die schwarzen Streifen waren mit der Zeit total weggekuschelt. Man sah diesem Kuscheltier also an, dass es wirklich sehr geliebt wurde.

Projekt 52

Drama in dem Fall: Was ist, wenn man das Tier verliert? Einmal dachten wir, das wäre wirklich passiert und ich habe ewig gesucht, um einen neuen zu finden. Als dieser dann ankam, war der Schwanz geringelt, das Fell knallig orange und die Streifen waren wieder da. Er sah definitiv nicht aus, wie das geliebte ursprüngliche Kuscheltier. Gott sei Dank tauchte dieses aber wieder auf und so wurden beide leidenschaftlich durch die Gegend getragen….

Kuscheltier

Nur ein Beispiel dafür, wie wichtig so ein Kuscheltier-Freund für ein Kind sein kann. Und noch heute haben meine Kinder bestimmte Kuscheltiere, die für sie einen ganz besonderen Wert haben. Und (viel zu) viele, die für sie Erinnerungen oder andere Besonderheiten darstellen.

Weitere Beiträge zu den Themen vom Projekt 52 im April findet ihr hier.

Frau Mondgras – Das bin ich, Sari. Gerne auch als Sari Mondgras bekannt und im Internet zu finden. 2-Fach-Mutter, Heldenehefrau, Kreativling, Harmoniesüchtig und ständig auf der Suche nach Glück. Ich komme aus Berlin, bin hier aufgewachsen und lebe hier seit ich denken kann.

7 Kommentare

  • bullion

    Das kann ich so gut nachvollziehen. Selbst ich mit Mitte 40 kann mich noch gut an die Bedeutung eigener Kuscheltiere erinnern. Bei den Kindern ist das natürlich noch viel näher und beide haben weiterhin ihre Favoriten, ohne die es nicht ginge. Irgendwie schön, aber ich bin eh empfänglich materiellen Dingen einen emotionalen Wert anzuhängen. Da bin ich auf jeden Fall Kind geblieben.

    • Sari

      Haha, ja, da bin ich wohl nicht anders… der Mann ist da nicht so, aber ich bin da auch sehr schnell mal emotional an die Dinge gebunden. Demnach werden die Kinder das wohl von mir haben.

  • Christine

    Verlorene Plüschtiere sind schlimm und Ersatztiere tun es meist nicht. Vermutlich braucht man mehrere und muss sie von Anfang an durchtauschen, aber man muss ja erstmal wissen wer der Liebling wird.

    • Sari

      So sieht es aus. Daher war ich froh, dass der Tiggr wieder auftauchte und legte den anderen dann immer dazu, damit sie sich angleichen konnten. Wie du sagst: Man muss echt erstmal herausfinden, welches Tier auserkoren wird.

  • Christina

    Unsere Tochter bekam zur Einschulung eine Orca-Patenschaft vom WDC und einen Plüschorca. “Curry” (von “Current”, dem Patenorcaweibchen) wird seither auch stark geliebt und war auch schon auf Klassenfahrt dabei. Dieses Jahr zu Ostern hat er Nachwuchs bekommen.

    Als Übergangsobjekt in der Kindergartenzeit hat es mit dem Kuscheltier leider nicht so gut geklappt. Ihr war Körperkontakt immer sehr wichtig und im Zweifel wichtiger als ein Kuscheltier.

    • Sari

      Oh, das ist auch eine schöne Geschichte und eine ganz besondere Symbolik mit der Patenschaft. Aber ja, in manchen Situationen reicht es manchmal leider nicht aus. Sie macht das sicherlich dennoch ganz toll!

  • Edeline

    Ihr seid am renovieren, na da viel Erfolg noch weiterhin. Ja, so ein Kuscheltier kann schon so ein wichtiger Begleiter sein. Besonders für Kinder aber auch im Alter können sie noch eine Bedeutung haben. An meinem Bett liegt auch immer ein Kuscheltier eine Schildkröte “Sushi”, sie war Mal ein Maskottchen einer Tour von Andrea Berg – eine schöne Erinnerung und sie ist immer noch ein Wegbegleiter von mir. Als Kind hatte ich noch eine Kuscheltier – Puppe sie hat mich immer überall hin begleitet und wenn ich krank war sie auch krank usw. 😅 LG Edeline

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