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Bloggerschnack im Juni 2026: Mein Schreibprozess

Ist es euch aufgefallen? Im Juni habe ich es irgendwie versäumt das aktuelle Thema vom Bloggerschnack des Bloghexen Forums zu bearbeiten und nun haben wir schon Juli und das neue Thema steht bereit. Aber was nicht ist, das kann ja noch werden und deshalb nehme ich euch heute wieder ein wenig mit hinter die Kulissen des Bloggens.

Noch einmal grob zusammengefasst das Prinzip vom Bloggerschnack für euch: Jeden Monat wird ein neues Thema über das Forum “Bloghexen” festgelegt.  Man hat nun den ganzen Monat Zeit, um dieses Thema bei sich auf dem Blog, Instagram oder sonst wo, zu bearbeiten. Dabei wird als Quelle das Forum angegeben. Wenn man dort idealerweise auch selber angemeldet ist, kann man seinen Beitrag dort im entsprechenden Posting verlinken (eine allgemein funktionierende Alternative ist noch in Planung). 

Bloggerschnack im Juni 2026: Mein Schreibprozess – Von der Idee zum fertigen Beitrag

Wir haben in den letzten zwei Jahren ja nun schon öfter über das eine oder andere zum Thema Bloggen gesprochen. Von daher gehe ich auch davon aus, dass es sich inhaltlich heute sicherlich etwas doppeln wird.

Wenn ich nämlich eines schon immer gemacht habe beim Bloggen, dann war es intuitiv und spontan. Wirklich selten steckt da ein größerer Aufwand hinter oder gar Gedanken, die schon lange im Vorfeld gesponnen und schließlich zu einem Beitrag gestrickt wurden.

Da das Bloggen für mich vor allem ein mentaler Austausch ist und mir manchmal einfach dabei hilft den Alltag gut zu verarbeiten, entstehen viele Beiträge aus einer Laune heraus und spontan.

Ausnahmen bilden die Projekte

Und diese haben im Juni den Blog ganz schön dominiert. Rund um meine alltäglichen Gedanken und dem einen oder anderen kreativen Beitrag bilden diese Projekte einen konstanten Rahmen, für den man ebenfalls nicht viel Vorarbeit benötigt. In der Regel ist hier nur wichtig, dass ich tatsächlich auch daran denke zu dokumentieren. Sprich: Fotos zu machen. In der Regel bilden sich meine Texte nämlich rund um die Fotos.

Etwas, das sich bei mir schon früh eingenistet hat ist, dass ich Beitrag eigentlich immer wenigstens ein Bild benötigt, um etwas aufgelockerter zu wirken. Ich glaube es hilft auch dem Leser dabei zwischen dem vielen Text eine kurze Atempause einzulegen. Oder geht das nur mir so. Manchmal können die Texte so ein bisschen zwischenwirken oder nachhallen. Man kann darüber nachdenken oder einfach nur das Bild kurz betrachten.

Wenn ich an den Blogprojekten Arbeite, dann läuft das eben in der Regel so, dass ich die Bilder zurecht mache, einfüge und dann die Texte rund um sie herum entstehen lasse.

Anders ist es, wenn die Gedanken einen Raum brauchen

In der Regel läuft das dann so ab, dass ich vor dem Laptop sitze und den Bildschirm anstarre. Ja, wirklich so. Ich starre ihn an, schaue auf den blinkenden Strich, der darauf wartet, dass ich endlich los lege und merke, dass der Kopf nicht frei genug ist, um gut zu arbeiten. Die Hände schweben dann über den Tasten. Immer und immer wieder. Sie senken sich ab und heben sich wieder ohne eine der Tasten gedrückt zu haben.

Das ist dann der Moment, in dem ich merke, dass ich anderen Redebedarf habe. Dass da was raus muss aus meinem Kopf und dann schreibe ich einfach drauf los. Was mir gerade in den Sinn kommt. Wort für Wort, Satz für Satz lasse ich dann seinen Weg finden und am Ende haben wir einen manchmal recht wirren Gedankenfluss, der aber gleichzeitig dafür sorgt, dass ich mich wieder etwas freier fühle. Und meist kann ich dann danach auch die anderen Themen wieder besser angehen.

Nachdem der Text geschrieben ist und ich ihn nochmal und nochmal lese zum zu entscheiden, ob er veröffentlicht werden darf, durchsuche ich meine Fotogalerie nach einem oder zwei passenden Fotos, die gut zum Inhalt oder der Stimmung passen, um die Schwere ein wenig aufzuheben. Und dann ab damit…

Gibt es also einen richtigen Schreibprozess?

Manchmal habe ich so Phasen, da bin ich super strukturiert. Das hält dann so lange an, bis die ersten Unregelmäßigkeiten im Alltag auftauchen und mich aus meinen Routinen rauswerfen. In diese dann wieder rein zu finden fällt mir immer unglaublich schwer.

Also, wenn ich mich in so einer strukturierten Phase befinde, dann läuft das in der Regel so, dass ich in dem Kalender-Plugin und meinem Redaktionsplan alle Projekte eintrage. Also alle Wochentage schon einmal belege, an denen die Projekte fix drin sind. Dann überlege ich, was ich definitiv in dem Monat unterbringen möchte und schaue, wo passende Lücken sind. Es gibt Dinge, die immer schon relativ fest stehen.

Kinderbuchwochen kurz vor Weihnachten und in den Sommerferien zum Beispiel. Der Inktober im Oktober, Mottofeiern rund um bestimmte Anlässe. Dazwischen bleiben Lücken für anderes und das sind dann oft meine Gedankenbeiträge, die in jedem Fall ihren Platz brauchen.

Gut, der Plan steht…

Wenn der Plan fertig ist, kann ich manchmal auch schon ganz gut vorarbeiten. Manche Sachen gehen ganz gut, andere überhaupt nicht. Ich kann nicht über ein Wochenende schreiben, wenn ich es noch gar nicht erlebt habe. Zum Beispiel.

Manchmal habe ich auch kleine Gedankenfetzen. Die schreibe ich dann in einem Beitrag schon mal auf. Manchmal kann das ein einzelner Satz sein, der mich nicht loslässt. Der wird dann niedergeschrieben, der Beitrag in den Entwürfen abgespeichert und bei Gelegenheit nehme ich ihn mir vor und versuche den Gedanken weiter auszuarbeiten. Manchmal passiert das erst Wochen später und dann ist er mir wieder so sehr entglitten, dass ich ihn selbst nicht mehr wirklich nachvollziehen kann und der Beitrag wird gelöscht. In anderen Fällen nehme ich mir die Phrase, drehe sie im Kopf hin und her und fange dann an zu schreiben. Womit wir wieder beim intuitiven Schreibfluss werden. Einfach so… von jetzt auf gleich.

Ganz selten gibt es Artikel, wo ich im Vorfeld auch mal ein wenig recherchieren muss. Dann muss auch nach Quellenangaben gesucht werden, Inhaltsangaben und verschiedenen Perspektiven. Das dauert dann auch durchaus mal etwas länger.

Schreiben fiel mir nie schwer

Das ist eine Tatsache. Hängt vielleicht auch damit zusammen, dass ich als Kind gerne Geschichten für meine Klasse geschrieben habe, die dann an der Pinwand ausgehangen wurde. Ich habe extrem viel gelesen und mich davon dann auch zu eigenen Geschichten inspirieren lassen. Schon damals habe ich versucht geordnet zu wirken und hatte mir ganze Karteikästen angelegt, in denen auf jeder Karte alles zu meinen Figuren stand. Ich habe Profilzeichnungen gemacht, Story Bords und was nicht noch alles so, damit ich mich so wie eine richtige Autorin fühlte. Aber ich bin dafür irgendwie nicht gemacht: Vielleicht bin ich zu ungeduldig, wer weiß.

Ich schreibe immer einfach los. Das konnte ich schon immer. In der Ausbildung hatten meine Lehrer da teilweise ganz schön mit zu kämpfen, weil ich gerne ausschweifend und viel schrieb. “Kürzungskompetenz” war ein Wort, das mir einer meiner Lehrer mal ans Herz legte, da ich dort wo andere 10 Seiten abgaben, ich 20 geschrieben hatte.

Und auch heute ist es oft so gewesen, dass mich andere fragten, wie ich mit dem Artikel schon fertig sein könne, da sie selber am ähnlichen Inhalt Stunden zu tun hatten. Es fällt mir einfach leicht.

Wie Sam Hinkie einmal sagte “Trust the process”. Mal sehen, was dabei heraus kommt…

Alle Teilnehmer beim Bloggerschnack im Juni:

Frau Mondgras – Das bin ich, Sari. Gerne auch als Sari Mondgras bekannt und im Internet zu finden. 2-Fach-Mutter, Heldenehefrau, Kreativling, Harmoniesüchtig und ständig auf der Suche nach Glück. Ich komme aus Berlin, bin hier aufgewachsen und lebe hier seit ich denken kann.

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