Zeichnen ist toll

Es war einmal ein besonderer Nachbar mit dem Namen Totoro…

Ein kleiner, geheimer Wunsch. Etwas Besonderes. Eine Geschichte. So schön und einzigartig. Die Filme aus dem Hause Ghibli sind inzwischen wirklich nicht mehr unbekannt und kein Geheimtipp mehr. Als damals Prinzessin Mononoke ins Kino kam, bekam es kaum einer mit und dabei ist die Bilderflut, der Zauber, gewaltig. Erst als Chihiro einen Oskar gewann, da sprach auf einmal jeder davon, von den zauberhaften Filmen von Ghibli. So viele sind seit dem noch herausgekommen. Erdsee, Howl’s moving Castle, Ponyo…inzwischen kennt auch mein Kind die Geschichten und natürlich hat man sich dann auch irgendwann die Zeit für die älteren Meisterwerke genommen. Nausicaä. Laputa. Pom Poko. Im Königreich der Katzen…sagt Euch das etwas? Alle samt wundervolle Filme und jeder auf seine Weise besonders. Es gäbe noch einige Meisterwerk aufzuzählen, ich könnte wohl den ganzen Beitrag nur mit diesen Geschichten füllen, aber heute geht es um einen ganz besonderen: Mein Nachbar Totoro. Der Baumgeist hat doch die Herzen aller erobert, nicht wahr? Die Geschichte der beiden Mädchen berührt und mitgenommen… Es war ein kleiner, geheimer Wunsch von mir mich dieser Geschichte zu widmen…

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Ich wusste nicht so recht, wie ich an die Sache hernagehen wollte. Zu wichtig war und ist sie mir. Natürlich sollte Totoro dazu gehören. Die Baumgeister. Und auch wenn die Rusmännchen eher in Chihiro präsent sind, so haben auch sie einen Platz in der Geschichte und gehörten somit auf mein Bild, doch dazu weiter unten etwas mehr. Und ich wollte nicht die Mädchen mit ins Bild bringen, sondern mich…. am Ende wurde es dann irgendwie eine Gedankenblase, das Bild, spiegelte genau das wieder, was in dem Moment bei mir geschah: Ich, brütend über einem Blatt mit den Gedanken in eine Geschichte vertieft.

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Es ist nicht das Motiv geworden, das ich angestrebt habe, aber es ist EIN Motiv geworden. Ich werde mich diesem Thema sicher nochmal im April ausführlicher widmen, vielleicht nochmal einen Versuch wagen, aber das hier wollte auch Farbe bekommen und weil ich schon damit begonnen hatte in den letzten Monaten das Aquarellieren zu verfeinern, dachte ich mir, führe ich diesen Schritt fort….gepaart mit einem Experiment. Ich sicherte wieder die Figuren mit Masking Fluid und malte den Hintergrund sehr locker und frei, wobei ich die obere linke und die untere rechte Kante etwas abdunkelte, denn hier sollten später die Rusmännchen ihren Platz finden…

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Nachdem der Hintergrund getrocknet war, wurden diese auch direkt mit einem schwarzen Aquarellstift eingzeichnet, mit Wasser verfeienert und nach einer weiteren Trockenrunde nochmal mit dem Stift ausgearbeitet. Im Anschluss wurde dann das Masking Fluid entfernt und die anderen Figuren bekamen Farbe und ich merke, der Umgang wird immer sicherer, wenngleich ich immer noch nicht so richtig zufrieden bin, aber Stück für Stück lerne ich diese Medien besser kennen…

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Zum Schluss habe ich dann mit einem weißen Gelstift den Rusgeistern Augen gegeben und mit bunten Aquarellstiften auch noch die so von ihnen heißgeliebten Zuckersterne eingezeichnet. Sie sollen das Gesamtbild umrahmen und somit den Baumgeistern den Gedankenplatz einräumen, den ich mit dem Bild angestrebt habe, denn meine Figur sitzt deutlich im Vordergrund.

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Ich hoffe, es ist alles gut zu erkennen und nachzuvoll ziehen. Ihr merkt, ich mache viele Fotos der Zwischenschritte. Eigentlich würde es sicher reichen, wenn ich Euch das Endergebnis hier präsentieren würde, aber ich bin immer noch nicht glücklich damit, wie der Scanner die Farben und die Wirkung verfälscht und finde, auf den Fotos kommt das Sanfte vom Aquarell viel besser zu Geltung, so dass Ihr einen Eindruck davon bekommen könnt, wie das Bild tatsächlich aussieht…

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Daher hier auch nochmal ein paar Detailaufnahmen, bevor ich Euch nun das ganze Werk zeige..

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Ich bin gespannt auf Eure Meinung. Ich weiß, mit Totoro wage ich ein Thema, das vielen sicher wichtig ist und bestimmte Ansprüche hervorruft. Daher bin ich dieses Mal auch wirklich ein bisschen aufgeregt und hoffe, Ihr geht nicht zu streng mit mir ins Gericht.

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Frau Mondgras – Das bin ich, Sari. Gerne auch als Sari Mondgras bekannt und im Internet zu finden. 2-Fach-Mutter, Heldenehefrau, Kreativling, Harmoniesüchtig und ständig auf der Suche nach Glück. Ich komme aus Berlin, bin hier aufgewachsen und lebe hier seit ich denken kann.

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