Kastanien – Invasion!! – Sie verstecken sich überall!

Kastanien

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Ich hebe die Jacke vom großen Sohn auf. Sie fühlt sich ungewöhnlich schwer an. Mal abgesehen davon, dass ich in dem Moment ein bisschen genervt davon bin, dass sie mal wieder nicht am Haken hängt, wo sie eigentlich hingehört, ahne ich schon, woher das zusätzliche Gewicht kommt. Ich atme einmal tief durch und greife in die Jackentaschen. Ich ertaste etwas Glattes und Rundes. Und noch etwas… und noch etwas. Am Ende hole ich aus den zwei doch eigentlich sehr kleinen Jackentaschen ganze drei Hände voll davon hervor.

Kastanien

„Ich kann daran einfach nicht vorbei laufen“, erklärt mir der Sohn mit einem Hundeblick!

Ich kenne diese Faszination. Ich bin selber damals, bewaffnet mit einem großen Beutel, raus aus dem Haus und habe die Hinterhöfe in unserer Nachbarschaft abgesucht und am Ende des Tages brachte ich einen prall gefüllten Beutel wieder mit nach Hause.

Kastanien

Auch ich bin in diesem Jahr mit meinen Kindern schon los gezogen und wir haben nach den geliebten Herbst – Schätzen gesucht. Wir fanden auf unserem Weg Eicheln und Bucheckern, bunte Blätter und Tannenzapfen. Und natürlich: Kastanien. Kastanien gehörte bei beiden Kindern zu den ersten Wörtern, die sie im Zusammenhang mit dem Herbst kennen lernten. Jeder von ihnen fand seine eigene Bezeichnung dafür und lange Zeit nannte das Heldenkind sie „kleine Igel“, weil ihre Schale ihn so sehr an Igel erinnerten. „Hastani“ wurden sie auch gekannt, weil das Wort an sich so schwer auszusprechen war für jemanden, der doch gerade erst die Macht der Wörter kennen lernt. Und der größte Spaß überhaupt ist es, wenn sie noch fest in ihrer stacheligen Schale sitzen und man sie mit dem Fuß oder vorsichtig mit den Händen aus dieser befreien muss.

Kastanien

Wenn wir die Wege entlang laufen, dann suchen die kleinen Kinderaugen angestrengt nach diesen noch verpackten Kastanien.

Und wenn sie dann gefunden wurden, dann ist die Freude riesig und mit viel Energie werden sie aus ihrem Igelhaus befreit. Da bleiben durchaus auch mal die vielen anderen Kastanien, die schon ohne Schale überall zu finden sind, einfach liegen. Besonders praktisch ist es, wenn der Papa dabei ist, der ja groß genug ist, um so eine verpackte Kastanie vom Baum zu fischen.

„Ich kann daran einfach nicht vorbei laufen“, erklärt mir der Miniheld ernst, als ich eines morgens aus seinem Schulranzen gefühlte 2 Kilo Kastanien hole. Endlich erklärt sich, warum der Ranzen sich in letzter Zeit so unglaublich schwer angefühlt hat.

Kastanien

„Was willst du mit all diesen Kastanien“, frage ich ihn etwas verzweifelt und werfe dabei einen Blick in die Küche, wo bereits zwei große Schüsseln bis oben hin gefüllt sind mit den gesammelten Schätzen der letzten Tage und Wochen. „Na basteln„, antwortet er wie aus der Pistole geschossen und innerlich sehe ich schon die roten Schwielen an meinen Händen vom vielen Durchbohren der einzelnen Kastanien. Ich atme tief durch. Ich werde wohl mal recherchieren müssen, was man alles basteln kann, ohne dass man dafür Löcher bohren muss. Ein paar schöne Ideen habe ich ja durchaus schon gefunden, so ist es nicht, aber bei der Masse an Kastanien braucht es mehr Ideen *lach*. Vielleicht könnt ihr ja aushelfen…

Kastanien. Überall Kastanien…

Wir verlassen das Haus. Es ist Zeit für die Schule. Der Schulranzen und die Jacke fühlen sie auf einmal so viel leichter an. Ich werfe noch einen letzten Blick auf unser zu Hause. Prüfe, ob ich nichts vergessen habe. Fenster ist zu, die Türe habe ich abgeschlossen. Wir haben nichts liegen gelassen. Na dann los…

Mein Blick bleibt an der Bank hängen, die vor unserem Küchenfenster steht. Auf ihr liegt ein Beutel und daneben steht eine Schachtel. Aus dem Beutel rollen viele kleine Eicheln und natürlich noch weitere große und dicke Kastanien. Auch die Schachtel ist bis über den Rand hinaus befüllt. Ich muss lächeln. Wann haben sich die wohl da vorne angesammelt?

Kastanien

Ich zucke mit den Schultern. Ich kenne das ja. Ich war ja auch mal Kind und noch heute liebe ich dieses Gefühl, wenn man eine Kastanie in der Hand hält, die ganz frisch aus der Schale geholt worden ist. So glatt und weich… meine Oma nannte sie immer Handschmeichler und hat jedes Jahr die erste Kastanie, die sie gefunden hat, in der Tasche. Als Glücksbringer…

Sammeln wir also noch ein bisschen Glück, nicht wahr?

2 Kommentare

  1. Pingback: Im Herbst lassen wir Drachen steigen #Ausmalbild - Heldenhaushalt

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