Lebens ABC
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Das Lebens ABC – W wie Winter

Nun habe ich im August tatsächlich mit dem Lebens ABC ausgesetzt, aber wisst ihr was? Es ist mir gar nicht wirklich aufgefallen. Euch? Ist ja auch nicht schlimm. Tatsächlich begleitet es mich jetzt auch schon wieder länger als geplant. Eigentlich hätte ich gedacht, dass wir uns bereits im zweiten Durchgang befinden könnten zu diesem Zeitpunkt, aber das macht alles nichts. Ich finde es eigentlich ganz schön, wenn uns solche Projekte ein wenig länger durch das Jahr führen. Heute wollen wir uns also dem nächsten Buchstaben widmen.

Inhaltlich geht es darum zu jedem Buchstaben des Alphabets ein Wort zu finden, das in unserem Leben eine wichtige Rolle spielt und dann dazu ein wenig zu erzählen. Die Vielfalt der Wörter erlaubt es uns dabei mehrere “Runden” in diesem Projekt zu drehen. Wer mehr darüber wissen möchte, konnte bei Sven alles Wichtige dazu nachlesen, leider geht die Seite aktuell nicht. So viel zur Einführung, die hier immer gleich ausfallen wird lach.

Hier mein bisheriges ABC: A-Alltag || B – Ball || C – Collaboration ||  D – Disney || E – Ehrenamt || F – Fahrrad || G – Garten || H – Haardrama || I – Irland || J – Jasmin || K – Katzen (-mutti) || L wie Laufen || M wie Mama (sein) || N wie Natur || O wie Organisation || P wie Paket || Q wie Quatsch || R wie Reisen || S wie Schwester || T wie Tassen || U wie Urlaubsreif || V wie Verlieren ||

Das Lebens ABC – W wie Winter

Wie ihr wisst, versuche ich bei diesem Projekt immer nach meiner Intuition zu gehen. Das heißt im Groben, dass ich in meinem Kopf tatsächlich den Satz anfange mich “W wieeeee……” und dann soll sich die Lücke wirklich mit der ersten spontanen Eingebung füllen. Ich bilde mir ein, dass das Projekt tatsächlich auch genau so gedacht ist.

Also saß ich morgens da, den Laptop vor mir aufgeklappt, die Finger über den Tasten schwebend und in meinem Kopf der Satz: W wieee…..WINTER! Zack, wir können los schreiben. Meistens zumindest. Manchmal halte ich dann kurz inne und überlege, ob das wirklich zu mir passt (das ist nicht immer unbedingt der Fall). Ich nehme mir also noch einmal eine Minute, lasse das Wort erst auf meiner Zunge hin und her wandern, dann ein paar Drehungen in meinen Gehirnwindungen vollziehen und dann wird geschaut, ob der Schreibfluss tatsächlich etwas hergibt.

W wie Winter ist an sich ein wirklich passendes Wort. Mich bremste allerdings kurz aus, dass wir diese Woche doch Herbstanfang feiern. Meteorologischer Herbst zumindest und alles in mir ruft Hurraaaaaa! Da kommt es mir irgendwie komisch vor auf einmal schon an den Winter zu denken. Also überlege ich kurz, welches Wort mir noch dazu einfallen würde (während ich hier gerade schreibe fällt mir auf, dass WORT auch ein gutes Wort gewesen wäre *lach*). Weihnachten kommt mir in den Sinn und ich schüttle das sofort wieder ab. Winter ist noch in der Ferne, da soll die Weihnachtszeit erst recht noch warten bitte. Ich möchte jetzt erst einmal den Herbst genießen! (Obwohl wir im Bloghexen-Forum gerade den diesjährigen Adventskalender planen… also irgendwie stecken wir durchaus schon in der Zeit ein wenig drin).

Aber nein: Lasst uns über den Winter reden und ob und was ich an dieser Jahreszeit mögen könnte. Oder was denkt ihr?

Als Kind habe ich den Winter geliebt!

Es gibt natürlich verschiedene Dinge, die für ein Kind die Winterzeit besonders machen können. Es gibt Weihnachts- und Winterferien (zumindest hier in Berlin), die Adventszeit steht an, Nikolaus und Weihnachten, Geschenke und viele schöne Lichter überall. Kekse backen, warmer Kakao, Weihnachtsfilme… irgendwie hätten wir wohl doch über die Weihnachtszeit schreiben können, oder?

Winter
Hallo Winter!

Aber der Winter geht ja länger als nur bis über die Weihnachtszeit. Es folgen Januar und Februar. Winterferien, Halbjahreszeugnisse.. als Kind war das alles irgendwie noch schön und aufregend. Auch hatte ich als Kind noch einen richtigen Winter mit Schnee über mehrere Wochen hinweg. Vielen großen Schneemännern, eingeschneiten Straßen, Schlitten fahren und mehr. So ein richtiger Winter war als Kind grandios. Heute ist er eher hinderlich, weil er ganz schön ausbremst im Alltag. Zumindest war das dieses Jahr im Februar so. Wobei es auch nicht einfach irgendwie Schnee war. Es waren ja gigantische Eisflächen, die einfach nur gefährlich waren und uns regelrecht zu Hause eingeschlossen hatten. Es fühlte sich ja stellenweise an, als ob wir wieder wie zu Corona-Zeiten das Haus nicht verlassen durften. Das war auf Dauer auch ganz schön zermürbend.

Der Winter hat halt zwei Seiten

Wenn die dicken Schneeflocken vom Himmel fallen und alles mit dieser glitzernden weißen Decke zugedeckt ist. Das hat schon was. Wenn dazu dann noh die Sonne scheint und blauer Himmel ist, das sieht einfach toll aus und es macht Spaß durch diese weißen Landschaften zu wandern. Aber Winter kann eben auch nass und kalt und dunkel sein.

Vor allem dunkel. Und das merken wir auf Dauer dann. Je länger der Winter dauert, desto schlechter wird unsere Laune und es fühlt sich an, als ob ein Vampir uns all unsere Energie aussaugen würde. Nervig.

Einerseits haben wir überall die schönen Lichterketten und die Atmosphäre ist eine ganze besondere und gleichzeitig verlassen wir morgens im Dunkeln das Haus und kommen im Dunkeln wieder nach Hause. Und am Schwestern fällt uns wohl das Aufstehen am Morgen. Als ob es noch mitten in der Nacht wäre.

Dennoch fühle ich mich im Winter wohler in meiner Haut

Es ist verrückt. Eigentlich friert man die ganze Zeit, man ist müde und ausgelaugt. Gerade zum Jahresende hin spürt man das ja immer extrem. Und dennoch fühle ich mich deutlich wohler als im Sommer. Ich merke das ja jetzt schon, wo das Wetter sich mehr und mehr von den drückend warmen Temperaturen verabschiedet. Wir sind zwar immer noch stellenweise bei über 20 Grad und manchmal weiß man wirklich gar nicht, was man anziehen soll… dennoch fühlt sich alles weniger aufgequollen an, das Selbstbewusstsein kehrt ein wenig zurück und die Selbstwahrnehmung nimmt wieder gesündere Züge an.

Natürlich liegt es auch daran, dass ich nicht mehr ständig nur am schwitzen bin und meine Wohlfühlklamotten anziehen kann, aber man bekommt einfach auch viel besser Luft. Geht euch das auch so. Ich muss gestehen, dass ich es liebe mich in den dicken Wintermantel zu kuscheln und mir einen übergroßen plüschigen Schal um den Hals zu wickeln, mich unter dicken Mützen zu verstecken und die Dinge, die mich sonst so an mir nerven ohne Probleme kaschieren zu können.

Auch das Potential für Kopfschmerzen ist im Winter deutlich niedriger für mich. Darunter leide ich im Sommer nicht oft und auch wenn die Jahreszeiten wechseln. Wetterfühlig ohne Ende mit Potential zu Migräneanfällen. Also im Grunde könnte für mich immer Herbst und Winter herrschen, mit etwas weniger Regen und deutlich mehr Licht. Dann wäre ich glücklich.

Naja und Adventszeit und Lichterglanz sind natürlich nur ein kleines I-Tüpfelchen oben drauf. Meist kann ich Januar und Februar auch gut nutzen, um meine Motivation in Gang zu halten. Das klappt da in der Regel besser, als im Sommer. Zumindest so lange, bis eben der Lagerkoller ausbricht… aber so hat am Ende wohl auch wiederum jede Jahreszeit ihre Vor- und Nachteile, nicht wahr?

Frau Mondgras – Das bin ich, Sari. Gerne auch als Sari Mondgras bekannt und im Internet zu finden. 2-Fach-Mutter, Heldenehefrau, Kreativling, Harmoniesüchtig und ständig auf der Suche nach Glück. Ich komme aus Berlin, bin hier aufgewachsen und lebe hier seit ich denken kann.

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